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Tschonoskis Hainbuche

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Tschonoskis Hainbuche
Datei:Carpinus tschonoskii - Arnold Arboretum - DSC06907.JPG

Tschonoskis Hainbuche (Carpinus tschonoskii)

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Birkengewächse (Betulaceae)
Unterfamilie: Haselnussgewächse (Coryloideae)
Gattung: Hainbuchen (Carpinus)
Art: Tschonoskis Hainbuche
Wissenschaftlicher Name
Carpinus tschonoskii
Maxim.
Datei:Carpinus tschonoskii1.jpg
Laubblätter

Tschonoskis Hainbuche<ref name=deutsch/> (Carpinus tschonoskii) ist ein kleiner Baum aus der Unterfamilie der Haselnussgewächse (Coryloideae). Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art liegt in Japan, Korea und China. Das Holz wird nur selten wirtschaftlich genutzt.

Beschreibung

Tschonoskis Hainbuche ist ein bis zu 25 Meter hoher Baum mit dunkelgrauer Rinde. Die Zweige sind braun und anfangs spärlich zottig behaart. Die Laubblätter haben einen 0,8 bis 1,5 Zentimeter langen, flaumig behaarten Stiel. Die Blattspreite ist 5 bis 12 Zentimeter lang und 2,5 bis 5 Zentimeter breit, elliptisch, länglich oder eiförmig-lanzettlich, zugespitzt bis geschwänzt, mit mehr oder weniger gerundeter bis spitzer Basis und einem unregelmäßig doppelt borstig gesägten Rand. Es werden 14 bis 16 Nervenpaare gebildet. Beide Seiten junger Blätter sind zottig behaart und später nur mehr entlang den Blattadern spärlich zottig behaart sonst verkahlend. Die Blattunterseite zeigt Achselbärte.<ref name=FoC/><ref name=FdG/>

Die weiblichen Blütenstände sind 6 bis 10 Zentimeter lang und 1 bis 4 Zentimeter breit. Die Blütenstandsachse ist 1 bis 4 Zentimeter lang und spärlich zottig behaart. Die Tragblätter sind 3 bis 3,5, selten ab 2,5 bis 5 Zentimeter lang, 0,8 bis 1,2 Zentimeter breit, eiförmig- oder sichelförmig-lanzettlich, spitz oder lang zugespitzt, mit eingerollten Blattöhrchen aber ohne Lappen an der Basis. Der äußere Blattrand ist entfernt gezähnt der innere Teil ist ganzrandig. Es werden vier oder fünf deutlich sichtbare Blattadern gebildet. Die Blattoberseite ist entlang der netzartig angeordneten Adern spärlich seidig-zottig behaart. Als Früchte werden 4 bis 5 Millimeter lange und 3 bis 4 Millimeter breite, bis auf die spärlich behaarte Spitze kahle und deutlich gerippte Nüsschen gebildet, die manchmal harzig sein können. Tschonoskis Hainbuche blüht von Mai bis Juni, die Früchte reifen von Juli bis August.<ref name=FoC/><ref name=FdG/>

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 64.<ref name="IPCN" />

Vorkommen und Standortansprüche

Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Japan auf Honshū, Kyushu und Shikoku; auf der Koreanischen Halbinsel und in China in den Provinzen Anhui, Guangxi, Guizhou, im Westen von Henan, in Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, Sichuan, Yunnan und Zhejiang.<ref name=GRIN/> Tschonoskis Hainbuche wächst in artenreichen Wäldern in Höhen von 1100 bis 2400 Metern<ref name=FoC/> auf frischen bis feuchten, sauren bis neutralen, sandig- oder lehmig-humosen Böden an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Die Art ist wärmeverträglich und meist frosthart. Das Verbreitungsgebiet wird der Winterhärtezone 5a zugeordnet mit mittleren jährlichen Minimaltemperaturen von −28,8 bis −26,1 °C (−20 bis −15 °F).<ref name=FdG/>

Systematik

Tschonoskis Hainbuche (Carpinus tschonoskii) ist eine Art aus der Gattung der Hainbuchen (Carpinus). Diese wird in der Familie der Birkengewächse (Betulaceae) der Unterfamilie der Haselnussgewächse (Coryloideae) zugeordnet.<ref name=GRIN/> Die Art wurde 1882 von Karl Johann Maximowicz erstmals wissenschaftlich beschrieben.<ref name=GRIN/> Der Gattungsname Carpinus stammt aus dem Lateinischen und wurde schon von den Römern für die Hainbuche verwendet.<ref name=Gen_Gat/>

Verwendung

Das Holz von Tschonoskis Hainbuche wird nur selten wirtschaftlich genutzt.<ref name=FdG/>

Nachweise

Literatur

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  • Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 160.
  • Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7 (Nachdruck von 1996).

Einzelnachweise

<references> <ref name=deutsch> Deutscher Name nach Roloff et al.: Flora der Gehölze. S. 160.</ref> <ref name=FdG> Roloff et al.: Flora der Gehölze. S. 160.</ref> <ref name=FoC> Pei-chun Li, Alexei K. Skvortsov: Carpinus tschonoskii, in der Flora of China, Band 4, S. 298.</ref> <ref name=GRIN> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. United States Department of Agriculture; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive ) </ref> <ref name=Gen_Gat> Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. S. 130.</ref> <ref name="IPCN">Carpinus tschonoskii bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> </references>

Weblinks

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  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);
  • Carpinus tschonoskii bei Tree Library (Bilder).