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U-Bahnhof Poststraße

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Poststraße
U-Bahnhof in Köln
Poststraße
U-Bahnhof Poststraße
Basisdaten
Ortsteil Altstadt-Süd
Eröffnet 1969
Neugestaltet 2006
Gleise (Bahnsteig) 2 (Seitenbahnsteig)
Koordinaten 50° 55′ 52″ N, 6° 57′ 1″ OKoordinaten: 50° 55′ 52″ N, 6° 57′ 1″ O
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Nutzung
Strecke(n) Innenstadt-Tunnel
Linie(n) 3, 4, 16, 18
Umstiegsmöglichkeiten Bus 978
Datei:Koeln Stadtbahn Poststr 2006.jpg
Zustand vor dem Umbau

Der U-Bahnhof Poststraße ist der südliche Endpunkt des Innenstadttunnels der Kölner Stadtbahn. Wie die beiden anderen U-Bahnhöfe der Innenstadtstrecke ist die Station in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet und verfügt über zwei Seitenbahnsteige. Die Linien 3, 4, 16 und 18 bedienen die Poststraße werktags ganztägig mit 30 Zügen pro Stunde und Richtung, womit die Strecke zu den am stärksten frequentierten Tunnelstrecken in Deutschland gehört. Im Verhältnis zum Fahrgastaufkommen der gesamten Strecke ist die Zahl der Ein- und Aussteiger allerdings gering.

Lage im Innenstadttunnel
Lage im Innenstadttunnel

Unmittelbar südlich des U-Bahnhofs befindet sich ein unterirdisches Gleisdreieck, das im Unterschied zum Gleisdreieck am Appellhofplatz vollständig höhengleich ausgeführt ist, jedoch in einem Schenkel (Durchfahrt zwischen den Haltestellen Barbarossaplatz und Severinstraße) nur aus einem Gleis besteht. Nach Südwesten mündet die Strecke in den Straßenzug Rothgerberbach – Neue Weyerstraße und gelangt über eine provisorische Rampe am Barbarossaplatz an die Oberfläche. Der südöstliche Streckenast folgt dem Perlengraben und gelangt auf Höhe der Nord-Süd-Fahrt an die Oberfläche, wo er in Mittellage dem Straßenverlauf auf die Severinsbrücke folgt. Die Querverbindung zwischen beiden Streckenästen ist eingleisig und wird im Linienverkehr nicht befahren. Sie ermöglicht die direkte Durchfahrt vom Barbarossaplatz über Severinstraße zur Severinsbrücke und weiter nach Deutz und soll nach Ausbauplänen der Stadt Köln um 2040 ausgebaut werden, um eine reguläre, in das Liniennetz der KVB einbezogene Durchbindung zu schaffen.

Geschichte

Die heute als Innenstadttunnel bezeichnete Nord-Süd-Strecke war der zweite Bauabschnitt des auch als „Innenstadt-H“ bezeichneten Unterpflaster-Straßenbahn-Projekts der Stadt Köln. Während die 1968 eröffnete nördliche Ost-West-Verbindung Friesenplatz–Appellhofplatz–Dom/Hauptbahnhof im Wesentlichen eine etwas weiter nördlich verlaufende oberirdische Stichstrecke (Dom/Hauptbahnhof–Christophstraße) ersetzte, war die Nord-Süd-Verbindung Appellhofplatz–Neumarkt–Poststraße die erste neue Strecke innerhalb der Ringstraßen seit dem Zweiten Weltkrieg. Da der Bau allein von der Stadt Köln, ohne Zuschüsse von Bund und Land, finanziert wurde und auf die Kölner Bevölkerung bezogen keine Erfahrungen hinsichtlich der Akzeptanz unterirdischer Neubaustrecken bestanden, wurde der Bau sparsam ausgeführt. Neben engen Kurvenradien und höhengleichen Verzweigungen bedeutete dies zunächst auch schmale Bahnsteige. Dies betraf in besonderem Maße die Station Poststraße, für die kaum eigenes Fahrgastpotential erwartet wurde, da sie in einem reinen Wohngebiet und verhältnismäßig nah an der Station Neumarkt lag. Ein zunächst geplanter Bahnsteig an der Querverbindung Barbarossaplatz–Severinsbrücke (analog zu der von der Linie 5 bedienten Station Appellhofplatz/Zeughaus am Nordende der Neubaustrecke) wurde aus diesem Grunde verworfen.

Bei der Eröffnung im Oktober 1969 führte die Strecke vom Neumarkt kommend nur zum Barbarossaplatz, die Verbindung zur Severinsbrücke wurde ein Jahr später eröffnet. In der Folgezeit blieb der U-Bahnhof weitgehend unverändert, bis auf die Nachrüstung von Aufzügen an den nördlichen Bahnsteigenden beschränkten sich Umbauten auf kosmetische Änderungen.

Da seit der Netzumstellung im Dezember 2003 keine Straßenbahnzüge, sondern nur noch Stadtbahnzüge durch den Innenstadttunnel fuhren, wurde es möglich, die Haltestellen mit Hochbahnsteigen auszurüsten. Während die stark frequentierten Stationen Neumarkt und Dom/Hbf bereits 2004 und 2005 umgebaut wurden, hatte der Umbau der Poststraße keine Priorität.

Wegen Bauarbeiten zur Nord-Süd-Stadtbahn wurde 2006/2007 der Bahnverkehr am U-Bahnhof Breslauer Platz/Hauptbahnhof für zehn Monate unterbrochen. Während der Vorbereitungen wurde kurzfristig entschieden, die zur Einrichtung der Provisorien notwendige einwöchige Sperrung des Innenstadttunnels zu nutzen, um die Flachbahnsteige am Appellhofplatz und an der Poststraße anzuheben. Zunächst wurden die Wandfliesen und Deckenverkleidungen entfernt; während der Streckensperrung im Oktober 2006 wurden die bisherigen Bahnsteige abgetragen und durch Beton-Fertigteile ersetzt. Im Winter 2007 wurden dann die übrigen Arbeiten ausgeführt. Seither wirkt die Station deutlich heller, neben neuen Wandverkleidungen und Bodenbelag wurde auch die Beleuchtung ausgetauscht.

Nach einem längeren Umbau ist die Haltestelle seit Ende 2016 wieder barrierefrei.

Linie Linienverlauf Takt
3 Thielenbruch – Dellbrück – Holweide – Buchheim – Buchforst – Koelnmesse – Bf. Deutz/Lanxess Arena Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Severinstraße – U Poststraße – U Neumarkt – U Appellhofplatz (Breite Straße) – U Friesenplatz – U Hans-Böckler-Platz/Bahnhof West Datei:RWB Bahnhof.svg – U Piusstraße – U Körnerstraße – U Venloer Straße/Gürtel (Bf. EhrenfeldDatei:RWB Bahnhof.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Leyendeckerstraße – U Rochusplatz – U Akazienweg – Bocklemünd – Mengenich – Görlinger-Zentrum 10 min
4 Leverkusen-Schlebusch – Köln-Dünnwald – HöhenhausMülheim Wiener Platz – Koelnmesse – Bf. Deutz/Lanxess Arena Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Severinstraße – U Poststraße – U Neumarkt – U Appellhofplatz (Breite Straße) – U Friesenplatz – U Hans-Böckler-Platz/Bahnhof West Datei:RWB Bahnhof.svg – U Piusstraße – U Körnerstraße – U Venloer Straße/Gürtel (Bf. EhrenfeldDatei:RWB Bahnhof.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Leyendeckerstraße – U Rochusplatz – U Akazienweg – Bocklemünd 10 min
16 Niehl – Amsterdamer Straße/Gürtel – U Reichenspergerplatz – U Ebertplatz – U Breslauer Platz/Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Dom/Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Appellhofplatz (Breite Straße) – U Neumarkt – Barbarossaplatz – Chlodwigplatz – Ubierring – Marienburg – Rodenkirchen – Sürth – Godorf – Wesseling Nord – Wesseling – Wesseling Süd – Urfeld – Widdig – Uedorf – Hersel – Tannenbusch Mitte – Tannenbusch Süd – Propsthof Nord – Bonn West – U Bonn Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Universität/Markt – U Juridicum – U Bundesrechnungshof/Auswärtiges Amt – U Museum Koenig – U Heussallee/Museumsmeile – Ollenhauerstraße – Olof-Palme-Allee – Max-Löbner-Straße/Friesdorf – Hochkreuz/Deutsches Museum Bonn – U Wurzerstraße – U Plittersdorfer Straße – U Bonn-Bad Godesberg Bf Datei:RWB Bahnhof.svg – U Bad Godesberg Stadthalle 10 min
18 Buchheim – U Bf Mülheim Datei:RWB Bahnhof.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Mülheim Wiener Platz – Zoo/Flora – U Reichenspergerplatz – U Ebertplatz – U Breslauer Platz/Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Dom/Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Appellhofplatz (Breite Straße) – U Neumarkt – Barbarossaplatz – Eifelwall Datei:RWB Bahnhof.svg – Sülzgürtel – Klettenberg – Efferen – Hürth-Hermülheim – Fischenich – Brühl-Vochem – Brühl Mitte – Brühl Süd – Badorf – Schwadorf – Walberberg – Merten – Waldorf – Dersdorf – Bornheim – Roisdorf West – Alfter – Dransdorf – Bonn West – Bonn Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg 10 min (Buchheim–Reichenspergerplatz)
5 min (Reichenspergerplatz–Klettenberg)
10 min (Klettenberg–Schwadorf)
20 min (Schwadorf–Bonn)
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Neumarkt
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Schlebusch →
Barbarossaplatz
← Bonn-Bad Godesberg
  16
Rheinuferbahn
  Neumarkt
Niehl Sebastianstraße →
Barbarossaplatz
← Bonn Hauptbahnhof
  18
Vorgebirgsbahn
  Neumarkt
Buchheim Herler Straße →

Weblinks