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Ufo (Club, Berlin)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Das Ufo (häufige Schreibweise: UFO) war der erste Acid-House-Club in Berlin. Er gilt als Pioniereinrichtung und Wegbereiter der Technoszene, wie sie sich während der Wendezeit entwickelte.<ref>Techno-DJs gaben Berlin einen Endlos-Rhythmus. In: Berliner Morgenpost. 30. Oktober 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. April 2014;.</ref><ref name="Fölsch"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Techno – Entwicklungen und Erscheinungsformen einer Jugendkultur. (Memento vom 23. August 2011 im Internet Archive) Hausarbeit für das Proseminar „Kommunikationspolitik und Medienrecht: Jugend und Medien“ an der FU Berlin, FB Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, WS 95/96. In: Werner Stangls Lehrtext.Sammlung.</ref><ref>Plötzlich war jeden Tag Party. In: Tagesspiegel. 8. November 2009 (Online).</ref>

Zu den Resident DJs und Gästen des Clubs gehörten unter anderem Tanith, Jonzon, Rok, Dr. Motte, Mijk van Dijk, Celal Kurum, Discomo, der Würfler und der damals 13-jährige Kid Paul.<ref name="einestages">Ein Geheimzirkel erobert die Welt – Die Pioniertage des Techno. einestages</ref>

Geschichte

UFO

Der von den Techno-Aktivisten Achim Kohlberger und Dimitri Hegemann sowie der damaligen Geschichtsstudentin Carola Stoiber<ref>Mit ignoranter Coolness. In: Berliner Zeitung, 7. November 2009</ref> gegründete Ufo-Club eröffnete im Februar 1988 in West-Berlin und befand sich zunächst etwa eineinhalb Jahre lang in der Köpenicker Straße 6 in Kreuzberg,<ref>Sechs Jahre Tresor Records De:Bug</ref> nahe dem U-Bahnhof Schlesisches Tor im Keller eines maroden Altbau-Wohnhauses,<ref name="zeit">Die ganze Stadt schreit „Party!“. In: Die Zeit, Nr. 3/2007</ref> in dem eigentlich das dadaistische Fischbüro II residierte und unter der Woche der obige Raum als Büro für das neugegründete Label Interfisch genutzt wurde. Dimitri Hegemann hatte<ref>Hartware MedienKunstVerein Dortmund – Veranstaltung: INDUSTRIAL Matinée | Vom Tresor zum Kraftwerk: Dimitri Hegemann (Berlin) über die Kraft vergessener Räume und die Ruine als Freiraum und Motor. auf hmkv.de Dezember 2013</ref> schon 1986 die DaDa Galerie mit dem Namen Fischbüro I in der Wrangelstraße 95 gegründet.<ref>Techno-Club Tresor: Die Stahltür fällt zu. Bei: Spiegel Online, 15. April 2005</ref> Der durch eine Luke mit Leiter zugängliche und improvisatorisch eingerichtete Kellerraum wurde über eine Küche des Fischbüros betreten<ref name="zeit" /> und bot bei einer Deckenhöhe von lediglich etwa 1,90 Meter Platz für rund 100 Personen.<ref>Eine 20-jährige Ost-West-Reise. In: The European, 18. November 2009</ref>

1989 fand hier die Afterparty der ersten Loveparade statt.

UFO 2

Nachdem der teils illegale Clubbetrieb von den Behörden entdeckt worden war, zogen die Betreiber kurz vor dem Mauerfall in eine ehemalige Penny-Markt-Filiale in der Großgörschenstraße in Schöneberg, wo der Club bis zur letzten Veranstaltung am 31. Dezember 1990 bestand.<ref>CRE 136 Interview mit Tanith</ref>

Ufo-Partys fanden zwischenzeitlich auch an wechselnden Orten statt, die meist mit verdeckten Hinweisen in der samstäglichen Sendung The Big Beat des SFB-Jugendsenders Radio 4U von Monika Dietl bekanntgegeben wurden.<ref name="einestages" /><ref name="Fölsch" /> Mittwochs etablierte Tanith ab Januar 1990 die regelmäßige Veranstaltung Cyberspace.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tanith (Memento vom 5. Mai 2009 im Internet Archive) in: Intro-Künsterbiografie.</ref>

Nach der Schließung des Clubs 1990 eröffneten die Betreiber im darauffolgenden Jahr den Tresor, der heute als einer der weltweit bekanntesten Techno-Clubs gilt.

Literatur

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 52° 30′ 7,7″ N, 13° 26′ 23,8″ O

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