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Uladsimir Njakljajeu

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Datei:Niakliaew2.jpg
Uladsimir Njakljajeu

Uladsimir Njakljajeu (auch: Wladimir Nekljajew; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Uladsimir Prakopawitsch Njakljajeu), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Wladimir Prokofjewitsch Neklajew); * 11. Juli 1946<ref>Uladsimir Njakljajeu, Geburtstag am 11. Juli 1946</ref> in Smarhon) ist ein belarussischer Dichter. Er war ein Anführer der öffentlichen Kampagne Sag die Wahrheit! („Гавары праўду!“, Hawary Praudu!) und Kandidat bei der Präsidentschaftswahl in Belarus 2010.<ref>Bevorstehende Präsidenten-Wahlen in Belarus echo.msk.ru (russisch)</ref> Njakljajeu wurde nach der Wahl inhaftiert und steht seit Januar 2011 unter Hausarrest.<ref>„Weißrussland lässt Regimegegner frei“, Frankfurter Rundschau, 30. Januar 2011.</ref>

Leben

Njakljajeu wurde als Sohn eines russischen Mechanikers und einer belarussischen Mutter in Smarhon in der Hrodsenskaja Woblasz geboren. Er verbrachte seine Kindheit und sein erstes Schuljahr in einem kleinen Ort namens Krewa (Крэва).<ref name="Bio">https://web.archive.org/web/20040419183122/http://nekliaev.by/bio/</ref> Vom zweiten bis zum neunten Schuljahr besuchte er die Schule Nr. 1 in Smarhon.<ref name="Bio" /> Von 1961 bis 1966 war Njakljajeu Student auf dem Minsker Staatlichen Technikum für Kommunikation. Nach Abschluss des Technikums arbeitete er in Wladiwostok, Taischet und Norilsk. 1967 kehrte er nach Belarus zurück und arbeitete bis 1971 als Radiomechaniker für ein Kundencenter des Minsker Fernsehens.<ref name="Bio2"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Биография (Memento vom 21. September 2010 im Internet Archive)</ref>

Die Erfahrungen im Fernen Osten und Sibirien brachten Njakljajeu neue Einsichten und so begann er 1969 Philologie an der Staatlichen Pädagogischen Universität Maxim Tank in Minsk zu studieren.<ref name="Bio" /> 1971/1972 besuchte er das Maxim-Gorki-Literaturinstitut in Moskau,<ref name="Bio2" /> kehrte aber nach Minsk zurück und machte 1973 an der Pädagogischen Universität seinen Abschluss.

Bereits seit 1972 arbeitete er bei einer Reihe belarussischer Medien als Journalist und Herausgeber:<ref name="Bio2" />

  • 1972–1975: Literaturbesprechungen in der Zeitung „Znamja Junosti“
  • 1975–1987: Herausgeber des Bulletins „Teatralnij Minsk“
  • 1978–1987: Chef der Herausgebergremiums für Literatur und Dramatik im Belarussischen Fernsehen
  • 1987–1998: Chefherausgeber des Magazins „Krynica“
  • 1996–1999: Chefherausgeber der wöchentlichen Ausgabe von „Literatura i Mastactwa“

Seit dem 20. Juni 1999 lebte Uladsimir Njakljajeu in Polen. Nachdem er öffentlich seinen Bruch mit den herrschenden Mächten erklärt hatte, war er einer der ersten Repräsentanten der belarussischen Kultur, die das Land aus politischen Gründen verlassen hatten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Владимир Некляев сделал свой выбор (Memento vom 22. April 2005 im Internet Archive)</ref> Eine Zeitlang lebte er auch in Finnland. In der Emigration schrieb er auch seinen ersten Roman Der Musiker. Nach dem Tod von Wassil Bykau kehrte Njakljajeu 2003 nach Minsk zurück.<ref name="labuh"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Uladsimir Njakljajeu: „Ich will einfach nach Hause“ (Memento vom 14. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>

Auf dem Gipfeltreffen der Östlichen Partnerschaft, das vom 29. bis 30. September 2011 in Warschau stattfand, traf sich die deutsche Bundeskanzlerin demonstrativ mit Njakljajeu statt mit dem herrschenden Präsidenten Aljaksandr Lukaschenka, der als letzter Diktator Europas gilt.<ref>Weißrusslands Präsident Lukaschenko brüskiert Merkel, Tagesschau, 30. September 2011.</ref>

Literarisches Werk

Seine ersten Gedichte schrieb Njakljajeu auf Russisch, als er Mitglied des Literatur-Zusammenschlusses der Zeitung Znamja Junosti war. Den Anstoß zum Berufswechsel hatte der Aufenthalt in Fernost, Sibirien und im Norden gegeben, nach dem er beschloss die Philologische Abteilung der Universität zu besuchen. Nachdem er das Maxim-Gorki-Literaturinstitut in Moskau 1972 verlassen hatte und wieder in Minsk war, begann Njakljajeu nur noch in Belarussisch zu schreiben. Seit 1978 war er Mitglied im Schriftstellerverband der UdSSR.<ref name="Bio2" />

Seine erste größere Arbeit war der Roman Der Musiker, geschrieben in der Emigration. Die Vorstellung des Romans fand am 21. September 2003 statt. Bei der Gelegenheit sagte Njakljajeu das Folgende:<ref name="labuh" />

„Ich wollte über die Person schreiben, die sich allem unterziehen musste: Ruhm, Geld, Frauen … und wie all das plötzlich zusammenbrach. Und als alles zusammenbrach, verliebte er sich plötzlich. Ich war daran interessiert herauszufinden, wie er mit dem neuen Gefühl seinen Weg gehen könnte. Und die politische Komponente in dem Buch rührt von der Unmöglichkeit das zu vermeiden.“

Schriften

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

<references />

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