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Ulf Hoelscher

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Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F075423-0011, Bonn, Konzert in der Beethovenhalle.jpg
Ulf Hoelscher (Bildmitte) anlässlich eines Konzerts in der Bonner Beethovenhalle (1987)

Ulf Hoelscher (* 17. Januar 1942 in Kitzingen) ist ein deutscher Violinist und Hochschullehrer.

Leben und Wirken

Familie und Ausbildung

Ulf Hoelschers Vater war der Violinist und Musikpädagoge Ferdinand Hoelscher, die Mutter Betty klassisch ausgebildete Sängerin. Sein jüngerer Bruder Uwe (1944–2026) wurde bekannt unter dem Künstlernamen Uwe-Martin Haiberg. Seine Schwester Gunhild Hoelscher wirkt als Solistin, Kammermusikerin und Pädagogin in Berlin.

Den ersten Geigenunterricht erhielt Hoelscher bei seinem Vater, der Musiklehrer am Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium in Neustadt an der Weinstraße war. Die weitere Ausbildung während der Schulzeit erfolgte bei Bruno Masurat (Musikhochschule Heidelberg). Mit 16 Jahren nahm Hoelscher ein Studium an der Musikhochschule Köln bei Max Rostal auf, das er mit dem Diplom abschloss. Es folgte ein dreijähriges Zusatzstudium in den USA bei Josef Gingold (Indiana University Bloomington) und bei Ivan Galamian (Curtis Institute of Music, Philadelphia).

Musikalische Laufbahn

Seit den 1970er Jahren entfaltete Hoelscher eine internationale Karriere. Als Solist konzertierte er mit zahlreichen renommierten Orchestern, darunter die Berliner Philharmoniker, das Londoner BBC Symphony Orchestra oder die Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Dirigenten wie Marek Janowski, Kurt Masur, Václav Neumann, Esa-Pekka Salonen, Wolfgang Sawallisch, Leonard Slatkin, Horst Stein, Jeffrey Tate, Klaus Tennstedt, Hans Vonk, Bruno Weil, Hiroshi Wakasugi und David Zinman.

Hoelschers Repertoire enthält neben den bekannten Werke des musikalischen Barock (Johann Sebastian Bach, Antonio Vivaldi), der Klassik und Romantik zahlreiche in Vergessenheit geratene bzw. selten gespielte Kompositionen, so die Violinkonzerte von Erich Wolfgang Korngold, Camille Saint-Saëns, Robert Schumann, Richard Strauss, Othmar Schoeck, Louis Spohr, Ermanno Wolf-Ferrari, Siegfried Wagner und Benjamin Frankel. Verdient machte sich Hoelscher auch um die Uraufführungen der Violinkonzerte von Ole Schmidt (1972 in Dortmund und Kopenhagen) und Bülent Tarcan (1973 in Istanbul), von Volker David Kirchner mit den Berliner Philharmonikern (1984), von Franz Hummel (1988 in Sankt Petersburg) und des Doppelkonzertes für Violine und Violoncello von Aribert Reimann mit Wolfgang Boettcher (1989 in Hannover). 1972 war er Solist bei der deutschen Erstaufführung des 2. Violinkonzertes von Hans Werner Henze in Berlin.

Als Kammermusiker war Hoelscher Partner von Mstislaw Rostropowitsch und Galina Pawlowna Wischnewskaja in einer Aufnahme von Schostakowitsch-Werken. Für EMI spielte er mit dem Pianisten Michel Béroff die Sonaten von Robert Schumann, César Franck, Richard Strauss und Karol Szymanowski, mit Karl Engel das Gesamtwerk von Franz Schubert für Klavier und Violine (Neuveröffentlichung 2003) ein. Benedikt Koehlen war Partner in einer Aufnahme der Violinsonaten Paul Hindemiths für cpo. Hier erschienen auch Werke für Violine und Klavier von Wolfgang Rihm, die Hoelscher zusammen mit dem Pianisten Siegfried Mauser aufnahm. Mit Heinrich Schiff und Christian Zacharias bildete Hoelscher zeitweilig ein erfolgreiches Trio, dokumentiert in einer Aufnahme des Brahms-Trios in H-dur und des Tripelkonzertes von Beethoven.

Hoelscher konzertierte auch in größerer Kammermusikbesetzung mit dem Ulf Hoelscher Ensemble, das mit einer ersten autorisierten Aufführung und der Aufnahme des Oktetts von Max Bruch von sich reden machte. Mit dem von ihm gegründeten Kammerorchester Camerata Diana spielte er in einer Produktion des SWR Fernsehens für das Mozartjahr 2006 Mozart Violinkonzerte und Einzelsätze für Violine und Orchester ein.

Lehrtätigkeit

Von 1981 bis 2010 lehrte Hoelscher als Professor für Violine an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Zudem gab er Meisterkurse, unter anderem im Rahmen der Internationalen Sommerakademie Mozarteum Salzburg und der Internationalen Sommerakademie Cervo.

Diskografie (Auswahl)

  • Ludwig van Beethoven. Mit Hans Vonk, Staatskapelle Dresden (EMI CDZ 25 3060 2)
  • Ludwig van Beethoven, Tripelkonzert. Mit Christian Zacharias, Heinrich Schiff; Kurt Masur, Gewandhausorchester Leipzig (EMI Classics 747427 2)
  • Schönberg, Webern & Berg, Violinkonzert. Mit Liana Isakadze / Hiroshi Wakasugi, Georgian State Chamber Orchestra, Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester (RCA Classics 74321 29243 2)
  • Brahms & Mendelssohn, Violinkonzerte. Mit Yehudi Menuhin; Klaus Tennstedt / Rafael Frühbeck de Burgos, Sinfonieorchester des Norddeutschen Rundfunks, London Symphony Orchestra (EMI Classics 5 73249 2)
  • Brahms & Weber. U. a. Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102. Mit Wolfgang Boettcher, Milan Turkovic; Neville Marriner, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart (Capriccio 10 496)
  • Bruch & Korngold, Violinkonzerte. Mit Bruno Weil / Willy Mattes, Bamberger Symphoniker, Radio-Orchester Stuttgart (EMI Classics 5 73251 2)
  • Max Bruch. Streichoktett, op. posth.; Quintett für Klavier und Quartett, g-Moll, op. posth; Streichquintett, a-Moll, op. posth. Ensemble Ulf Hoelscher (CPO 99 451-2)
  • Benjamin Frankel, Violinkonzert. U. a. Konzert für Violine und Orchester, „In Memory of the Six Million“. Mit Brett Dean, Viola; Stephen Emmerson, Klavier; David Lale, Cello; Alan Smith, Violine; Werner Andreas Albert, Queensland Symphony Orchestra (CPO 999 422-2)
  • Tschaikowsky: Konzert für Violine und Orchester, Valse-Scherzo. New Philharmonia Orchestra London, Dirigent: Okko Kamu (EMI; 1981)

Auszeichnungen

Weblinks

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