Umbertide
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien
Umbertide ist eine Kleinstadt in der umbrischen Provinz Perugia in Italien mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD).
Geografie
Die Gemeinde liegt am linken Flussufer des Tiber, in einer grünen Hügellandschaft, die von dem Bild der höchsten Erhebung der Gegend, des Berges Monte Acuto mit seinen 926 Metern dominiert wird. Die Stadt liegt 247 Meter über dem Meeresspiegel<ref name="TouringClub">Touring Club Italiano: Umbria.</ref> und die Fläche beträgt etwa 200 km². Der Ort liegt ca. 25 km nördlich der Provinz- und Regionalhauptstadt Perugia in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2 192 GG<ref>Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 14. Mai 2018 (italienisch) (PDF; 330 kB)</ref>. Die Kirchen von Umbertide gehören zum Bistum Città di Castello und zum Erzbistum Perugia-Città della Pieve.
Zu den Ortsteilen gehören Badia di Montecorona, Bastia Creti, Borgo Baraglia (236 m), Calzolaro (273 m), Comunaglia (236 m), Galera, Molino Vitelli (270 m), Montecastelli (263 m), Monestevole, Niccone (249 m), Nestore, Pian d’Assino (241 m), Polgeto (429 m), Pierantonio (247 m), Preggio (613 m), Racchiusole, Romeggio, Ranchi, San Silvestro delle Arcelle, Spedalicchio (281 m) und Verna (260 m).<ref>Höhenangaben: Istituto Nazionale di Statistica, abgerufen am 15. Mai 2018 (italienisch)</ref>
Die Nachbargemeinden sind Città di Castello, Cortona (AR), Gubbio, Lisciano Niccone, Magione, Montone, Passignano sul Trasimeno, Perugia und Pietralunga.
Geschichte
Erstmals dokumentiert wurde der Ort 1189 als Fracta filiorum Uberti.<ref name="TouringClub" /> Am 25. Januar 1863 wurde der Ortsname Fratta zu Umbertide geändert. Der Ort unterstand Perugia ab 1189, als Ugolino di Uguccione seine Ländereien Perugia schenkte. 1362 erhielt der Ort seine Statuten, die 1521 bestätigt wurden. Schwer beschädigt wurde der historische Ortskern in der Zeit der französischen Besetzung und im Zweiten Weltkrieg.<ref>La storia e le origini della città - The origins and history of the town, offizielle Webseite von Umbertide, abgerufen am 15. Mai 2018 (italienisch und englisch)</ref>
Sehenswürdigkeiten
- Santa Maria della Reggia, Kirche kurz außerhalb der Stadtmauer, ab 1559 entstanden. Enthält von Niccolò Circignani das Gemälde Trasfigurazione, 1578 datiert.<ref name="TouringClub" />
- San Bernardino, ehemalige Kirche im Borgo inferiore, 1426 entstanden und 1768 restauriert.<ref name="TouringClub" />
- Santa Croce, ehemalige Kirche im Borgo inferiore, 1610 entstanden. Ist heute ein Museum und enthält von Luca Signorelli das Werk Deposizione della Croce, 1516 entstanden.<ref name="TouringClub" />
- San Francesco, Kirche im Borgo inferiore, 14. Jahrhundert.<ref name="TouringClub" />
- Santa Maria della Pietà, Kirche nördlich des Ortskerns, 1486 entstanden. Enthält Werke, die dem Pinturicchio zugeschrieben werden.<ref name="TouringClub" />
- Abbazia di San Salvatore di Montecorona. Gegründet wurde das Kloster vom Heiligen Romuald als Kamaldulenserabtei um 1008. Die dreischiffige Kirche wurde in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts restauriert. Im erhöhten Chorraum steht ein Ziborium aus dem 8. Jahrhundert. Eigentlich eine „Unterkirche“ ist die fünfschiffige Krypta, für deren Säulen und Kapitelle antikes und frühmittelalterliches Baumaterial verwendet wurde.
- Santi Cassiano e Ippolito, Kirche an der Straße nach Verna, die erstmals 1126 in einem Dokument von Papst Honorius II. erwähnt wurde.<ref>Onlineausgabe der La Repubblica zur Kirche Santi Cassiano e Ippolito, abgerufen am 15. Mai 2018 (italienisch)</ref>
- San Pietro, Kirche im Ortsteil Montecastelli, die von 1890 bis 1897 entstand.<ref>Onlineausgabe der La Repubblica zur Kirche San Pietro, abgerufen am 15. Mai 2018 (italienisch)</ref>
- Madonna del Sasso, Kirche in Polgeto, 12. Jahrhundert.<ref>Chiesa della Madonna del Sasso ‹Polgeto, Umbertide›, Webseite Chiese Italiane, Ufficio Nazionale per i beni culturali ecclesiastici e l’edilizia di culto e Servizio Informatico della Conferenza Episcopale Italiana, abgerufen am 15. Mai 2018 (italienisch)</ref>
- San Bartolomeo dei Fossi, heutige Kirchenruine an der Straße nach Preggio, die um 1350 entstand.<ref>Chiesa di San Bartolomeo dei Fossi ‹Preggio, Umbertide›, Webseite Chiese Italiane, Ufficio Nazionale per i beni culturali ecclesiastici e l’edilizia di culto e Servizio Informatico della Conferenza Episcopale Italiana, abgerufen am 15. Mai 2018 (italienisch)</ref>
- Madonna delle Grazie, Kirche im Ortsteil Preggio, 15. Jahrhundert.<ref>Chiesa della Madonna delle Grazie ‹Preggio, Umbertide›, Webseite Chiese Italiane, Ufficio Nazionale per i beni culturali ecclesiastici e l’edilizia di culto e Servizio Informatico della Conferenza Episcopale Italiana, abgerufen am 15. Mai 2018 (italienisch)</ref>
- Santissima Trinità in San Francesco, Kirche im Ortsteil Preggio, 12. Jahrhundert, erstmals 1163 als Canonica S.S. Trinità de Pejo erwähnt.<ref>Onlineausgabe der La Repubblica zur Kirche Chiesa di San Francesco Chiesa della Santissima Trinità in Preggio, abgerufen am 15. Mai 2018 (italienisch)</ref>
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Santa Maria della Reggia
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Santa Croce und San Francesco
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Santa Maria della Pietà
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Santi Cassiano e Ippolito
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San Bartolomeo dei Fossi
Wirtschaft
Die Ökonomie der Kommune von Umbertide ist traditionell und beruht auf den Erträgen aus der Landwirtschaft (Produktion von Olivenöl, Wein, Getreide, Tabak und auf der Rinder- und Schweinezucht); aber heute sichern auch die hier angesiedelten Industrieniederlassungen (in den Bereichen: Textilien, Metall- und Maschinenbau, Lebensmittel und Baustoffe), die lokalen Handwerksbetriebe (im Bereich Keramikherstellung und Holzverarbeitung) und der Fremdenverkehr dem Gebiet beachtliche Ressourcen.
Söhne und Töchter der Stadt
- Pietro Bottaccioli (1928–2017), Bischof von Gubbio
- Giovanni Costello (* 1966), Sänger, Pianist und Komponist
- Alessandro Alunni Bravi (* 1974), Jurist und Manager
- Valentina Lodovini (* 1978), Film- und Fernsehschauspielerin
- Francesco Magnanelli (* 1984), Fußballspieler
- Giovanni Faloci (* 1985), Leichtathlet
Literatur
- Klaus Zimmermanns: Umbrien. DuMont Buchverlag, Köln 1987, ISBN 3-7701-1815-4, S. 30.
- Touring Club Italiano: Umbria. Mailand 1999, ISBN 88-365-2542-3, S. 208 ff.
Weblinks
Einzelnachweise
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