Uni-Center (Bochum)
Das Uni-Center ist ein Einkaufszentrum in Stadtteil Querenburg von Bochum. Es entstand fast zeitgleich mit der benachbarten Ruhr-Universität Bochum und der Hustadt als deren urbaner Kern. Die Fertigstellung erfolgte 1973. Zum Unicenter zählen der Einkaufsbereich mit mehr als 26.000 m² Gewerbefläche, verschiedene Wohngebäude, das ehemalige Ökumenische Kirchenforum, heute Universitätsforum Bochum,<ref name="uniprot">Jens Wylkop: Von der Kirche zum Hörsaal. In: Presseinformation 278. Ruhr-Universität Bochum, 22. Oktober 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. November 2014; abgerufen am 14. Oktober 2014.</ref> und ein Hallenbad.
Anlage
Zeittypisch wurde die Großwohnsiedlung, die auf keinen alten Siedlungskern zurückgeht, als reine Fußgängerzone auf mehreren Ebenen angelegt. Die Mobilität wird über einen Bus- und einen Stadtbahnhof sichergestellt. Ein Parkhaus dient mit 600 Stellplätzen vor allem den Bürgern des Umlandes, die das Einkaufs- und Dienstleistungszentrum des Quartiers nutzen.
Das Zentrum des Uni-Center wurde von der Neuen Heimat und einem mit ihr verbundenen Unternehmen errichtet.<ref>Online-Architekturführer Ruhrgebiet. Suchergebnis: Bochum, Querenburger Höhe. In: ruhr-bauten.de. Abgerufen am 11. Oktober 2014.</ref> Der Bau galt während der Erstellung als Europas größte Baustelle. Er wurde Mitte der 1990er umfassend umgestaltet und renoviert. Große Teile des Centers werden als dringend sanierungsbedürftig eingestuft.<ref>Michael Wenzel: Licht & Schatten: Wohnungsverkäufe in Bochum. Hrsg.: Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgegend. Bochum 2009, ISBN 978-3-00-027176-2, S. 16 (archive.org [PDF; 3,9 MB]).</ref> Viele Ladengeschäfte stehen mit Stand 2022 leer.<ref>Volker Steude: Ist das Uni-Center Bochum noch zu retten? In: die-stadtgestalter.de. Die Stadtgestalter, 8. Mai 2022, abgerufen am 1. Juli 2022.</ref>
Die Wohnungen gingen 1986 nach dem Konkurs des Wohnungsunternehmens Neue Heimat zur VBW Bauen und Wohnen über. Das Einkaufszentrum wurde bis September 2006 von ECE Projektmanagement verwaltet.
Aktueller Haupteigentümer ist die Immobilienfirma Grand City Property (GCP), die das Uni-Center zum 1. Januar 2016 von der Dakota Investment SA mit Sitz in Luxemburg übernahm.<ref>Dominik Lenze: Das Bochumer Uni-Center bleibt ein Sorgenkind für die Stadt. In: waz.de. Funke Mediengruppe, 6. Juli 2016, abgerufen am 6. Juli 2016.</ref> Verwaltet wird der Besitz von der irischen Comer Immobilienmanagement GmbH & Co. KG.
Das 1974 eröffnete, westlich angrenzende Studentenwohnheim Querenburger Höhe 97, 99-100 mit 563 Plätzen in insgesamt drei Häusern und eigenem Parkhaus ging 1976 nach der Auflösung der Hochschulbau- und Finanzierungsgesellschaft an das Studentenwerk Akafö.
Am 22. Dezember 1976 wurde das städtische Hallenbad eröffnet. Es dient neben dem Breiten- und Vereinssport auch der Ruhr-Universität zu Ausbildungszwecken. Es verfügt über ein 50-m-Becken.<ref>Sven Westernströer: Unibad in Querenburg feiert runden Geburtstag. In: waz.de. Funke Mediengruppe, 23. Dezember 2016, abgerufen am 24. Dezember 2016.</ref>
Das von der katholischen und evangelischen Kirche 1972–1975 gemeinsam gebaute Kirchenforum wurde 2013 zu einem Seminarzentrum umgebaut.<ref>Hanspeter Zoller: Kirchenforum zum Schnäppchenpreis verschleudert. In: lokalkompass.de. FUNKE Media Sales NRW, 17. November 2011, abgerufen am 14. Oktober 2014.</ref><ref name="uniprot" /><ref>Wohnen in der KHG. In: kirche-vor-ort.de. Katholischen HochschulGemeinden Bochum, Essen und Duisburg, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Oktober 2014; abgerufen am 11. Oktober 2014.</ref> Die katholische Augustinuskirche im unteren Teil des Forums blieb als Bistumskirche erhalten und wird von der katholischen Hochschulseelsorge „CampusSegen“ genutzt und betrieben. Die Evangelische Hochschulgemeinde (ESG) ist ebenfalls einigen Räumen vertreten.
Weblinks
- Uni-Center Bochum-Querenburg. Website des Einkaufs- und Dienstleistungszentrums
- Schleichender Verfall. Film über das Uni-Center aus dem Jahr 2000, bochumschau.de
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 51° 26′ 51″ N, 7° 15′ 32″ O
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