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Universität Gent

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Universität Gent
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Motto Durf Denken ("Dare to Think")
Gründung 1817<ref>Facts and figures. Abgerufen am 4. August 2019.</ref>
Trägerschaft staatlich
Ort Gent, Belgien
Rektor Rik Van de Walle<ref>About us > Organization > Management and administration > Rector. Abgerufen am 4. August 2019.</ref>
Studierende 44000<ref>2019 Facts and figures. Abgerufen am 4. August 2019.</ref>
Mitarbeiter 15000<ref>2019 Facts and figures. Abgerufen am 4. August 2019.</ref>
Netzwerke CESAER, IAU
Website www.ugent.be

Die Universität Gent (niederländisch: Universiteit Gent; kurz: UGent), früher Rijksuniversiteit Gent (oder RUG), ist eine staatliche Universität in Flandern, Belgien, in der Stadt Gent.

Geschichte

Datei:Braemtzegel.png
Braemt-Siegel

Die Universität wurde 1817 von König Willem I. gegründet, um eine neue intellektuelle Entwicklung im Süden des Vereinigten Königreichs der Niederlande, des späteren Belgien, zu fördern, wo es im Gegensatz zum Norden noch keine Universität gab. Diese Politik führte auch zur Gründung der Universität Lüttich und der Reichsuniversität Löwen. Die UGent wurde feierlich am 9. Oktober 1817 eröffnet, der erste Rektor war Jean Charles van Rotterdam.

Datei:2021 Boekentoren - University Library of Ghent.jpg
Der sogenannte Bücherturm – entworfen vom Architekten Henry van de Velde

Nach der belgischen Revolution wurde die Genter Universität zu einem französischsprachigen Institut (bis dahin war die Unterrichtssprache Latein)<ref>Siehe: Hubert Nélis, Inventaire des archives de l'Université de l'État à Louvain, Brüssel, Hayez, 1917, S. 8: „tous les professeurs, à l'exception de ceux de littératures hollandaise et française, de la pratique du droit et des sciences économiques, devaient aux termes de la loi, se servir dans leurs leçons de la langue latine“.</ref>, damals die Sprache der intellektuellen Elite. Trotzdem unternahm die Flämische Bewegung Versuche, sie zu „verniederländischen“. Einen dieser Versuche gab es während des Ersten Weltkriegs 1917, aber nach dem Krieg wurde er rückgängig gemacht. Die Flämisierung der Universität Gent wurde im Ersten Weltkrieg unter anderem von der Flamenpolitik der deutschen Besatzer unterstützt. 1930 wurde die Universität endgültig niederländischsprachig. Der erste Rektor war August Vermeylen (bis 1932).

Die Universität hat unter anderem Jacques Rogge (2001), Jan Hoet (2000), Kofi Annan (2004), Linda Hutcheon (2005) und Desmond Tutu (2005) die Ehrendoktorwürde verliehen.

Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften gehört zu den besten 6 % der Wirtschaftshochschulen weltweit und ist international durch die AACSB akkreditiert.<ref>https://www.aacsb.edu/accredited/g/ghent-university. Abgerufen am 2. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Cijfers en rankings. Abgerufen am 2. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Organisation

An der Universität studieren über 41.000 Studenten, davon circa 1.100 aus anderen EU-Ländern und ungefähr 1.000 aus Nicht-EU-Ländern. An der Universität (ohne Universitätsklinik) sind an elf Fakultäten etwa 6.800 Mitarbeiter beschäftigt, davon ca. 920 Professoren und über 1.700 Assistenten und sonstige Forscher, dazu gut 1.900 drittmittelfinanzierte Wissenschaftler. Rektor ist Rik Van de Walle. Die Universität verfügt über einen Etat von über 400 Millionen Euro.

Eines der bekanntesten Gebäude der Universität ist der sogenannte „Bücherturm“ des Architekten Henry van de Velde, der die Universitätsbibliothek beherbergt. Der Turm ist eines der Wahrzeichen der Stadt.

Fakultäten

  • Geisteswissenschaften und Philosophie
  • Rechtswissenschaften
  • Naturwissenschaften
  • Medizin und Gesundheitswesen
  • Ingenieurwissenschaften
  • Ökonomie und Management
  • Veterinärmedizin
  • Psychologie und Erziehungswissenschaften
  • Bio-Ingenieurwissenschaften
  • Pharmazie
  • Politik- und Sozialwissenschaften

Bedeutende Professoren

Literatur

  • Gita Deneckere: From the ivory tower. 200 years of Ghent University. Tijdsbeeld, Gent 2018, ISBN 978-94-90880-19-4.
  • Ruben Mantels, Hans Vandevoorde: „Maar wat een wespennest!“ Het rectoraat van August Vermeylen en de vernederlandsing van de Gentse Universiteit. UGentMemorie, Gent 2010, ISBN 978-90-382-1654-6.
  • Jos Vinks: Der Nationalismus in Flandern, Geschichte und Idee. Vaterstetten, 1978.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Universität Gent – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Niederländischsprachig

Universität Antwerpen • Vrije Universiteit Brussel • Universität Gent • Universität Hasselt • Katholieke Universiteit Leuven

Französischsprachig

Universität von Namur • Université Saint-Louis – Bruxelles • Université catholique de Louvain • Université libre de Bruxelles • Universität Lüttich • Universität Mons

Mit Universitäten gleichgestellte Einzelfakultäten

Fakultät für protestantische Theologie • Evangelische Theologische Faculteit

Postuniversitär

College of Europe (Brügge) • Instituut voor Tropische Geneeskunde • Vlerick Business School • ICHEC Brussels Management School

Militär

Königliche Militärakademie

Grenzübergreifende Universitäten

Transnationale Universiteit Limburg

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Koordinaten: 51° 2′ 46″ N, 3° 43′ 39″ O

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