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Usninsäure

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Strukturformel von Usninsäure
Strukturformel ohne vollständige Stereochemie
Allgemeines
Name Usninsäure
Andere Namen
  • 2,6-Diacetyl-7,9-dihydroxy-8,9b-dimethyl-1,3(2H,9bH)-dibenzofurandion
  • Vorlage:INCI
Summenformel C18H16O7
Kurzbeschreibung

gelber Feststoff<ref name=roth/>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 204-740-7
ECHA-InfoCard 100.004.310
PubChem 24211
ChemSpider 22633
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 344,32 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,54 g·cm−3<ref name=roth>Datenblatt Vorlage:Linktext-Check (PDF) bei Carl RothVorlage:Abrufdatum</ref>

Schmelzpunkt

201–202 °C<ref name=roth/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302
P: keine P-Sätze<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Usninsäure ist ein natürlicher antibiotischer Wirkstoff, der aus Flechtenarten der Gattung der Bartflechten (Usnea) gewonnen wird. Die antimikrobielle Wirkung findet vor allem bei Infektionen der Haut, aber auch in Antischuppen-Präparaten Verwendung. Weitere Verwendung gibt es bei Infektionen der oberen Atemwege.

Die Verbindung ist chiral, wobei beide Antipoden in der Natur vorkommen.<ref>Oskar Widman: Zur Kenntniss der Usninsäure. In: Justus Liebig's Annalen der Chemie. 310, 1900, S. 230, doi:10.1002/jlac.19003100209.</ref> Die Enantiomeren schmelzen jeweils bei 203 °C.<ref name="Kuhnert-Brandstätter1979">Kuhnert-Brandstätter, M.; Friedl, L.: Beitrag zur thermischen Analyse und zur Polymorphie optischer Antipoden: Pantolacton, Methadon und Usninsäure, Mikrochim. Acta 1979 II, S. 97–110.</ref> Unter Wärmeeinwirkung erfolgt leicht eine Racemisierung.<ref>Beilsteins Handbuch der Organischen Chemie, EII 18 (1942) S. 241.</ref> Dabei bildet sich ein racemisches Gemisch mit einem Schmelzpunkt von 197 °C.<ref name="Kuhnert-Brandstätter1979"/>

Analytik

Der Gehalt an Usninsäure in einem Extrakt von Flechten lässt sich quantitativ mittels Kapillarelektrophorese bestimmen.<ref>Kreft, S. et Štrukelj, B. Reversed-polarity capillary zone electrophoretic analysis of usnic acid. Electrophoresis, 22:2755–2757, doi:10.1021/ac990198+.</ref>

Einzelnachweise

<references />