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Ust-Luga

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Vorlage:Infobox Ort in Russland Ust-Luga (Vorlage:RuS, Vorlage:FiS) ist eine ländliche Siedlung (possjolok) mit 2173 Einwohnern (Berechnung 2007) in Russland. Sie liegt bei der Mündung des Flusses Luga in die Lugabucht der Ostsee, unweit der Grenze zu Estland. Der Name leitet sich vom russischen Wort ustje für Mündung ab.

Geographie

Ust-Luga zählt zur Rajon Kingissepp der Oblast Leningrad und befindet sich etwa 100 km westlich von Sankt Petersburg. Die Siedlung ist Sitz der Landgemeinde Ust-Luschskoje selskoje posselenije, zu der neben Ust-Luga noch die zehn Dörfer Gakkowo, Kaibolowo, Kirjamo, Konnowo, Krakolje, Lipowo, Luschizy, Meschniki, Tiskolowo und Wybje sowie die drei Siedlungen Kurgolowo, Preobraschenka sowie bei der Bahnstation Ust-Luga gehören. Die Gesamteinwohnerzahl der Gemeinde beträgt 2835 (Vorlage:EWD).<ref>(Vorlage:EWQ)</ref>

Geschichte

Der Ort wurde erstmals 1676 auf einer schwedischen Karte von 1676 als Ostroff Hoff, von russisch Ostrow („Insel“) erwähnt. Dieser Name war bis in das 20. Jahrhundert in Gebrauch. Im 19. Jahrhundert wurde das Dorf als ischorische Siedlung mit dem ischorischen/finnischen Namen Laukaansuu erwähnt.

Wirtschaft

Bei Ust-Luga liegt der gleichnamige wichtige und meist eisfreie Seehafen, unter anderem mit einer Fährverbindung für Eisenbahn-, Auto- und Personenverkehr zwischen dem russischen Kernland und der Oblast Kaliningrad (Fährterminal Baltijsk); als deutsche Häfen werden regelmäßig Kiel und der Fährhafen Sassnitz auf Rügen angelaufen.

Seit 2011 ist ein von NCC und Eurogate errichtetes Containerterminal in Betrieb.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Seit 2012 ist ein Exportterminal für bis zu 28 Millionen Barrel Rohöl in Betrieb.<ref>FAZ vom 30. August 2010, Seite 15: Großbaustelle an der Ostsee</ref>

Mit Stand 2020 sollen bis 2024 werden neue Seeterminals für den Umschlag von Mineraldüngern, Kohle, Getreide und Stückgut mit einem Gesamtgewicht von fast 42 Millionen Tonnen errichtet werden.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

In Ust-Luga endet die Erdölpipeline BTS-2, die von Unetscha kommt.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

Rosterminalugol

Der russische Hafenbetreiber Rosterminalugol OAO hat seinen Sitz in Ust-Luga und betreibt hier eines der größten Kohleterminals Russlands. Laut Eigenangaben wurden im Jahr 2016 18,1 Millionen Tonnen Kohle umgeschlagen.<ref>Nikolai Loginow: Der Hafenumschlag von Rosterminalugol OAO stieg um 3,4 % auf 18 Mio. Tonnen, Gudok, 13. Januar 2017 (russisch).</ref>

Drohnenangriffe im Russisch-Ukrainischen Krieg

Im Rahmen des Russisch-Ukrainischen Krieges ereigneten sich am 21. Januar 2024<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> sowie am 24. August 2025 ukrainische Drohnenangriffe auf die Ölraffinerie in Ust-Luga.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters wurde durch den Angriff in 2025 die Exportkapazität von Ust-Luga voraussichtlich für 3 Wochen auf 350.000 Barrels pro Tag etwa halbiert.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Weitere Angriffe, diesmal auf die Export-Terminals am Hafen, fanden am 22., 25., 27., 29. und 31. März 2026 statt und lösten umfangreiche Brände aus.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Bildergalerie

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

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