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Uwe-Karsten Koch

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Uwe-Karsten Koch (* 10. Dezember 1941<ref>Uwe-Karsten Koch. Eintrag bei vollfilm.com.</ref><ref name="Trauer">Uwe-Karsten Koch. Traueranzeige. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung und Frankfurter Neue Presse vom 12. Juni 2021. Abgerufen am 14. Juni 2021</ref> in Stettin, Provinz Pommern; † 2. Juni 2021<ref name="Trauer"/><ref name="AO">IN TRAUER NEHMEN WIR ABSCHIED VON UWE-KARSTEN KOCH. Pressemitteilung der Alten Oper Frankfurt vom 18. Juni 2021. Abgerufen am 25. Juni 2021.</ref> in Neu-Isenburg) war ein deutscher Schauspieler und Regisseur.

Leben

Uwe-Karsten Koch begann seine Bühnenlaufbahn in der Spielzeit 1964/65 am Theater Bremen, wo er mit kurzen Unterbrechungen bis zum Ende der Spielzeit 1972/73 engagiert war.<ref>Uwe-Karsten Koch. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1965. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 73. Jg., Hamburg 1965, S. 202 und S. 597 (Register).</ref><ref>Uwe-Karsten Koch. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1973. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 81. Jg., Hamburg 1973, S. 212 und S. 719 (Register).</ref>

1964 verkörperte er am Theater Bremen die Rolle des Fish in Brechts Theaterstück Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui unter der Regie Peter Palitzschs. 1966 wirkte er unter der Regie von Peter Zadek in Schillers Drama Die Räuber mit. Außerdem spielte er in Bremen unter Zadeks Regie in Frühlings Erwachen. Die Aufführung wurde von Radio Bremen auch für das Fernsehen aufgezeichnet. Im September 1969 trat Koch in dem Lustspiel Das Kaffeehaus in einer Inszenierung von Rainer Werner Fassbinder auf.<ref>Das Kaffeehaus. Tutti il teatro di Rainer Werner Fassbinder</ref> 1969 übernahm er den Lord Adrian in einer Neuinszenierung von Shakespeares Spätwerk Der Sturm. 1971 spielte er die Rollen „Deutscher“ und „Höllenfürst“ in dem Stück Weltmeisterschaft im Klassenkampf von Peter O. Chotjewitz nach Motiven von Majakowski. Bei beiden Inszenierungen führte Klaus Michael Grüber Regie.<ref>In: Klaus Dermutz: Klaus Michael Grüber: Passagen und Transformationen, S. 182/163 (Auszüge bei Google Books)</ref>

Ab der Spielzeit 1973/74 war Koch für vier Spielzeiten am Theater Heidelberg engagiert.<ref>Uwe-Karsten Koch. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1974. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 82. Jg., Hamburg 1974, S. 341 und S. 753 (Register).</ref><ref>Uwe-Karsten Koch. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1977. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 85. Jg., Hamburg 1977, S. 194 und S. 886 (Register).</ref> Ab der Spielzeit 1977/78 gastierte er am Theater am Turm in Frankfurt am Main.<ref>Uwe-Karsten Koch. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1978. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 86. Jg., Hamburg 1978, S. 145 und 909 (Register).</ref><ref>Uwe-Karsten Koch. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1979. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 87. Jg., Hamburg 1979, S. 145 und 878 (Register).</ref> In der Spielzeit 1977/78 war er als Regisseur am „Frankfurter Resitenz-Theater DIE MAININGER“ verpflichtet.<ref>Uwe-Karsten Koch. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1978. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 86. Jg., Hamburg 1978, S. 149 und 909 (Register).</ref> Anfang bis Mitte der 80er Jahre trat er, jeweils mit einem Teilvertrag verpflichtet, mehrfach an der Freien Volksbühne Berlin auf.<ref>Uwe-Karsten Koch. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1985. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 93. Jg., Hamburg 1985, S. 40 und 944 (Register).</ref> 1994 trat er in der Alten Oper Frankfurt gemeinsam mit Brigitte Janner mit dem Theaterstück Love Letters von Albert Ramsdell Gurney auf.<ref>LOVE LETTERS - BRIGITTE JANNER - UWE-KARSTEN KOCH - FLIP GEHRING TRIO. Programmdetails. Abgerufen am 25. Juni 2021.</ref>

Gastengagements hatte er auch an den Städtischen Bühnen Frankfurt,<ref>Uwe-Karsten Koch. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1980. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 88. Jg., Hamburg 1980, S. 145 und 903 (Register).</ref><ref>Uwe-Karsten Koch. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1982. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 90. Jg., Hamburg 1982, S. 156 und 940 (Register).</ref> an der Komödie Basel<ref>Uwe-Karsten Koch. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1983. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 91. Jg., Hamburg 1983, S. 555 und 953 (Register).</ref> und am Hamburger Schauspielhaus. Insgesamt spielte er über 130 Theaterrollen.

Ab den 80er Jahren war Koch für einen Zeitraum von mehr als 25 Jahren auch als Programmgestalter für die Alte Oper Frankfurt tätig.<ref name="AO"/><ref name="FR">Thomas Stillbauer: Older people play guitar. In: Frankfurter Rundschau vom 7. April 2017. Abgerufen am 25. Juni 2021.</ref> Er organisierte über 1.700 Konzerte und engagierte Weltstars wie Charles Aznavour, Juliette Gréco, Mercedes Sosa, Mikis Theodorakis und Chuck Berry für Auftritte in der Alten Oper.<ref name="AO"/><ref name="FR"/> Er lud Schauspielkollegen wie Mario Adorf, Senta Berger und Bruno Ganz zu Lesungen ein und gestaltete ein „vielseitiges“ Kabarettprogramm.<ref name="AO"/> 1990 konzipierte er an der Alten Oper Frankfurt einen Erinnerungsabend für John Lennon.<ref>Die große Erinnerung. Notabene, September 1990</ref>

Koch wirkte in etwa 120 Kino- und TV-Produktion mit. Im Kino arbeitete er u. a. mit den Regisseuren Peter Adam in dessen Film Taunusrausch<ref>Taunusrausch. Filmdetails (Produktion, Besetzung). Offizielle Internetpräsenz Deutsches Filmhaus.</ref>, mit Alexander Kluge (als Vergewaltiger in dem Film Die Macht der Gefühle) und mit Sönke Wortmann zusammen. Er übernahm eine kleine Rolle in dem Fernsehmehrteiler Der Winter, der ein Sommer war (1976) und wirkte zwischen 1982 und 2003 in insgesamt sieben Folgen der Kriminalserie Ein Fall für zwei mit. In der Tatort-Folge Mordfieber (1999) verkörperte er, an der Seite von Ulrike Folkerts, einen Pfarrer.<ref>Tatort: Mordfieber. Produktionsdetails bei Cinema.de.</ref><ref>Vorlage:TV Spielfilm. Szenenfoto mit Ulrike Folkerts</ref>

Mehrfach trat er in der ARD-Fernsehshow Einer wird gewinnen als Schauspieler und Künstler auf, so 1982 in Ludwigshafen am Rhein und 1985 in Saarbrücken.

Koch arbeitete auch als Sprecher für Hörspiele. 1973 nahm er bei Radio Bremen das Kriminalhörspiel Zur Sache wird gehört von Nikolai von Michalewsky (1931–2000) auf.<ref>Zur Sache wird gehört. Eintrag bei HÖRDAT, die Hörspieldatendank (Nr. 42)</ref> 1976 wirkte er beim Süddeutschen Rundfunk in einer kleineren Rolle als Beamter in dem Science-Fiction-Hörspiel Ein Experiment des Doktor E. über die Bewohnbarkeit der Hölle von Hermann Ebeling mit.<ref>Ein Experiment des Doktor E. über die Bewohnbarkeit der Hölle. Eintrag bei HÖRDAT, die Hörspieldatendank (Nr. 30)</ref> 1976 übernahm er die Rolle des Postmeisters in dem Abenteuerhörspiel Der Kurier des Zaren.<ref>Der Kurier des Zaren. Besetzung.</ref>

Koch war auch als Regisseur und Autor tätig. Neben Lyrik und einigen Kurzgeschichten schrieb er mehrere Theaterstücke und Romane sowie den literarischen Essay Papa und seine Frauen über Ernest Hemingway.

Koch, der seit Ende der 80er Jahre in Neu-Isenburg wohnhaft war,<ref>Uwe-Karsten Koch. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1990. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 98. Jg., Hamburg 1985, S. 818 (Register).</ref> starb Anfang Juni<ref name="AO"/> 2021 im Alter von 79 Jahren an seinem langjährigen Wohnort.

Filmografie (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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