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Uwod

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Vorlage:Infobox Fluss

Die Uwod (Vorlage:RuS) ist ein 185 km langer linker Nebenfluss der Kljasma im europäischen Teil Russlands.

Verlauf

Die Uwod entspringt in einem Sumpfgebiet unweit des Dorfes Piszowo in der westlichen Oblast Iwanowo. Von dort fließt sie in Richtung Osten durch hügeliges, sumpfiges Gelände, ehe sie bereits nach wenigen Kilometern in den Uwod-Stausee (Uwodskoje Wodochranilischtsche, Vorlage:RuS) einmündet. Der 1937 erbaute, 37 km lange Stausee ist durchschnittlich 1,5 km breit und 15 m tief.<ref name="ktmz"/> Er dient hauptsächlich der Wasserversorgung der Stadt Iwanowo. Da das Wasser der Uwod den Verbrauch der Stadt nicht decken konnte, wurde von 1960 bis 1966 ein Kanal von der Wolga zur Uwod errichtet.<ref name="ktmz">Vorlage:Webarchiv, Beschreibung der Uwod (russ.)</ref> Der 78 km lange Wolga-Uwod-Kanal beginnt am rechten Wolga-Ufer etwa 8 km unterhalb von Pljos und mündet in den Uwod-Stausee.

Der Fluss verlässt den Stausee an seinem Südende, direkt an der Grenze des Stadtgebiets von Iwanowo. Er durchfließt die Stadt und nimmt die Talka und die Charinka auf. Unmittelbar südöstlich von Iwanowo durchfließt die Uwod Kochma, eine Satellitenstadt Iwanowos. Unterhalb der Stadt wendet sie sich nach Süden, wo ihre beiden wichtigsten Nebenflüsse, die 89 km lange Uchtochma und die 86 km lange Wjasma im Abstand von nur 12 km einmünden.<ref name="ktmz"/><ref name="aquaexpert">Uwod auf aquaexpert.ru (russ.)</ref> Der Fluss durchfließt hier ein bewaldetes, schroffes Tal und lagert aufgrund der verringerten Fließgeschwindigkeit Sand an seinen Ufern ab. Er bildet zahlreiche Altarme aus und beginnt immer stärker zu mäandrieren.

Etwa 10 km nordwestlich von Kowrow erreicht die Uwod die Oblast Wladimir. Hier verwildert sie sehr stark. Sie passiert die Stadt wenig nördlich des Stadtgebietes und mündet wenige Kilometer später schließlich in die Kljasma.

Hydrologie und Nutzung

Die Uwod wird vorwiegend von Schneeschmelzwasser gespeist. Sie ist durchschnittlich von November bis April gefroren.<ref name="GSE"/> Von ihren Nebenflüssen sind 14 länger als 10 km.<ref name="aquaexpert"/> Die Uwod besitzt ein durchschnittliches Gefälle von 0,198 m/km.<ref name="ktmz"/>

Die in Iwanowo seit den Zeiten Peters des Großen angesiedelte Textilindustrie nutzte die Uwod sowohl als Quelle für Brauchwasser als auch zur Entsorgung der entstandenen Abwässer.<ref name="svyato">Beschreibung der Uwod auf svyato.info (russ.)</ref> Dies führte zu einer so starken Verschmutzung, dass in dem Fluss, der in früheren Zeiten für seinen Fischreichtum bekannt war und dessen Wasser als Trinkwasser genutzt worden war, bereits Ende des 19. Jahrhunderts kaum noch Fische lebten, und die Menschen an seinem Lauf gezwungen waren, Trinkwasserbrunnen zu bohren.<ref name="svyato"/><ref name="br-ef">Uwod im Brockhaus-Efron - Enzyklopädisches Wörterbuch, zitiert in der russischen Online-Enzyklopädie Академик/Akademik (russ.)</ref>

Weblinks

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Einzelnachweise

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