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Valdemārpils

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Valdemārpils (dt. Saßmacken)
Wappen von Valdemārpils
Valdemārpils (Lettland)
Valdemārpils (Lettland)
Einwohner Zahlenformat
Basisdaten
Staat: Lettland Lettland
Verwaltungsbezirk: Talsu novads
Koordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Lettland/Region zu ISO-Code_type:city 57° 22′ N, 22° 36′ O keine Zahl: Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl LVKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Lettland/Region zu ISO-Code_type:city 57° 22′ 14″ N, 22° 35′ 31″ O
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Einwohner: Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl LV (Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“)
Fläche: 3,84 km²
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“ Einwohner je km²
Stadtrecht: seit 1917
Webseite: www.valdemarpils.lv
Datei:Valdemarpils luteranu baznica 2.jpg
Blick auf Valdemārpils
Datei:Sasmakas ezers2.JPG
Sasmakasee

Valdemārpils (bis 1926 Sasmaka, deutsch Saßmacken) ist eine Stadt im Nordwesten Lettlands in der Landschaft Kurland, gelegen am langgezogenen Sasmakasee. Im Jahre [[:V zählte Valdemārpils Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl LV Einwohner.<ref>Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl LV</ref>

Geschichte

Um den Ort wurden unter anderem Reste skandinavischer Drachenschiffe gefunden. 1231 wird in einem Dokument die kurische Siedlung erwähnt. Diese gehörte ab 1253 zum Bistum Kurland. 1580 wird Saßmacken als „Sansmagen“ erstmals urkundlich erwähnt.<ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3412068896 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref> Es wird vermutet, dass sich der Handelsplatz nach 1570 bildete, als Bischof Magnus den Juden erlaubte, sich im Bistum niederzulassen.

Durch den wirtschaftlichen Aufschwung während der Zeit Jakob Kettlers entwickelte sich auch Saßmacken, welches 1646 eine Kirche und 1656 Marktrechte erhielt. Die Handelswaren wurden den Fluss Roja hinunter zum gleichnamigen Hafen Roja verschifft. Im Zweiten Nordischen Krieg wurde die Gegend von den Schweden verwüstet und in der Pest-Epidemie 1711 während des großen Nordischen Krieges starb der Ort fast aus.

1795 fiel Saßmacken als Teil des Herzogtums Kurland an das Russische Kaiserreich und gehörte fortan zum Gouvernement Kurland. Der Handel lebte wieder auf. 1863 waren 1182 (83,1 %) Einwohner jüdischen Glaubens.<ref name="Rusmanis-Vīks">Sigurds Rusmanis, Ivars Vīks: Kurzeme. Izdevniecība Latvijas Enciklopēdija, Riga 1993, ISBN 5-89960-030-6, S. 136 (lettisch).</ref> Saßmacken galt als die „jüdische Hauptstadt“ Kurlands. Neben der Synagoge gab es je eine lutherische und eine orthodoxe Kirche. Außerdem bestanden verschiedene Schulen und Lehranstalten.

Im Ersten Weltkrieg war Kurland ab 1915 von der Deutschen Armee besetzt. Anfang 1917 wurde eine 600-mm-Schmalspurbahnstrecke zwischen Valdgale (Waldegahlen) und Roja mit Zwischenhalt in Saßmacken errichtet, das Stadtrechte erhielt. Die Bahnstrecke wurde 1963 stillgelegt.

Im nunmehr unabhängigen Lettland änderte sich nach 1920 die Bevölkerungszusammensetzung grundlegend durch den Zuzug von Letten (1935: 82 %) und die Abwanderung vieler Juden und Deutschbalten.

1926 wurde die Stadt zu Ehren von Krišjānis Valdemārs, des Journalisten, Schriftstellers und Gründers der Bewegung der Jungletten, der in jungen Jahren Lehrer in Saßmacken gewesen war, in „Valdemārpils“ umbenannt.<ref name="Rusmanis-Vīks" /> In den 1930er Jahren erfuhr die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort zuerst von der Roten Armee (1940) und dann von der deutschen Wehrmacht (1941–1945) besetzt. In der Zeit der Lettischen SSR existierten verschiedene Industriebetriebe.

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Siehe auch

Literatur

  • Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3412068896 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
  • Astrīda Iltnere (Red.): Latvijas Pagasti, Enciklopēdija. Preses Nams, Riga 2002, ISBN 9984-00-436-8.

Weblinks

Commons: Valdemārpils – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />