Zum Inhalt springen

Vassocaletis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vassocaletis war ein keltischer Gott, der nach der Interpretatio Romana mit dem römischen Mercurius gleichgesetzt wurde.

Quellen

Eine Inschrift aus Bitburg (Beda, römische Provinz Gallia Belgica) im Gebiet der Treverer war dem MERCVR VASSOCALETI gewidmet.<ref>CIL {{#if: | 13 |{{#if:|{{#invoke:FormatNum|roman|13|apo}}|{{#ifexpr: abs 13 < 5000|{{#invoke:FormatNum|roman|13|none}}|{{#invoke:FormatNum|roman|13|over}}}}}}}}, 4130 In h(onorem) d(omus) [d(ivinae)] / deo Mercur[io] / Vassocaleti / Mandaloniu[s] / Gratus d(onum) [d(edit)]</ref> Als der alemannische König Chrocus um 260 in Gallien einfiel, plünderte er in Clermont-Ferrand im Lande der Arverner den Berg-Tempel des Mercurius; nach Gregor von Tours habe der Gott in Gallien Vasso Galate geheißen.<ref>Gregor von Tours: Decem libri historiarum, Buch 1 hist. Franc. 32.</ref>

Etymologie

Der gallische Name Vassocaletis bedeutet wahrscheinlich „hart als Gefolgsmann/Vasall“ oder „Gefolgsmann-Held“, vom indogermanischen *upostos („der darunter steht“), gallisch *ṷassos, altirisch foss, kymrisch gwas (alle drei „Bursche“, „junger Dienstmann“; im Sinne des mittelalterlichen „Knappen“). Der zweite Namensteil wird vom indogermanischen *kal- („hart“, „schwielig“), urkeltisch *kaleto- („Held“) abgeleitet.<ref name="HB">Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. S. 597, 665 f, Anm. 5.</ref>

Als Patron der „Knabenschaften“, „Jungkriegerverbände“ und „Gefolgschaften“ wird Vassocaletis manchmal mit Iovantucarus gleichgesetzt.<ref name="HB" />

Literatur

  • Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. 2. korrigierte und erweiterte Auflage. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1997, ISBN 3-7001-2609-3.
  • {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />