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Vibrationskreisel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ein Vibrationskreisel ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=en|SCRIPTING=Latn|SERVICE=englisch}}, VSG) ist ein Sensor zur Messung der Drehrate und damit des Drehwinkels eines Körpers im Raum. Die Drift preiswerter Sensoren beläuft sich auf unter 10°/h.

Ein Vibrationskreisel besteht aus einem schwingfähigen System, beispielsweise einem Schwingquarz. Wird der Quarz senkrecht zur Auslenkungsrichtung <math>a</math> mit der Winkelgeschwindigkeit <math>\omega</math> gedreht, wirkt die Corioliskraft

<math>F \sim \left( \frac{\mathrm da}{\mathrm dt} \times \omega \right)</math>

senkrecht auf das Schwingsystem. Die Verzerrung kann von einem piezoelektrischen Aufnehmer detektiert werden.

Das Wort Kreisel ist hierbei, wie auch beim Faser- oder Laserkreisel, vom Kreiselinstrument übernommen, welches klassischerweise zur Bestimmung der Orientierung im Raum eingesetzt wurde.

Die Schwingkölbchen bei Insekten arbeiten nach dem Prinzip eines Vibrationskreisels.

Literatur