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Villebois-Lavalette

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Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich

Villebois-Lavalette ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=oc|SCRIPTING=Latn|SERVICE=okzitanisch}}) ist eine westfranzösische Gemeinde mit {{#if:|{{#invoke:Vorlage:EWZ|EinwohnerzahlSumme}}|{{#if: {{#iferror: {{#ifexpr: {{#invoke:Str|len|16.408 }} = 9 | SIREN | {{#ifexpr: 01 <= {{#invoke:Str|left|16.408|2}}

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Lage

Der Ort liegt etwa 25 Kilometer (Fahrtstrecke) südöstlich von Angoulême in der Grenzregion zum Périgord auf einem Bergrücken oberhalb des Flüsschens Voultron in einer Höhe von etwa 150 Metern ü. d. M.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012
Einwohner 654 663 772 749 765 730 775 740

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte die Gemeinde stets zwischen 800 und knapp 1000 Einwohner; infolge der Reblauskrise im Weinbau und der Mechanisierung der Landwirtschaft sank die Einwohnerzahl danach kontinuierlich auf die Tiefststände der 1960er Jahre ab.

Wirtschaft

Die Einwohner der Gemeinde lebten jahrhundertelang von der Landwirtschaft; die Böden der Gemeinde gehören zu den Bons Bois des Weinbaugebietes Cognac, doch sind die Absätze bei teuren Weinbränden in den letzten Jahrzehnten eher rückläufig, so dass der Weinbau keine bedeutende Rolle mehr spielt. Einnahmen aus Kleinhandel und Handwerk sowie aus der Verwaltung und dem Tourismus, insbesondere der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes), spielen dagegen seit den 1960er Jahren eine nicht unwichtige Rolle für die Einnahmen der Gemeindekasse.

Geschichte

In gallorömischer Zeit existierte hier eine Villa an der Straße, die Périgueux mit Saintes verband. Im Mittelalter war Villebois eine bedeutende Baronie, die von den Familien Fulcher de Villebois (8. Jahrhundert), Hélie (10. Jahrhundert) und Ithier (12. Jahrhundert) nacheinander beherrscht wurde; ihre Spuren finden sich in den Berichten über die Kreuzzüge wieder. Eine Burg wird für die Zeit um 988/1028 in Villebois bezeugt. Der Graf von Angoulême herrschte über die Kirche Saint-Romain in castro Villaboensi.<ref>A. Debord, La société laïque dans les pays de la Charente, Paris, 1984, S. 144.</ref> Mittelalterliche Ortsbezeichnungen lauteten Villaboen (1151), Villabohe (1246) oder Villaboe (1266).

Im August 1226 ging Villebois in den Besitz der Lusignan über, die als Grafen von Angoulême die Stadtmauer mit ihren sieben Türmen bauen ließen. Während der Hugenottenkriege (1562–1598) wurde Villebois weitgehend zerstört.

Zu den Herren von Villebois zählt auch das Haus Mareuil. Im Jahre 1590 belagerte Jean Louis de Nogaret de La Valette, Herzog von Épernon, die Burg, acht Jahre später kaufte er sie.<ref>Jean-Paul Gaillard, Châteaux, logis et demeures anciennes de la Charente, Paris, 1993, S. 939–946.</ref> Durch Patentbrief vom März 1622 wurde Villebois zum Herzogtum und zur Pairie erhoben, der Name des Ortes wurde damals um Lavalette ergänzt.

Der junge König Ludwig XIII. hielt sich hier Ende 1615 mit seiner Ehefrau auf Einladung des Herzogs von Épernon auf.

Im Dezember 1660 erwarb Philippe II. de Montaut-Bénac, duc de Navailles das Château de Villebois mit seinen Ländereien, sowie dessen Titel und Würden vom duc d’Épernon und führte es von da an unter dem Namen „Duché-pairie de Montaut“<ref>„Duc de Navailles“, Buch V, S. 196.</ref>

Im Jahr 1662 zog sich der Herzog von Navailles, von Ludwig XIV. vom Hof verbannt, nach Villebois zurück. Er ließ die alte Festung abreißen und ab 1667 ein Schloss bauen, von dem nur noch der Nordflügel erhalten ist.<ref>Bulletin et mémoires de la Société archéologique et historique de la Charente, 1911.</ref> An Stelle der alten Markthalle errichtete er 1665 die aktuelle, während seine Ehefrau im gleichen Jahr den Ursulinenkonvent gründete.<ref>Jean Tautou, Histoire de Villebois et de son château, A.C.V.L., Villebois-Lavalette, S. 30.</ref>

Sehenswürdigkeiten

Datei:Villebois eg1.JPG
Kirche Saint-Romain

Persönlichkeiten

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

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