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Vordach

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Datei:Vordach, Bahnhof Göttingen (2019).jpg
Vordach über dem Haupteingang des Bahnhofs Göttingen

Ein Vordach (in Niederdeutschland auch Abdach) ist als Bauteil ein vorspringendes Dach vor einem Gebäude, das ursprünglich nur in begrenzter Ausdehnung über einem Eingang oder Sitzplatz<ref>Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur (= Kröners Taschenausgabe. Band 194). 4. überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-520-19404-6 (Digitalisat auf moodle.unifr.ch, abgerufen am 14. September 202), S. 499: Vordach.</ref> angeordnet ist und dem Schutz vor Witterung dient.<ref>Thomas Eißing, Benno Furrer, Stefan King, Ulrich Knapp, Anja Krämer, Burghard Lohrum, Tilmann Marstaller, Claudia Mohn, Heinz Pantli, Daniel Reicke: Vorindustrieller Holzbau in Südwestdeutschland und der deutschsprachigen Schweiz. Terminologie und Systematik. (= Südwestdeutsche Beiträge zur historischen Bauforschung, Sonderband). Eßlingen 2012, ISBN 978-3-942227-11-7 (Digitalisat auf journals.ub.uni-heidelberg.de, abgerufen am 15. März 2026), Seite 101–103: Vordach.</ref>

Wenn ein Vordach über einem Haupteingang angeordnet ist, wird es architektonisch oft auffällig gestaltet, um den Eingang besonders zu betonen. Vordächer können alle Dachformen annehmen. Die meisten Vordächer sind als Auskragung konstruiert, es gibt jedoch auch selbständig aufgeständerte Vordächer, die separat vor dem Gebäude stehen.

Vordächer können funktional erweitert auch als Unterstand (Schutzdach)<ref>Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur (= Kröners Taschenausgabe. Band 194). 4. überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-520-19404-6 (Digitalisat auf moodle.unifr.ch, abgerufen am 14. September 2025), S. 423: Schutzdach.</ref> dienen, beispielsweise gebäudebreit über einer Schaufensterzone.

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />