Wadi Howar
Wadi Howar (Vorlage:ArS), auch Gelber Nil genannt, ist ein Wadi im Sudan.
Verlauf
Das 1100 km lange Flussbett kommt aus dem Tschad und bildet im Oberlauf die Staatsgrenze zum Sudan.<ref>University of Texas Libraries - Abeche Sheet ND 34, AMS 2, First Edition, 1943</ref> Hier trennt es Westdarfur und die Borkou-Ennedi-Tibesti-Region. In der Regenzeit fließt es maximal 100 Kilometer durch den sudanesischen Bundesstaat Norddarfur.
Klimageschichte
Während der sogenannten „grünen Sahara-Zeit“, dem Neolithischen Subpluvial (etwa 10.000 bis 3000 v. Chr.), mündete das Wadi Howar als wichtigster Nebenfluss aus der Sahara auf dem Gebiet des heutigen sudanesischen Bundesstaates asch-Schamaliyya bei Alt Dunqula in den Nil.<ref name="AID">Vorlage:Literatur</ref>
Archäologie
Archäologische Fundstätten wie z. B. die napatanische Festung Gala Abu Ahmed zeugen von der Bedeutung des Wadis in historischer Zeit.<ref>Dieter Eigner, Friederike Jesse: Im Westen viel Neues - Die Grabungen 2008/09 in der Festung Gala Abu Ahmed. In: Der Antike Sudan. MittSAG 20, 2009. S. 141–158 (PDF)</ref>
Heutige Bedeutung
Die oberen Teile des Wadi stellen auch noch heute einen saisonalen Weidegrund für nomadische Gruppen der Kababish und Hawawir dar.
Krokodile
In einem fast ausgetrocknetem See leben maximal noch 6 Krokodile.
Literatur
- Vorlage:Literatur
- Gabriel, Baldur; Kröpelin, Stefan; Richter, Jürgen; Cziesla, Erwin: Parabeldünen am Wadi Howar., Geowissenschaften in unserer Zeit, 3(4), 105–112, 1985, doi:10.2312/geowissenschaften.1985.3.105
Weblinks
Einzelnachweise
<references />