Zum Inhalt springen

Walter Quakernack

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Walter Friedrich Wilhelm Quakernack (* 9. Juli 1907 in Senne II bei Bielefeld; † 11. Oktober 1946 in Hameln) war ein deutscher SS-Oberscharführer und Kriegsverbrecher, der als Angehöriger der Politischen Abteilung (Lagergestapo) im KZ Auschwitz eingesetzt war. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Quakernack im zweiten Bergen-Belsen-Prozess zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Leben

Walter Quakernack bestritt seinen Lebensunterhalt als Handlungsgehilfe. Er trat zum 1. August 1931 der NSDAP (Mitgliedsnummer 616.135)<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/33451437</ref> und 1933 der SS bei (SS-Nummer 125.266).<ref>Andrea Rudorff (Bearb.): Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945 (Quellensammlung) Band 16: Das KZ Auschwitz 1942–1945 und die Zeit der Todesmärsche 1944/45. Berlin 2018, ISBN 978-3-11-036503-0, S. 192, Fn. 7.</ref> Ab Juni 1940 war Quakernack Angehöriger der Lagermannschaft des KZ Auschwitz. Er fungierte dort als Referent in der Politischen Abteilung (Lagergestapo), dann im Aufnahme- und Entlassungsbüro und leitete danach das Lagerstandesamt.<ref name="Grotum221f">Thomas Grotum: Das digitale Archiv – Aufbau und Auswertung einer Datenbank zur Geschichte des Konzentrationslagers Auschwitz, 2004, S. 221f.</ref> Zudem war er Leiter der Krematoriumsverwaltung des Stammlagers und soll Ende 1941 in Block 11 an der ersten Vergasung sowjetischer Kriegsgefangener teilgenommen haben.<ref name="Klee474">Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich, Frankfurt am Main 2007, S. 474.</ref> Des Weiteren erschoss er Häftlinge an der Schwarzen Wand und im Alten Krematorium.<ref>Ernst Klee: Auschwitz. Täter, Gehilfen, Opfer und was aus ihnen wurde. Ein Personenlexikon, Frankfurt am Main 2013, S. 332, S. 326</ref> Am 1. September 1942 erfolgte seine Beförderung vom Unter- zum Oberscharführer und ein Jahr später, am 15. September 1943, erhielt er das Kriegsverdienstkreuz II. Klasse mit Schwertern.<ref name="Grotum221f"/> Im Oktober 1943 kam es zu einem Zwischenfall, bei dem die Tänzerin Franciszka Mann Quakernack seine Waffe entwendete und mit dieser einen SS-Mann tötete sowie einen weiteren verletzte.<ref>Franziska Mann: Widerstand vor der Tür des Todes auf http://www.auschwitz.info</ref>

Ab April 1944 leitete Quakernack das Nebenlager Laurahütte des KZ Auschwitz III Monowitz. Dieses Lager, eine Gießerei und Berghütte der Königs- und Bismarckhütte A.G, wurde im Januar 1945 im Zuge der Evakuierung des KZ Auschwitz geräumt und die Häftlinge in das Außenlager des KZ Neuengamme Hannover-Mühlenberg überführt. Dort mussten die Häftlinge unter dem Lagerleiter Quakernack bei der Hannoverschen Motoren AG (Hanomag) für die Rheinmetall-Borsig AG Flakgeschütze produzieren. Nach der Räumung dieses Lagers am 6. April 1945 gelangten die Häftlinge unter Quakernack nach einem „Todesmarsch“ am 8. April 1945 in das KZ Bergen-Belsen, welches am 15. April 1945 befreit wurde.<ref name="Rudorff271f">Andrea Rudorff: Laurahütte. In: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Band 5: Hinzert, Auschwitz, Neuengamme. C.H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-52965-8, S. 271f.</ref>

Vom britischen Militärgerichtshof wurde Quakernack im zweiten Bergen-Belsen-Prozess am 30. Mai 1946 in Celle wegen seiner Taten im KZ Bergen-Belsen und Auschwitz zum Tode verurteilt.<ref>Claudia Taake: Angeklagt: SS-Frauen vor Gericht Universität Oldenburg 1998, ISBN 3-8142-0640-1, S. 131</ref> Das Urteil wurde am 11. Oktober 1946 im Gefängnis Hameln durch den Henker Albert Pierrepoint vollstreckt.<ref name="Klee474"/>

Literatur

  • {{#ifexist:Vorlage:bibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|9783100393333}}

| {{bibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|9783100393333}}

  |record = Vorlage:bibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|9783100393333}}
  |format = Literatur
  |Autor = 
  |Titel = 
  |TitelErg = 
  |Band = 
  |Auflage = 
  |Kommentar= 
  |Kapitel = 
  |Seite = 
  |Seiten = 
  |Spalten = 
  |ArtikelNr = 
  |Fundstelle = 
  |DOI = 
  |Online = 
  |URL = 
  |Linktext = 
  |Format = 
  |KBytes = 
  |Abruf = 
  |Typ = 

}}{{#ifeq: 0 | 0

   | {{#invoke:TemplatePar|check
       |all= 1=
       |opt= 2= format= Autor= Titel= TitelErg= Hrsg= Sammelwerk= WerkErg= Band= Nummer= Auflage= Datum= Sprache= NummerReihe= BandReihe= HrsgReihe= Kommentar= Kapitel= Seite= Seiten= Spalten= ArtikelNr= Fundstelle= DOI= Online= URL= Linktext= Format= KBytes= Abruf= Typ=

|template=Vorlage:bibISBN |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:BibISBN}}

     }}

| {{#if:||{{#if:{{#invoke:URIutil|plainISBN|9783100393333}}|Der BibISBN-Eintrag [[Vorlage:BibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|9783100393333}}]] ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen {{#ifeq:Vorlage:bibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|9783100393333}}|Walter Quakernack|{{#switch:{{{LINK}}}|JA=|NEIN=}}}}[[[:Vorlage:Neuer Abschnitt/URL]] neuen Eintrag] an.|Die angegebene ISBN „9783100393333“ ist fehlerhaft. Bitte prüfe und korrigiere die ISBN.}}{{#ifeq: 0 | 0 | }}}}}}, S. 326.

  • Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8.
  • Thomas Grotum: Das digitale Archiv – Aufbau und Auswertung einer Datenbank zur Geschichte des Konzentrationslagers Auschwitz, 2004, Campus, ISBN 3-593-37481-1.
  • Wacław Długoborski, Franciszek Piper (Hrsg.): Auschwitz 1940-1945. Studien zur Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Verlag Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, Oswiecim 1999, fünf Bände: I. Aufbau und Struktur des Lagers. II. Die Häftlinge – Existentzbedingungen, Arbeit und Tod. III. Vernichtung. IV. Widerstand. V. Epilog., ISBN 83-85047-76-X.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

{{#ifeq: p | p | | {{#if: 1140534335977150688319012660000 | |

}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 1140534335 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 1140534335 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 977150688319012660000 | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 977150688319012660000 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung

{{#if: Quakernack, Walter | {{#if: Quakernack, Walter Friedrich Wilhelm (vollständiger Name) | {{#if: deutscher SS-Oberscharführer im KZ Auschwitz | {{#if: 9. Juli 1907 | {{#if: Senne II bei Bielefeld | {{#if: 11. Oktober 1946 | {{#if: Hameln |

Vorlage:Wikidata-Registrierung