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Wassermann (Radar)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:German FuMG 402 Wassermann radar at Bergen-aan-Zee c1943.jpg
Wassermann-Radar in Bergen-aan-Zee.

Das Radargerät (Funkmessgerät (FuMG)) mit dem Decknamen „Wassermann“ (FuMG.402) war eine Weiterentwicklung des FuMG.80 „Freya“ und wurde im Zweiten Weltkrieg zur sogenannten „Fernstsuche“ eingesetzt. Die Geräte für den ortsfesten Einsatz wurden ab 1942 bei der GEMA unter der Leitung von Theodor Schultes entwickelt. Ziel der Arbeiten war es, durch eine Verbesserung der Antennenanlage ohne große Schaltungsänderungen am Sender und Empfänger des Freya-Gerätes dessen Reichweite und Peilgenauigkeit zu erhöhen.

Entwicklung

Datei:Wassernmann L Girder Chimney radar illustration.png
Wassermann L(eicht) mit Gittermast

Es wurden insgesamt sieben verschiedene Ausführungen entwickelt.<ref>Übersicht der Fernstsuchgeräte im Deutschen Atlantikwall-Archiv.</ref> Die beiden wichtigsten Varianten sind nachfolgend erläutert:

  • Das Funkmessgerät FuMG.41 „Wassermann L“ („leicht“) war die Zusammenschaltung von vier Freya-Antennenfeldern übereinander auf einem 40 Meter hohen drehbaren Stahlgittermast.
  • Eine weitere Ausführung war das FuMG.42 „Wassermann S“ („schwer“). Dafür wurden acht Freya-Antennenfelder auf einem 60 Meter hohen Rohrmast montiert, vier übereinander und zwei nebeneinander.

Die Zusammenschaltung der Antennenfelder ergab eine Bündelung des Strahlungdiagrammes. Es konnte so bei gleichbleibender Sendeleistung eine höhere effektive Strahlungsleistung (ERP) erzielt werden und damit verbunden auch eine höhere Reichweite. Dies wurde allerdings erkauft durch einen höheren Materialeinsatz. Die Zusammenschaltung von Antennen übereinander bei „Wassermann L“ ergab ein flacheres vertikales Strahlungsdiagramm und eine höhere Reichweite bei gleichbleibendem Öffnungswinkel, die Peilgenauigkeit blieb somit gleich. Durch eine Reihung nebeneinander beim „Wassermann S“ konnte auch die Peilgenauigkeit verbessert werden.

Technische Daten

Datei:Wassermann Cylinder Chimney radar illustration.png
Wassermann S(chwer) mit Rohrmast
Kenngröße Daten
Suchbereich Mechanische Schwenkung um 360°<ref>Gebhard Aders: Geschichte der deutschen Nachtjagd. 1917 – 1945. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1977, ISBN 3-87943-509-X, S. 357.</ref>
Reichweite Abhängig von Flughöhe und Aufstellungshöhe, z. B.
Flughöhe Reichweite
50 m   35 km
6.000 m  190 km
Entfernungs­mess­genauigkeit ± 300 m
Peilgenauigkeit
  • Seite: ± ¼°
  • Höhe: ± ¾° (im Bereich von 3–18°)
  • Höhenmessung möglich
Erfassungs­möglichkeit von Hochzielen Wahrscheinlich bis 12.000 m
Gewicht 30–60 t
Masthöhe 37–57 m
Mastbreite 6–12,40 m
Störfestigkeit durch drei unterschiedliche, kontinuierliche Frequenzbereiche
  • 1,9–2,5 m
  • 1,2–1,9 m
  • 2,4–4,0 m
Kennung Gegen Erstling

Siehe auch

Literatur

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  • Werner Müller: Bodenfunkmessgeräte der deutschen Luftwaffe bis 1945 (= Waffen-Arsenal. 132). Podzun-Pallas Verlag GmbH, Friedberg (Hessen) 1992, ISBN 3-7909-0422-8.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />