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Weingut Müller-Catoir

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Datei:Weingut Müller-Catoir.jpg
colspan="2" style="background:#CEDAF2; color:#Vorlage:Standardfarbe;" | Daten
Ort Neustadt an der Weinstraße
Baustil Neurenaissance, Barock
Baujahr um 1600
Koordinaten 49° 21′ 40,8″ N, 8° 8′ 16,8″ OKoordinaten: 49° 21′ 40,8″ N, 8° 8′ 16,8″ O
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Weingut Müller-Catoir (Rheinland-Pfalz)
Weingut Müller-Catoir (Rheinland-Pfalz)

Das Weingut Müller-Catoir ist ein altes Weingut im Ortsteil Haardt der Stadt Neustadt an der Weinstraße im deutschen Weinbaugebiet Pfalz. Heutiger Inhaber ist Philipp David Catoir. Die Anbaufläche beträgt 25 Hektar.<ref>Weingut Müller-Catoir Steckbrief auf der Website des VDP. Abgerufen am 17. Februar 2021.</ref> Aus dieser Fläche gehen jährlich zwischen 130.000 und 160.000 Flaschen Weiß- und Rotwein hervor. Neben der wichtigsten Rebsorte Riesling werden Weißburgunder, Grauburgunder, Spätburgunder, Rieslaner, Scheurebe, Muskateller und Sauvignon Blanc angebaut.

Geschichte

Das Weingut befindet sich seit 1744 in Familienbesitz. Fast 100 Jahre wurde das Unternehmen von Frauen geleitet (Groß-, Urgroß- und Ururgroßmutter des heutigen Inhabers), die das Anwesen nachhaltig geprägt haben. 1968 übernahm Jakob Heinrich Catoir einen durch Erbteilung zersplitterten Besitz, den er über einen Zeitraum von 40 Jahren wieder in Alleineigentum überführte. Dabei griff er bis ins Jahr 2001 auf die Dienste von Hans-Günter Schwarz zurück. Seit 2004 gehört der Betrieb dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) an. Der Kellermeister Martin Franzen wurde 2006 von Robert Parker in die Liste der „Wine Personalities of the Year“ aufgenommen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Parker-Lob für deutsche Winzer (Memento vom 21. August 2007 im Internet Archive). 22. Januar 2006.</ref> Philipp David Catoir führt die Familientradition seit 2009 nunmehr in der 9. Generation fort.

Gebäude

Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude waren ursprünglich um das Jahr 1600 im Barockstil erbaut worden. Zwischen 1889 und 1904 wurde der Weingutskomplex mit einer hochwertigen neoklassizistischen Fassade ausgestattet. Die Innenausstattung erfolgte ebenfalls im Gründerzeitstil. Das heutige Erscheinungsbild von Wohnhaus und Wirtschaftsgebäuden ist im Wesentlichen unverändert.<ref>Michael Huyer: Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Stadt Neustadt an der Weinstraße Bd. 19.2, S. 146–148.</ref> Das Gebäude des Weingutes ist denkmalgeschützt.<ref>Verzeichnis der Kulturdenkmäler in Neustadt an der Weinstraße (PDF; 349 kB).</ref>

Lagen

70 % der Rebfläche befinden sich am Hang, 30 % in der Ebene. Die Lagen befinden sich ausschließlich an der Mittelhaardt, vorwiegend in den Gemarkungen der Neustadter Stadtteile Haardt, Gimmeldingen und Mußbach. Die Lagennamen lauten: Haardter Bürgergarten, Haardter Herrenletten, Haardter Herzog, Haardter Mandelring, Gimmeldinger Mandelgarten und Schlössel. Alle Lagen des Weingutes sind VDP-klassifiziert. Die Weine wachsen auf verschiedenen Böden: vom Buntsandstein und schwerem Letten über Löß bis zu lehmigem Kies.

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

<references />