Welykodolynske
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Diese Weiterleitung ist grundsätzlich kein Gegenstand von SLA.'; {{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=ru|SCRIPTING=Cyrl|SERVICE=russisch}}, deutsch früher Großliebental<ref>Die deutschen Kolonien in Südrussland, Band 1, 1905</ref>) ist eine Siedlung städtischen Typs in der ukrainischen Oblast Odessa mit etwa 13.300 Einwohnern (2024).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Die am Ufer der Akkarschanka gelegene Ortschaft wurde von deutschen Auswanderern um das Jahr 1803<ref name="heimatbuch">Vorlage:Literatur</ref> im damaligen Neurussland gegründet und bestand als Zentrum der Großliebentaler Kolonie bis zum Jahr 1944. Nach 1918 trug der Ort auch den Namen Bolschaja Akkarscha (Vorlage:Lang) bzw. ukrainisch Welyka Akarscha (Велика Акаржа), am 1. Februar 1945 erhielt die Siedlung ihren heutigen Namen<ref>Указ Президії Верховної Ради УРСР від 1 лютого 1945 "Про збереження історичних найменувань та уточнення і впорядкування існуючих назв сільрад і населених пунктів Одеської області"</ref>.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden vornehmlich Russen angesiedelt.
Geschichte
Der damalige Statthalter Odessas Richelieu kaufte von den örtlichen Adeligen Land ab, um deutsche Auswanderer anstelle der verlassenen Bauerndörfer Akarscha und Jewstafiewka an beiden Ufern des Flusses Groß-Akerscha anzusiedeln.<ref>Vorlage:Webarchiv</ref>
Schwierige Anfangsjahre folgten, da unter den Einwanderern eine nur geringe Anzahl von Bauern waren. Angestellte und Arbeiter mussten sich über entbehrungsreiche Jahre hinweg notwendiges Wissen aneignen, um ihr Überleben zu sichern.
Später entwickelte sich die Ortschaft zu einem beliebten Ausflugsziel für die benachbarten Odessaer, die vor allem wegen ihrer Schlammbäder im Liman bekannt war.<ref>Meyers Universallexikon von 1885-90 Band 7, 4. Ausgabe, Seite 845</ref> Ab 1907 verband eine Straßenbahn Odessa mit dem benachbarten Lustdorf (heute der Stadtteil von Odessa Tschornomorka).<ref name="aussiedler"/>
In den Jahren nach der russischen Revolution fanden in der Kolonie zunehmend Enteignungen statt, so wurden Kirchen enteignet und umfunktioniert. Heute dienen sie zum Teil als Jugendclubs oder Kultureinrichtungen. Die Großliebentaler Kirche selbst wurde zu einer russisch-orthodoxen Kirche umgebaut.<ref name="aussiedler">Vorlage:Webarchiv</ref>
Großliebentals Bevölkerung bestand bis zuletzt mehrheitlich aus Protestanten.
Verwaltungsgliederung
Am 12. Juni 2020 wurde die Siedlung zum Zentrum der neugegründeten Siedlungsgemeinde Welykodolynske (Великодолинська селищна громада/Welykodolynska selyschtschna hromada). Zu dieser zählen auch noch die Dörfer Kalahlija und Mykolajiwka<ref>Кабінет Міністрів України Розпорядження від 12 червня 2020 р. № 720-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Одеської області"</ref>, bis dahin bildete sie gleichnamige Siedlungsratsgemeinde Welykodolynske (Великодолинська селищна рада/Welykodolynska selyschtschna rada) im Nordosten des Rajons Owidiopol.
Seit dem 17. Juli 2020 ist sie ein Teil des Rajons Odessa<ref>Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX "Про утворення та ліквідацію районів"</ref>.
Folgende Orte sind neben dem Hauptort Welykodolynske Teil der Gemeinde:
| Name | ||
|---|---|---|
| ukrainisch transkribiert | ukrainisch | russisch |
| Molodischne | Молодіжне | Молодёжное (Molodjoschnoje) |
Literatur
- Christian Kugler: Großliebental. Bearbeiter Jacob Stach. Reihe: Sammlung Georg Leibbrandt, 1. S. Hirzel, Leipzig o. J. (1939)<ref>Diese Reihe diente im Sinn ihres Namensgebers dazu, fortdauernd deutsche Gebietsansprüche auf sowjetische Gebiete zu erheben.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references/>