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Wet-for-dry

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wet-for-dry („Nass als trocken“) bezeichnet ein Verfahren der Filmkunst, bei der durch technische Manipulation Unterwasseraufnahmen verändert werden, um dem Betrachter den Eindruck einer über Wasser aufgenommenen Filmszene zu vermitteln.

Vorgehen

Die Schauspieler werden in einem wassergefüllten Tank gefilmt, um eine übernatürliche Darstellung zu erzeugen, die sich der Gravitation widersetzt. In der Regel kommen hierbei Chromakey oder vergleichbare Techniken zum Einsatz. Insbesondere lange Haare oder Gewänder können bei dieser Technik durch wallende Bewegungen in Szene gesetzt werden. Eine Herausforderung besteht bei dieser Technik in der Verwendung wasserfesten Makeups.

Verwendung in Spielfilmen

Die Wet-for-dry-Technik kam seit den 1980er Jahren in diversen Fernsehserien, Spielfilmen und Musikvideos zur Anwendung.

Ähnliche Filmtechniken

Die gegenteilige Technik von Wet-for-dry wird Dry-for-wet genannt, bei der ein Darsteller in einem mit leichtem Nebel oder Rauch gefüllten Raum im Trockenen unter geschickter Beleuchtung gefilmt wird, um den Eindruck von Unterwasseraufnahmen zu erzeugen.

Ähnlich der Vermittlung der Illusion, eine Unterwasseraufnahme sei eine im Trockenen entstandene Filmaufnahme, existiert eine Filmtechnik, um tagsüber gedrehte Aufnahme wie Nachtaufnahmen aussehen zu lassen. Dies wird in der Filmkunst als Day-for-Night bezeichnet.

Einzelnachweise

<references />