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Wibele

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Datei:Wibele.jpg
Wibele in einer Schüssel
Datei:Wibele Detail.jpeg
Wibele in Schuhsohlenform und als Einzelkeks

Wibele sind ein Süßgebäck aus Biskuitmasse,<ref name="Brotgeschichten" /> das ursprünglich aus dem Städtchen Langenburg in Hohenlohe (im fränkisch geprägten Nordosten des heutigen Baden-Württemberg) stammt.

Die Masse aus Eiweiß, Puderzucker, Mehl und Vanillezucker erinnert an diejenige von Russisch Brot, enthält jedoch keinen Kakao und wird auch nur hellbraun gebacken. Das in Paaren von dicht beieinander liegenden erbsengroßen Tropfen auf das Blech gespritzte und vor dem Backen über Nacht ruhen gelassene Gebäck hat die Form einer Schuhsohle und ist mit nur 22 Millimetern Länge und 12 Millimetern Breite vergleichsweise sehr klein.<ref name="sbw">MBW Marketinggesellschaft mbH: Langenburger Wibele, in: Schmeck den Süden. Baden-Württemberg. Abgerufen am 15. August 2021.</ref>

Das Gebäck soll 1763 von einem Konditormeister Wibel in Langenburg erstmals hergestellt worden sein.<ref name="Bauer">Café Bauer (Langenburg): Geschichte der Wibele. Abgerufen am 15. August 2021.</ref> Jedenfalls erscheint es 1790 im Rezeptbuch des hohenlohe-langenburgischen Hofkonditors Jakob Christian Carl Wibel (geboren 1770).<ref name="Brotgeschichten">Irene Krauß: Seelen, Brezeln, Hungerbrote: Brotgeschichte(n) aus Baden und Württemberg. Thorbecke, Ostfildern 2007, ISBN 978-3-7995-0222-1, S. 179–181.</ref> Wibel bezeichnete das Gebäck als „Geduldszeltle“,<ref group="A">Ein Zelte(n) ist eine Art von Gebäck, ursprünglich ein flacher, dünner Kuchen; vgl. Zelte im Deutschen Wörterbuch.</ref> angeblich wegen der Geduld, die zur Herstellung aufzubringen sei.<ref name="Brotgeschichten"/>

Um 1850 erschien im Kochbuch von C. F. Klein ein gedrucktes Rezept unter der Überschrift Geduldsbiscuits (Biscuits à la patience).<ref name="Brotgeschichten"/><ref>Vgl. auch den Eintrag 2062. Geduldbiscuits. In: C. F. Klein: Die Küche. Vollständiges praktisches Handbuch der Kochkunst für die feinere und gewöhnliche Küche. 3., vermehrte Auflage, Leipzig & Mainz 1875, S. 496 f. (Digitalisat bei der Google-Büchersuche).</ref>

Erst im 19. Jahrhundert wurde das Gebäck „von anderen Herstellern“ als Wibele vermarktet.<ref name="sbw" /><ref name="Brotgeschichten" /> Der Sage nach soll der Name aber bereits zu Lebzeiten Wibels entstanden sein, als Fürst Karl Ludwig zu Hohenlohe-Langenburg aus Verärgerung über die seiner Meinung nach schlechtere Qualität anderer Lieferanten verlangte, nur noch „vom Wibele“ beliefert zu werden.<ref name="sbw" /><ref name="Bauer" />

Das Langenburger Café Bauer – an die Familie Bauer hatte Hofkonditor Wibel Betrieb und Rezept später verkauft – darf als einzige Firma deutschlandweit „Echte Wibele“ herstellen, da sich der damalige Inhaber 1911 den Namen beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin schützen ließ.<ref name="Bauer" /> Wibele ohne den Zusatz „Echte“ werden jedoch auch andernorts produziert.<ref name="sbw" /> Größter Hersteller ist nach eigenen Angaben die Confiserie Bosch aus Uhingen.<ref>Spatenstich für Uhinger Genusswelt auf stuttgarter-zeitung.de</ref>

Weblinks

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Anmerkungen

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Einzelnachweise

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