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Wiener Lokalbahnen

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WIENER LOKALBAHNEN GmbH

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | WLB-Logo-negativ.svg
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 1888 (als Aktiengesellschaft)
Sitz Purkytgasse 1B
1230 Wien
Leitung Simone Schaller-Galler (seit November 2025)
Mitarbeiterzahl 322 ohne Lehrlinge (Stand 31. Dezember 2016)
über 500 (Sept. 2023)<ref>Wiener Lokalbahnen: WLB-Gruppe. Langjährige Erfahrung und hohe Qualitätsstandards. In: www.wlb.at. Abgerufen am 5. September 2023.</ref>
Umsatz 33 Mio. Euro (2016)
Branche Eisenbahnunternehmen
Website www.wlb.at
Datei:Wiener Lokalbahnen Zentrale.jpg
Ehemalige Direktion der Wiener Lokalbahnen in der Eichenstraße

Die Wiener Lokalbahnen GmbH (WLB) ist ein Verkehrsunternehmen im Großraum Wien mit einem Stammkapital von 1.000.000 Euro, wobei dieses auf die Wiener Stadtwerke GmbH in Höhe von 999.362,73 Euro und auf die Wiener Stadtwerke Vermögensverwaltung GmbH in Höhe von 637,27 Euro aufgeteilt ist.<ref>Protokoll der 129. ordentlichen Hauptversammlung am 7. Juni 2018; FN 128256 m, 71 Fr 8590/18 i</ref><ref>Firmenbuchauszug FN 128256 m</ref> Das Unternehmen ist für seinen Bahn- und Buspersonenverkehr bekannt, insbesondere den Betrieb der Lokalbahn Wien–Baden. Der gesamte Personenverkehr ist in den Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) eingebunden. Außerdem wickelt das Unternehmen Güterverkehr ab und verfügt seit 1999 über die Verkehrskonzession sowohl im Personen- als auch Güterverkehr auf allen Eisenbahnstrecken innerhalb der gesamten Europäischen Union.

Das Unternehmen betreibt auch die ehemalige Straßenbahnstrecke nach Traiskirchen Aspangbahn im Güterverkehr, heute als nicht elektrifizierte Verbindung zum Unternehmensgelände der ehemaligen Semperit AG sowie als Verbindung zum Netz der ÖBB.

Das Unternehmen ist Alleineigentümer der Tochterfirmen Wiener Lokalbahnen Verkehrsdienste GmbH (Behindertentransporte und Gelegenheitsverkehr mit Bussen) und Wiener Lokalbahnen Cargo GmbH (Güterverkehr).

Das Unternehmen

Datei:AG der Wiener Localbahnen 1888.jpg
Gründeraktie der AG der Wiener Localbahnen vom 30. März 1888
Datei:Wiener Localbahn.jpg
Schuldverschreibung der Wiener Localbahnen von 1894
Datei:WLB 405 Schöpfwerk.jpg
Zug der Badner Bahn an der Haltestelle Schöpfwerk
Datei:1906 Wiener Lokalbahn.jpg
Elektrischer Triebwagen Reihe 200 von 1906
Datei:W 2979 LO 361 Kaiser-Franz-Joseph-Ring.jpg
Bus der WLB in Baden

Geschäftsfeld Bahnpersonenverkehr

Das Unternehmen betreibt die 30,4 Kilometer lange Bahnverbindung zwischen Wien Oper und Baden Josefsplatz (Lokalbahn Wien–Baden, auch Wiener Lokalbahn oder Badner Bahn genannt). Zwischen den Stationen Wien Oper und Wien Schedifkaplatz verkehrt die Linie auf Strecken der Straßenbahn Wien. Danach verkehrt die Linie auf einer Strecke, die von den Wiener Lokalbahnen als Eisenbahninfrastrukturunternehmen betrieben wird: von Wien Schedifkaplatz bis Baden Leesdorf als Vollbahn und von Baden Leesdorf bis Baden Josefsplatz im straßenbahnmäßigen Betrieb. Dabei handelt es sich, bis auf einen eingleisigen Abschnitt innerhalb Badens, um eine zweigleisige und vollständig elektrifizierte Eisenbahnstrecke. Die Bahn hält an insgesamt 34 Bahnhöfen und Haltestellen, wobei die Haltestelle am Wiener Karlsplatz aufgrund von Schleifenfahrt nur in Fahrtrichtung Wien Oper angefahren wird. Die Wiener Lokalbahn befördert täglich 30.000 Menschen zur Arbeit, Schule, Shopping City Süd oder zu diversen Veranstaltungen entlang der Bahnlinie.

Seit 2011 betätigen sich die WLB auch im externen Bahnpersonenverkehr am Netz der ÖBB mit der Führungen von Sonderzügen im Nostalgiebereich und der Abwicklung von Spezialtransporten, Lotsenleistungen oder der Stellung von Triebfahrzeugführern.

Nach Auflassung des ehemaligen Betriebshofs Wolfganggasse befindet sich der neue Betriebshof und die Hauptverwaltung der WLB AG am Bahnhof Inzersdorf Lokalbahn.

Geschäftsfeld Buspersonenverkehr

Derzeit betreiben die WLB selbst die Buslinien 357, 358 und 359 im Verkehrsverbund Ostregion. Diese Linien sind die drei Badener Citybus-Linien C, B und A. Bis Ende August 2020 wurden auch die Regionalbuslinien 360, 361 und 362 von den Wiener Lokalbahnen betrieben.<ref>WLB-Regionalbusbetrieb in Baden endet am 30. August. Abgerufen am 26. September 2020.</ref> Die Linie 360, der so genannte Casinobus Baden, verkehrte auf der Strecke Wien Oper – Baden – Bad Vöslau – Gainfarn und war seit dem 26. März 2006 in das NightLine-Netz der Wiener Linien inkludiert. Die Linie wurde zwischen Wien und Baden hauptsächlich durch die neue Linie 303 von Dr. Richard ersetzt. Die Linie 361 verkehrte zwischen Baden, Oeynhausen, Möllersdorf, Bad Vöslau und dem Industriezentrum Niederösterreich Süd. Die Linie 362 verkehrte innerhalb von Baden und verband den Bahnhof einerseits mit Rauhenstein und andererseits mit dem Krankenhaus und der Haidhofsiedlung.

Wiedereinstieg in den Wiener Linienverkehr

Mit Oktober 2020 steigen die WLB auch wieder in den Buslinienverkehr in Wien ein. Per Direktvergabe des Schwesterunternehmens Wiener Linien werden die Linien 47A, 49A, 50A und 50B ab dem 1. Oktober durch die Wiener Lokalbahnen betrieben. Weiters konnten sich die WLB in Ausschreibungen auch die Linien 7B (seit 1. Februar 2021) und 16A (seit 1. Jänner 2021) für etwa sechs Jahre sichern.

Auch die Tochtergesellschaft WLV ist in Wien für die Wiener Linien aktiv und betreibt seit März 2020 alle Nacht-Rufbus-Linien und den Rufbus 25B.

Tochtergesellschaften

Wiener Lokalbahnen Cargo GmbH (WLC)

Datei:ES6 U2-022 bei Einbeck-Salzderhelden 2080509043.jpg
Güterzug mit einer Lokomotive der Wiener Lokalbahnen Cargo

Die Sparte Güterverkehr wurde Ende 2007 ausgegliedert (Eintragung in das Firmenbuch am 5. September 2007) und wird als hundertprozentige Tochtergesellschaft unter dem Namen Wiener Lokalbahnen Cargo GmbH (WLC) geführt. In 2020 hat das Unternehmen unter dem Namen WLC seine Marke neu gestaltet.<ref name=":0">Konstantin Planinski: ‘WLC’ 1193 980 debuts a new corporate design. In: railcolornews.com. 15. Dezember 2020, abgerufen am 3. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Wiener Lokalbahnen GmbH besitzt die Fahrkonzession für alle Eisenbahnstrecken Österreichs und in der EU. Die WLC führen sowohl auf der eigenen Infrastruktur (mit eigenen Dieselloks), als auch auf fremder (mit eigenen Diesel- und elektrischen Lokomotiven) Güterverkehr durch.

Folgendes Fahrmaterial ist in Verwendung:

  • eigene Güterwagen, darunter 245 Containertragwagen<ref>WLC-Fuhrpark. Abgerufen am 28. August 2024.</ref>,
  • eine Diesellokomotive, Reihe 2064, gebaut von den ehemaligen Jenbacher Werken
  • drei Diesellokomotiven, V100/Reihe 2000.

Der Bestand wird laufend an die Anforderungen angepasst. Alle Lokomotiven tragen, bis auf zwei 1216 mit Ganzwerbung für Firmenkunden und der Lokomotive 83 (Jenbacher, diese ist rot lackiert) den Anstrich der WLC. Die Farben waren die Hausfarben Blau und Cremeweiß. Seit 2020 wurden einige Lokomotiven in den Farben des neuen Corporate Designs umlackiert. Ebenfalls wurden Beklebungen auf gemieteten Lokomotiven geändert.<ref name=":0" /><ref>Simon Wijnakker: New WLC design now also in combination with ELL livery. In: railcolornews.com. 29. April 2021, abgerufen am 3. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ebenfalls hatte die WLC zwölf Lokomotiven des Typs Eurosprinter ES64 U2 bei Dispolok gemietet, während sechs Lokomotiven des Typs Eurosprinter ES64 U4 im Eigentum der WLC standen.

Datei:WLC 1193 980.jpg
Die 1193 980 der Wiener Lokalbahnen Cargo (WLC) im neuen Design in Thüngersheim

Ende 2014 wurde eine Siemens Vectron mit der UIC-Nummer 91 81 1193 980-0 gekauft.<ref>Elektrische Lokomotiven aus europäischer Produktion. Abgerufen am 12. Februar 2022.</ref><ref>[AT] WLC orders one Vectron locomotive. In: Railcolor News. 17. Dezember 2014, abgerufen am 12. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Anfang 2017 wurden zusätzlich noch drei neue elektrische Lokomotiven von Bombardier (TRAXX AC3) in den Fuhrpark aufgenommen.

Drei Lokomotiven der Baureihe 182 (gleich der österreichischen Baureihe 1116) werden als Bosporussprinter bezeichnet, da sie mit den Zugbeeinflussungssystemen der Eisenbahnen in Ungarn (EVM 120), Rumänien, Bulgarien und in der Türkei ausgestattet sind. Diese Loks sind für den unter der Woche verkehrenden »East Line Shuttle« (Duisburg – Enns/Krems/Wien – Budapest) im grenzüberschreitenden Verkehr von und nach Ungarn eingesetzt.

Darüber hinaus wurden neun Lokomotiven der deutschen Baureihe 182 (gleich der österreichischen Baureihe 1116) und sechs der Baureihe 1216/183 vor allem im deutschen Nord-Süd-Verkehr (Nordseehäfen–Österreich) sowie im Verkehr an den slowenischen Hafen Koper eingesetzt. Mit den Tschechien-tauglichen Lokomotiven der Reihe 1216 wurden in 2021 erste Fahrten in Tschechien unter eigener Lizenz durchgeführt.<ref>Wiener Lokalbahnen Cargo Enters Czech Network. In: railvolution.net. 21. Februar 2021, abgerufen am 3. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Drei Lokomotiven der Flotte trugen eine von Firmenkunden entworfene Ganzwerbung, dies waren die gemietete 182 535 »Kühne+Nagel« (bis 2015)<ref>Elektrische Lokomotiven aus europäischer Produktion. Abgerufen am 3. Dezember 2025.</ref>, 1216 954 »Hödlmayr« (bis 2018)<ref>Simon Wijnakker: Hödlmayr is no more – new outfit for WLC 1216 954. In: railcolornews.com. 6. Dezember 2018, abgerufen am 3. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und 1216 955 »Roland Spedition«. Im August 2021 wurden die vier Lokomotiven 1216 951–954 an die České dráhy (ČD) und im Februar 2025 die verbliebenen beiden (1216 950 und 955) an die ÖBB verkauft.<ref>Elektrische Lokomotiven aus europäischer Produktion. Abgerufen am 12. Februar 2022.</ref><ref>Österreich: ÖBB kaufen zwei 1216 der Wiener Lokalbahnen zum Schnäppchenpreis. In: lok-report.de. 6. März 2025, abgerufen am 25. November 2025.</ref>

Im Jahr 2006 erreichte der Umsatz 26,1 Millionen Euro. Als Ziel für 2008 wurde eine Steigerung der jährlichen Zuganzahl von 2500 auf 3000 angestrebt, wobei vor allem der Kombinierte Ladungsverkehr ausgebaut werden sollte.<ref name="GB_01_2008">Peter Wolfgang Berndt: Kräftige Expansion im Cargo-Bereich. Wiener Lokalbahnen AG schaffen mit neuer Güterverkehrstochter WLB-Cargo immer bessere Verbindungen in Europa. In: Güterbahnen. Güterverkehr auf der Schiene, Markt, Technik, Verkehrspolitik. Heft 1/2008. Alba Fachverlag, Düsseldorf 2008, ZDB-ID 2096911-9, OBV, S. 47 f.</ref>

Im Mai 2025 gaben die Wiener Lokalbahnen den Verkauf der WLC, aufgrund hoher wirtschaftlicher Verluste, bekannt. Im Jahr 2022 belief sich das Jahresminus auf 5,8 Millionen Euro, 2023 stieg es auf 10 Millionen Euro.<ref>Wiener Lokalbahnen verkaufen Cargo-Tochter wien.orf.at. Abgerufen am 5. Mai 2025.</ref> Das offene Bieterverfahren wurde durch die CER Cargo Group gewonnen und die Übernahme wurde bis zum 23. Dezember 2025 abgeschlossen. Damit einhergehend wurde WLC in CER Cargo Traction GmbH umbenannt.<ref>WLC erhält neuen Eigentümer. In: wlc.at. 11. Mai 2025, abgerufen am 25. November 2025.</ref><ref>Ungarische Übernahme der Wiener Lokalbahnen Cargo unter Dach und Fach. In: Ungarn Heute. Abgerufen am 31. Dezember 2025.</ref>

Unfall im Güterverkehr

Am 9. Juni 2013, einem Sonntag, gegen 5:20 Uhr, waren die letzten vier Wagen eines 620 Meter langen und 750 Tonnen schweren Autotransportzuges der Wiener Lokalbahn Cargo GmbH auf der rechten Rheinstrecke kurz hinter Lorch (Rheingau) entgleist und wurden rund zehn Kilometer mitgeschleppt, bevor der Zug im Bahnhof Rüdesheim (Rhein) angehalten wurde. Der Zug war auf einer Leerfahrt von Emmerich am Rhein nach Passau unterwegs. Er hinterließ an den Gleisanlagen erhebliche Schäden. Auf die Fahrbahn der parallel verlaufenden Bundesstraße 42 wurden über mehrere Kilometer Schottersteine geschleudert. Im Gleis durchtrennten die entgleisten Wagen Kabel, zerstörten Kabelschächte des elektronischen Stellwerks, beschädigten Weichen, fuhren Signalmasten um und zerstörten Schwellen und Geländer. Im Bahnhof Rüdesheim wurde das Einfahrsignal mitgerissen. Bei der Durchfahrt durch Assmannshausen wurden durch umherfliegenden Bahnschotter Fensterscheiben etlicher dicht neben den Gleisanlagen stehender Häuser und parkende Straßenfahrzeuge beschädigt. Personen kamen bei dem Unfall nicht zu Schaden.

Bis 11:30 Uhr war der Straßenverkehr gesperrt, damit die Straßenmeisterei mit Räumfahrzeugen den Schotter von der Fahrbahn räumen konnte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Assmannshausen. Güterzug entgleist, Sperrung der B42 nach Stunden aufgehoben. (Memento vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive) In: Allgemeine Zeitung (Mainz).</ref><ref>An einer Katastrophe vorbei gekommen. Entgleiste Güterwagen hinterlassen große Schäden. In: Rheingau Echo, 17. Juni 2013.</ref> Der Schienenverkehr auf der rechten Rheinstrecke war bis zum 16. Juni vollständig eingestellt. Zwischen Rüdesheim und Kaub musste ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Ab dem 17. Juni stand zwischen Kaub und Geisenheim für den Zugverkehr nur ein Gleis zur Verfügung.

Wiener Lokalbahnen Verkehrsdienste GmbH (WLV)

Das Hauptaufgabengebiet dieser Gesellschaft ist der Transport von zum Teil schwerstbehinderten Menschen. Der zuvor zu den Verkehrsdiensten gehörende Bereich Busreisen der WLB wurde ausgegliedert und als eigenständiger Bereich Busreisen bei den WLV eingegliedert.

Der Fuhrpark besteht aus über 98 Mercedes-Kleinbussen, die alle voll behindertengerecht ausgerüstet sind und einer Reihe von Reisebussen, meist der Hersteller Setra, Volvo und Neoplan.

1968 war, zur Abrundung und besseren Ausnützung der Buskapazitäten, vorerst nur in Baden bei Wien ein Reisebüro eröffnet worden. Dem zunehmenden Interesse des Publikums Rechnung tragend, konnte auch in Wien eine Filiale eingerichtet werden. Von den beiden Geschäftsstellen wurden alle Reisebüroagenden wahrgenommen (IATA-Agenturvertrag, offizielle Bahnkartenverkaufsstelle des Österreichischen Verkehrsbüros) und Reiseangebote aller namhaften Veranstalter vermittelt.<ref>Köhler, Zimmerl: Festschrift. S. 24.</ref> Der Geschäftszweig Reiseservice konnte 1988, dem Jahr, in welchem die Wiener Lokalbahnen ihr einhundertjähriges Bestehen feierten, 20 Jahre Erfahrung in der Reiseabwicklung bewerben.<ref>Köhler, Zimmerl: Festschrift. A-4-Blatt als Beilage</ref>

Wiener Lokalbahnen Busbetrieb GmbH (WLBB) (bis 2012)

Datei:Praterstern 18.jpg
Linienbus der WLBB

Die Wiener Lokalbahnen Busbetrieb GmbH (WLBB) wurde im Jahr 2004 gegründet und war seit Anfang 2005 operativ tätig. Die ersten zwei Linien der WLBB waren die Buslinien 27A (ab dem 2. Juni 2005) und 37A (ab dem 9. Oktober 2005), die im Auftrag der Wiener Linien betrieben wurden. Am 1. Februar 2006 wurde der Betrieb der Buslinien 16A und 60A von der AG der Wiener Lokalbahnen an die Tochter WLBB abgegeben. Somit werden nur noch die Buslinien im Badener Raum sowie Überlandlinien von und nach Wien von der AG der Wiener Lokalbahnen selbst betrieben. Ab 6. August 2006 betrieben die WLBB anstelle der ÖBB-Tochter Österreichische Postbus AG die Wiener Buslinie 80A im Auftragsverkehr. Am 13. Juni 2008 kam es zu einem Linientausch mit den Wiener Linien. Die Linie 27A wurde abgegeben und dafür der Betrieb der Linien 67A und 70A übernommen. Die Linie 60A wurde am 4. September 2009 an Blaguss übergeben. Am 2. Jänner 2010 wurde der Betrieb der neu eingeführten Linie 33A übernommen.

Die Wiener Lokalbahnen Busbetrieb GmbH wurde zum 1. März 2012 samt den Linien 16A, 33A, 37A, 67A, 70A und 80A sowie dem „Ikea-Bus“ und dem Fuhrpark der WLBB vom Verkehrsbetrieb Gschwindl gekauft und existiert bis heute unter dem Namen Herbert Gschwindl Buslinien GmbH.

Neue Geschäftsfelder

Die Aktiengesellschaft der Wiener Lokalbahnen übernahmen 2008 für rund drei Millionen Euro durch ihre Tochtergesellschaft Wiener Lokalbahnen Verkehrsdienste GmbH Teile der angeschlagenen C & K Airportservice Transportgesellschaft m.b.H. und deren weiteren Unternehmen. Da jedoch nur Unternehmensteile gekauft wurden, bestand keine Rechtsnachfolge.<ref>Börse Express: Wiener Lokalbahnen kaufen C & K</ref>
Die Marke und die Telefonnummer blieb erhalten, der Fuhrpark erneuert und auch die Mitarbeiter wurden auf Basis des branchenüblichen Kollektivvertrages übernommen.<ref>der Standard: Wiener Lokalbahnen kaufen C & K</ref><ref>Wirtschaftsblatt: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wiener Lokalbahnen kaufen insolvente Mietwagenfirma C. &. K. (Memento vom 20. August 2011 im Internet Archive)</ref><ref>Wirtschaftsblatt: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />C & K geht für 3 Millionen fix an WLB. (Memento vom 20. August 2011 im Internet Archive)</ref><ref>Wirtschaftsblatt: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />31300 überbot kurzfristig die WLB. (Memento vom 20. August 2011 im Internet Archive)</ref>

Zwischenzeitlich wurde „C & K“ an die Firma Blaguss verkauft, die die Marke „C & K“ seit dem 1. Juli 2011 parallel zum „Airportdriver“ betreibt.

Fahrbetriebsmittel

Zu den aktuellen und ehemaligen Fahrzeugen siehe: → Lokalbahn Wien-Baden

Literatur

  • Hans Sternhart, Hans Pötschner: Hundert Jahre Badner Bahn. Die Geschichte der Badner Straßenbahn und der Lokalbahn Wien-Baden. Slezak, Wien 1973, ISBN 3-900134-19-7.
  • Reinhold Köhler (Red.), Günther Zimmerl (Red.): Festschrift – 100 Jahre Wiener Lokalbahnen 1888–1988. Aktiengesellschaft der Wiener Lokalbahnen, Wien 1988.
  • Wolfgang Kaiser: Straßenbahnen in Österreich. GeraMond-Verlag, München 2004, ISBN 3-7654-7198-4.

Weblinks

Commons: Wiener Lokalbahnen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />