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Wiesent (Donau)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wiesent
Abschnittsnamensfolge: Filzmoosbach → Neumühlbach → Arracher Bach → Höllbach → Wiesent
Datei:Die Wiesent 002.JPG
Die Wiesent bei Wörth an der Donau

Die Wiesent bei Wörth an der Donau

Daten
Gewässerkennzahl DE: 1552
Lage Oberpfälzisch-Bayerischer Wald

Unterbayerisches Hügelland

  • Dungau<ref name="BfL-164" /><ref name="BfL-165" /><ref name="BfL-174" />

Bayern

Flusssystem Donau
Abfluss über Donau → Schwarzes Meer
Quelle im Falkensteiner Vorwald bei Wiesenfelden
49° 3′ 6″ N, 12° 34′ 41″ O
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Quellhöhe 652 m ü. NN<ref name="DE-BY_BV">BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)</ref>
Mündung zwischen Wörth an der Donau und Niederachdorf in die DonauKoordinaten: 48° 58′ 11″ N, 12° 26′ 16″ O
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Mündungshöhe 320 m ü. NN<ref name="DE-BY_BV">BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)</ref>
Höhenunterschied 332 m
Sohlgefälle 13 ‰
Länge 25,3 km<ref name="DE-BY_WRRL">Kartendienst Gewässerbewirtschaftung, WRRL Bayerisches Landesamt für Umwelt (Hinweise)</ref>
Einzugsgebiet 72 km²<ref name="DE-BY_WRRL">Kartendienst Gewässerbewirtschaftung, WRRL Bayerisches Landesamt für Umwelt (Hinweise)</ref>

Die Wiesent, im Oberlauf lange Höllbach und zuvor noch anders benannt, ist ein Bach in der Oberpfalz, der zwischen Wörth an der Donau und Niederachdorf von links in die Donau mündet.

Sie ist ab der Einmündung des Rupertsbühler Bachs westlich von Dietersweg, Gemeinde Wiesent, bis zur Mündung in die Donau unterhalb von Tiefenthal, Stadt Wörth an der Donau, ein Gewässer zweiter Ordnung.<ref name="GewZweiV" />

Name

Namengebend ist der Ort Wiesent, nachzulesen als Wisent fl. auf Philipp Apians Landtafel 7 von 1568.<ref name="LT7" />

Geographie

Verlauf

Der Bach entspringt auf dem längsten Oberlaufstrang im Filzmoos südlich des Kirchdorfs Heilbrunn bei Wiesenfelden im Falkensteiner Vorwald. Er trägt bis zum Neuweiher bei Wiesenfelden den Namen Filzmoosbach, dann kurz vom Neuweiher bis zum Großen Hammerweiher den Namen Neumühlbach, anschließend bis zum Stausee Rettenbach den Namen Arracher Bach, ab Rettenbach den Namen Höllbach, ab der Mündung des Rupertsbühler Bachs bei Heilsberg wird er dann Wiesent genannt.<ref name="DE-BY_GV15">Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern – Flussgebiet Naab bis Isar des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, Stand 2016 (PDF; 2,8 MB)</ref> Historisch gab es für zwei Abschnitte des Oberlaufs auch die Bezeichnungen Hammerbach und Postfeldner Bach<ref name="Topo1831" />, der Unterlauf wurde Wildbach genannt<ref name="RepBlatt48" />.

Deren Oberlauffolge und die Wiesent durchfließen unter anderem die Orte Wiesenfelden, Neumühle, Hammermühl, Arrach, Rettenbach, Postfelden, Fahnmühle, Heilsberg, Waffenschmiede, Wiesent und Oberachdorf.

Zuflüsse und Seen

Bedeutendere Zuflüsse sind der Schrollenbach, der Ruderszeller Bach, das Schwaiger Bächlein, der Deßgraben, der Moosgraben und der Perlbach.

Liste einiger Zuflüsse und Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Seen von der Quelle zur Mündung:

Abschnitt Filzmoosbach:

Abschnitt im Neuweiher:

Abschnitt Neumühlbach:

Abschnitt im Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Großen Hammerweiher:

Abschnitt Arracher Bach:

Abschnitt im Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Stausee Rettenbach:

  • (keine weiteren bedeutenden Zuflüsse)

Abschnitt Höllbach:

Abschnitt Wiesent:

  • Wörther Bachl, von links an der ehemaligen Einsiedelei
  • Deßgraben, von rechts vor der Neumühle, 4,1 km mit Oberlauf Pfätergraben und 3,2 km².
  • Augraben, von rechts in Wiesent, 2,7 km und 3,3 km².
  • Moosgraben, von rechts nach Wiesent, 15,1 km mit dem Gesamtstrang Sandsbach → Perlenbach → Moosbach und 30,2 km².
  • Perlbach, von links nahe Wörth an der Donau, 11,9 km mit dem Oberlauf Gschwellbach und 21,1 km².
  • Hungerbach, von links nahe Hungersdorf
  • Wellerbach, von links nach Wörth, 5,2 km mit dem Oberlauf Leobach und 4,9 km².
  • Kirnerbach, von links bei Tiefenthal
  • Durchfließt den unteren Teil des Altarms Alte Donau im Naturschutzgebiet Gmünder Au; in diese mündet etwas oberhalb auch der Große Wörthgraben
  • (Bach von Hofdorf her), von links in die Alte Donau, 3,1 km und 3,3 km².

Wasserkraftnutzung

Der Bach wird mehrfach zu Seen aufgestaut. Im Jahr 1933 wurde das Höllbachkraftwerk 1 unterhalb der Heilsberger Mühle errichtet. Es bezieht sein Wasser über eine 960 Meter lange Druckleitung mit einem Gefälle von 47 Metern aus einem Ausgleichsbecken oberhalb der Heilsberger Mühle. An diesem Becken liegt das Höllbachkraftwerk 2 von 1951, seine Druckleitung ist 2,2 Kilometer lang und wird aus dem Becken unterhalb von Fahnmühle gespeist, mit einer Höhendifferenz von 67,5 Metern. Das 1961 fertiggestellte Höllbachkraftwerk 3 liegt oberhalb von Fahnmühle und erhält sein Wasser aus dem Stausee Postfelden, der 85 Meter höher liegt und mit dem Kraftwerk über eine 1190 Meter lange Triebwasserdruckleitung verbunden ist.<ref>Die Geschichte der Höllbachkraftwerke</ref>

Zwischen Heilsberg und Postfelden verläuft ein Wanderweg am Bach entlang, der unterhalb von Postfelden durch das Naturschutzgebiet Hölle führt. Vor ihrer Mündung in die heutige Donau durchfließt die Wiesent den „Alte Donau“ genannten Altarm im Naturschutzgebiet Gmünder Au.

Galerie

Weblinks

Commons: Wiesent – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references>

   <ref name="BfL-164"><ref name="DE_BfL-164">Dietrich-Jürgen Manske: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 164 Regensburg. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1981. → Online-Karte (PDF; 4,8 MB)</ref></ref>
   <ref name="BfL-165"><ref name="DE_BfL-165">Klaus Müller-Hohenstein: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 165/166 Cham. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1973. → Online-Karte (PDF; 4,4 MB)</ref></ref>
   <ref name="BfL-174"><ref name="DE_BfL-174">Willi Czajka, Hans-Jürgen Klink: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 174 Straubing. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1967. → Online-Karte (PDF; 4,3 MB)</ref></ref>

<ref name="LT7"> Philipp Apian: Tafel 7. In: Bairische Landtafeln. 1568 (bayerische-landesbibliothek-online.de). </ref> <ref name="Topo1831"> Eisenmann, Joseph Anton; Hohn, Karl Friedrich (Hrsg.): Topo-geographisch-statistisches Lexicon vom Königreiche Bayern, oder .. 1831, S. 776 (Digitalisat – "Höllbach, auch Arrachbach, Hammerbach, Postfeldner Bach, Bach im Ldg. Mitterfels, welcher aus dem Hammerweiher bei Wiesenfelden entsteht und nach Süden bei Postfelden vorbeifließt."). </ref> <ref name="RepBlatt48"> Repertorium des topographischen Atlasblattes .... [48], Regensburg. 1819, S. 51 (Digitalisat). </ref> <ref name="GewZweiV"> Gewässer zweiter Ordnung. In: Allgemeines Ministerialblatt. Nr. 2, 2016, S. 152–167 (verkuendung-bayern.de [PDF]). </ref> </references>