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Wilhelm Spiritus

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Datei:RhHD BX2 7 Wilhelm Spiritus.jpg
Wilhelm Spiritus, 1875
Datei:Grab Wilhelm Spiritus.jpg
Das Grab von Wilhelm Spiritus und seiner Ehefrau Paula geborene Mayer im Familiengrab auf dem Südfriedhof (Bonn)

Wilhelm Spiritus (* 24. Februar 1854 in Köln; † 27. Dezember 1931 in Bonn) war Oberbürgermeister von Bonn.

Leben

Spiritus entstammte einem protestantischen, bürgerlichen Elternhaus und studierte nach dem Abitur 1872 Rechtswissenschaften in Heidelberg, wo er Mitglied des Corps Rhenania war, an der Reichsuniversität Straßburg und an der Universität Bonn.<ref name="BGB2016" /> 1875 legte er das Referendarexamen ab, woraufhin Anfang September dieses Jahres seine Ernennung zum Gerichtsreferendar folgte. Im Februar 1880 absolvierte Spiritus schließlich die große Staatsprüfung für Juristen.<ref name="BGB2016" /> Nach seinem Studium kehrte er nach Köln zurück und arbeitete als Assessor am Kölner Amtsgericht. Im Herbst 1886 wechselte er auf eine Verwaltungslaufbahn, zunächst als juristischer Hilfsarbeiter bei der Stadtverwaltung Köln. Ab 1887 war er Beigeordneter des Oberbürgermeisters Wilhelm von Becker.<ref name="BGB2016" /> Er bewarb sich von dort aus erfolgreich um das Amt des Bonner Oberbürgermeisters, in das er am 17. Mai 1891 einstimmig von der Stadtverordnetenversammlung gewählt und am 18. Juli 1891 eingeführt wurde.<ref name="BGB2016" /> Während seiner Amtszeit trieb er die Entwicklung der Stadt auf vielen Gebieten voran. Besonders hervorzuheben ist der Bau der ersten Rheinbrücke Bonns.

1892 wurde er auf Präsentation der Stadt als Mitglied des preußischen Herrenhauses berufen. Ebenfalls ab 1892 war er Mitglied des Provinziallandtages und ab 1909 dessen Vorsitzender. 1896 ließ er sich am Rhein eine eigene Villa erbauen, die Villa Spiritus.

Wegen seines besonderen Einsatzes für Bonn während des Ersten Weltkriegs wählten die Bonner Stadtverordneten Wilhelm Spiritus am 16. April 1915 zum Oberbürgermeister auf Lebenszeit, was einmalig in der Geschichte Bonns geblieben ist.<ref name="BGB2016" /> Auf Wunsch des Stadtrats leitete er während der britischen Besatzungszeit die Geschäfte zunächst weiter, zog sich dann aber zurück. Nachdem Fritz Bottler am 15. Dezember 1919 von der Stadtverordnetenversammlung zu Spiritus’ Nachfolger gewählt wurde, endete seine Amtszeit zum 31. Dezember.<ref name="BGB2016" />

1931 starb Wilhelm Spiritus in Bonn und wurde auf dem dortigen Südfriedhof beigesetzt. Sein Nachfolger im Amt des Oberbürgermeisters wurde Fritz Bottler.

Der Sohn Paul Spiritus strebte eine Karriere als preußischer Verwaltungsbeamter an und war nach Ausheilung seiner schweren Kriegsverletzung 1919–1920 Landrat des Kreises Westprignitz in der Provinz Brandenburg.

Ehrungen und Würdigungen

Als besondere Anerkennung seiner Verdienste verlieh ihm der Stadtrat am 1. Juli 1920 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Bonn und die juristische Fakultät ernannte ihn zum Ehrendoktor.

1932 erhielt das Rheinufer zwischen der Zweiten Fährgasse und der Dahlmannstraße in der Gronau ihm zu Ehren den Namen Wilhelm-Spiritus-Ufer.<ref>Vorlage:Bonner Straßenkataster</ref>

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="BGB2016">Philip Rosin: Verdientes Stadtoberhaupt und nationalistischer Propagandist: Wilhelm Spiritus (1854–1931) als Oberbürgermeister Bonns im Frieden und im Krieg.</ref> </references>

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Anton Maria Karl Graf von Belderbusch | Peter Joseph Eilender | Johann Martin Joseph Windeck | Karl Edmund Joseph Oppenhoff | Leopold Kaufmann | Hermann Jakob Doetsch | Wilhelm Spiritus | Fritz Bottler | Johannes Nepomuk Maria Falk | Franz Wilhelm Lürken | Ludwig Rickert | Eduard Spoelgen | Peter Stockhausen | Peter Maria Busen | Wilhelm Daniels | Peter Kraemer | Hans Daniels | Bärbel Dieckmann | Jürgen Nimptsch | Ashok-Alexander Sridharan | Katja Dörner | Guido Déus }} Vorlage:Klappleiste/Ende

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