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Willi Fuggerer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Willi Fuggerer (FRG) 1964.jpg
Willi Fuggerer (1964)

Willi Fuggerer (* 11. September 1941 in Nürnberg; † September 2015<ref name="rad-net">Willi Fuggerer im Alter von 73 Jahren verstorben – Radsport bei rad-net.de. In: rad-net.de. 8. September 2015, abgerufen am 8. September 2015.</ref>) war ein deutscher Radrennfahrer. 1964 gewann er gemeinsam mit Klaus Kobusch eine olympische Bronzemedaille im Tandemrennen.

Willi Fuggerer startete für den RC Herpersdorf.<ref>RC-HERPERSDORF 1919 e. V. Historie. Abgerufen am 30. Juni 2024.</ref> Schon als 14-Jähriger zog er wegen seiner extremen Schnelligkeit die Aufmerksamkeit auf sich; selbst gegen ältere und körperlich stärkere Gegner setzte er sich durch. Er gewann vier Jahre lang sämtliche bayerischen Meistertitel, die es für Jugendliche und später für Junioren auf den Kurzstrecken gab.<ref>Der „schnelle Willi“ und sein Olympia-Trauma. In: nordbayern.de. Abgerufen am 8. September 2015.</ref>

Im Lauf seiner gesamten Karriere gewann Fuggerer insgesamt neun deutsche Meistertitel bei den Amateuren<ref>Nach der Insolvenz mit der Geschichte nicht gebrochen: Der RC Herpersdorf hätte heuer seinen 90. Geburtstag feiern können - Fortsetzung als «VfR» - Ein Blick zurück auf die großen Erfolge. 31. Dezember 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. Februar 2013; (Rückblick auf fast 90 Jahre RC Herpersdorf): „Willi Fuggerer mit neun, Werner Löw mit sieben, Georg Voggenreiter mit sechs und Gotthard Dinta mit fünf DM-Titeln 39 Meistertrikots nach Herpersdorf holten. Horst Gnas gewann bei den Stehern drei WM-Titel und Sprint-As Willi Fuggerer kehrte von den olympischen Spielen 1964 mit einer Bronzemedaille aus Tokio zurück.“</ref> in den Disziplinen Tandemrennen, Zeitfahren und im Sprint. 1964 errang der „schnelle Willi“ Fuggerer mit Klaus Kobusch den deutschen Meistertitel im Tandemfahren. Bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio vertraten die beiden Deutschland im Rahmen der gesamtdeutschen Mannschaft im Tandemrennen. Beide hatten sich in den Olympiaausscheidungsrennen im Bahnradradsport gegen die Fahrer aus der DDR durchgesetzt. Im olympischen Halbfinale unterlagen sie den späteren Olympiasiegern Angelo Damiano und Sergio Bianchetto aus Italien: Nach den ersten beiden Rennen stand es „unentschieden“. im dritten Rennen wurden die Deutschen wegen Verlassens des Sprintkorridors während des finalen Sprints disqualifiziert. Die beiden Rennen um den dritten Platz gewannen die beiden Deutschen gegen das niederländische Tandem und errangen die Bronzemedaille. Fuggerer später: „Die Bronzemedaille von Tokio war für mich zwar mein größter internationaler Erfolg, doch nachdem für uns Gold so greifbar nahe war, zugleich auch die größte Enttäuschung.“<ref name="rad-net" /> Er startete außerdem auch im Sprint; hier erreichte er das Viertelfinale, wo er gegen den späteren Vierten, den Franzosen Pierre Trentin, ausschied.

Für seine sportlichen Leistungen wurde er am 11. Dezember 1964 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.<ref>Sportbericht der Bundesregierung vom 26. September 1973 an den Bundestag – Drucksache 7/1040 – Seite 70.</ref>

Nach dem Ende seiner eigenen Laufbahn als aktiver Radrennfahrer blieb Willi Fuggerer seinem Heimatverein RC Herpersdorf verbunden und gab als Trainer, Betreuer und Berater seine Erfahrung an den Nachwuchs weiter. Im September 2015 starb er nach langer schwerer Krankheit im Alter von 73 Jahren.

Berufliches

Fuggerer war viele Jahre in der Firma Zweirad Union in Nürnberg beschäftigt.<ref>Bund Deutscher Radfahrer (Hrsg.): Radsport. Nr. 15/1966. Deutscher Sportverlag Kurt Stoof, Köln 1966, S. 14.</ref>

Literatur

  • Bodo Harenberg (Red.): Die Stars des Sports von A–Z. Darmstadt 1970.

Weblinks

Commons: Willi Fuggerer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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1960 Dieter Gieseler | 1961 Willi Fuggerer | 1962 Ehrenfried Rudolph | 1963, 1964 Lothar Claesges | 1965–1968 Herbert Honz | 1969 Karl Link | 1970 Gerhard Schöfer | 1971 Karl Köther | 1972, 1973, 1975, 1976, 1978 Hans Michalsky | 1974, 1977 Günther Schumacher | 1979 Gerhard Scheller | 1980–1984 Fredy Schmidtke | 1985 Sascha Wallscheid | 1986, 1988 Robert Lechner | 1987 Michael Kötter | 1989, 1990 Markus Nagel | 1991, 1992 Jens Glücklich

Folgende Ergebnisse unter Deutsche Meister im Zeitfahren (Elite).

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1890, 1891 Alwin Vater | 1892 Jean Schaaf | 1893, 1894 August Lehr | 1895 Thomas Schlüter | 1896 Fritz Opel | 1897 August Stoffregen | 1898, 1899 Paul Albert | 1900, 1902 Albert Leopold | 1901 Willy Kritzmann | 1903 Walter Engelmann | 1904, 1913 Christel Rode | 1905 Otto Küpferling | 1906 Bruno Götze | 1907–1910 Karl Neumer | 1911 Otto Gosche | 1912 Max Hansen | 1914 Richard Gottschalk | 1917, 1919, 1920 Fritz Schrefeld | 1918 Arthur Hensch | 1921 Johannes Drohten | 1922 Walter Heidenreich | 1923–1925 Paul Oszmella | 1926, 1927 Mathias Engel | 1928 Hans Bernhardt | 1929 Fritz Fliegel | 1930 Robert Trauden | 1931, 1932 Hans Dasch | 1933–1936 Toni Merkens | 1937 Heinz Hasselberg | 1938 Jean Schorn | 1939 Gerhard Purann | 1940, 1947 Willi Schertle | 1941, 1942, 1944 Werner Bunzel | 1943 Georg Voggenreiter | 1948, 1949 Willy Trost | 1950–1954 Werner Potzernheim | 1955 Günther Ziegler | 1956 Heinz Lauff | 1957 Rudi Altig | 1958 Sigi Walther | 1959, 1960 Günter Kaslowski | 1961, 1962 Ehrenfried Rudolph | 1963–1965 Willi Fuggerer | 1968–1971 Jürgen Barth | 1972–1974, 1976 Dieter Berkmann | 1975 Rainer Klenner | 1977, 1979, 1983 Gerhard Scheller | 1978 Dieter Giebken | 1980–1982, 1984 Fredy Schmidtke | 1985, 1989 Hans-Jürgen Greil | 1986, 1988, 1990 Markus Nagel | 1987 Frank Weber | 1991 Jens Fiedler

Weitere Resultate unter Deutsche Meister im Sprint (Elite).

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