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Wittershausen (Oberthulba)

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Wittershausen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(502)&title=Wittershausen 50° 11′ N, 9° 59′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(502) 50° 10′ 49″ N, 9° 59′ 27″ O
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Höhe: 291 m ü. NHN
Fläche: 5,73 km²<ref name="Gemarkung"/>
Einwohner: 502 (31. Dez. 2021)<ref>Einwohnerstatistik der Marktgemeinde</ref>
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1971
Postleitzahl: 97723
Vorwahl: 09704
Datei:Neuwies-Eiche bei Wittershausen. 1.jpg
Neuwies-Eiche bei Wittershausen

Wittershausen ist ein Gemeindeteil des Marktes Oberthulba im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Wittershausen hat eine Fläche von 5,733 km². Sie ist in 838 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6840,76 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Wittershausen (090258). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 18. Februar 2026.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Februar 2026.</ref>

Geographische Lage

Das Kirchdorf Wittershausen liegt südöstlich von Oberthulba. Die durch den Ort verlaufende Staatsstraße 2290 führt in nordwestlicher Richtung nach Oberthulba und in südöstlicher Richtung zur Gemeinde Aura an der Saale. Von Wittershausen aus führt die Kreisstraße KG 13 zum Bad Kissinger Gemeindeteil Garitz.

Geschichte

Ersterwähnung

Lange Zeit wurde als erste bekannte Erwähnung von Wittershausen das Jahr 1317 angenommen, wie es auch der Wittershausener Dorfschullehrer T. Weimer in seiner „Heimatkundlichen Stoff- und Beispielsammlung“ im Jahr 1960 vermerkt hat. Zu dieser Zeit gehört Wittershausen zur Pfarrei Euerdorf, ab 1668 zu Aura an der Saale, heute zu Oberthulba.

Laut den von Würzburger Archivar Hermann Hofmann im Jahr 1972 herausgegebenen Lehenbüchern des Hochstifts Würzburg datiert die Ersterwähnung jedoch bereits auf die Jahre 1303/1304. Demzufolge wird Wittershausen bereits im für den Würzburger Bischof Andreas von Gundelfingen angefertigten Lehenbuch genannt (Lehenbücher wurden für jeden Bischof neu angefertigt).<ref>Erwin Muth: Die erste Nennung von Wittershausen und die Anfänge des Dorfes, in Dr. Erwin Muth M. A., Hans Dünninger, Gottfried Hönlinger, Hrsg.: Obst- und Gartenbauverein Wittershausen: Wittershausen – 700 Jahre und mehr. Anfänge und Gegenwart eines fränkischen Dorfes, 2. Auflage 2017, S. 9–20</ref> Der Ortsname leitet sich vom Ortsgründer Witrich (geschrieben: Uuitrich oder Uuitrih, aus Witurich) ab<ref>Karl Puchner: Die Ortsnamen auf -hausen in Unterfranken. Blätter für oberdeutsche Namensforschung, 1962/1964 (5), Heft 1/2, Seite 2–27</ref>, der mehrfach in Schenkungsurkunden des 9. Jahrhunderts als Zeuge für die jeweilige Schenkung genannt wurde und möglicherweise aus dem Saaletal oder dem Thulbatal stammte.

Mittelalter und Neuzeit

Im 14. Jahrhundert entstand der Originalbau der heutigen St.-Georgs-Kirche des Ortes. Unter dem Würzburger Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn dieser Kirchenbau im Jahr 1612 um einen Kirchturm im nachgotischen Stil ergänzt.

Im Jahr 1796 fiel der Ort einer gravierenden Viehseuche zum Opfer, diese wurde der Anlass einer Wallfahrt zur Sulzthaler Heilig-Kreuz-Kapelle. In den Jahren 1816/17 erfolgte durch Missernten eine große Hungersnot, die durch Getreidelieferungen aus Würzburg gelindert werden mussten.

Im Jahr 1854 entstand das Schulhaus des Ortes, das mehrfach – zuletzt von 2016 bis 2017 – umgebaut und renoviert wurde.<ref>Hans Dünninger: Geschichte des Schulhauses in Wittershausen, in Dr. Erwin Muth M. A., Hans Dünninger, Gottfried Hönlinger, Hrsg.: Obst- und Gartenbauverein Wittershausen: Wittershausen – 700 Jahre und mehr. Anfänge und Gegenwart eines fränkischen Dorfes, 2. Auflage 2017, S. 27–52</ref>

Zwanzigstes Jahrhundert

Mit dem Bau eines neuen Langhauses durch den Würzburger Dombaumeister Hans Schädel in den Jahren 1957/58 erhielt die St.-Georgs-Kirche ihre heutigen Form. Im Jahr 1967 entstand das Leichenhaus des örtlichen Friedhofs, der im selben Jahr umgestaltet wurde.

Von 1967 bis 1980 fand in Wittershausen die Flurbereinigung statt.

Am 1. Juli 1971 wurde Wittershausen im Rahmen der Gebietsreform in Bayern nach Oberthulba eingemeindet.<ref></ref>

Baudenkmäler

Neben der St.-Georgs-Kirche sind elf weitere Objekte in die Liste der Baudenkmäler in Wittershausen eingetragen.

Literatur

  • Erwin Muth, Hans Dünninger, Gottfried Hönlinger, Hrsg.: Obst- und Gartenbauverein Wittershausen: Wittershausen – 700 Jahre und mehr. Anfänge und Gegenwart eines fränkischen Dorfes, 2. Auflage 2017

Weblinks

Commons: Wittershausen (Oberthulba) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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