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Wohn- und Pflegeheim Frienisberg

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Datei:Frienisberg DSC03842.jpeg
Sicht auf das Wohn- und Pflegeheim Frienisberg mit dazugehörendem Landwirtschaftsbetrieb (Aufnahme 2011)

Das Wohn- und Pflegeheim Frienisberg ist eine soziale Einrichtung für Senioren sowie für Menschen mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung im Dorf Frienisberg in der Gemeinde Seedorf im Kanton Bern.

Geschichte

Die Wurzeln des Wohn- und Pflegeheim Frienisberg liegen im gleichnamigen, ehemaligen Kloster. Nach dessen Auflösung 1528, im Zuge der Reformation in der Schweiz, war es ein Sitz der Berner Landvögte in Frienisberg bis zum Ende des Berner Stadtstaates 1798. In dieser Periode diente das Anwesen des ehemaligen Klosters als (Spital- und) Pfründeranstalt und mit Beginn der Helvetik als Armenhaus. Ab 1834 war die kantonale Knabentaubstummenanstalt, bis zu deren Umzug 1890<ref>Umzug mit 64 taubstummen Knaben mit 68 Fudern, gezogen von 128 Pferden (PDF; 23 kB) abgerufen am 17. Juli 2011 (Pädagogisches Zentrum für Hören und Sprache Münchenbuchsee – Geschichte)</ref> nach Münchenbuchsee, ansässig. Die nachfolgende Verpflegungsanstalt wurde 1897 von der heutigen Trägerschaft käuflich erworben und im Verlauf des 20. Jahrhunderts bis zum heute bekannten, überregionalen Wohn- und Pflegeheim entwickelt.

Zum weitläufigen Liegenschafts- und Grundbesitz des Wohn- und Pflegeheims im Dorf Frienisberg, gehört auch ein verpachteter Landwirtschaftsbetrieb – Das Wohn- und Pflegeheims ist dergestalt das Dorf Frienisberg – und auf dem Chasseral die Métairie «Plan de l'Egasse», eine 1906 käuflich erworbene Alp mit landwirtschaftlichem Pachtbetrieb, was das französische Wort Métairie (dt. landwirtschaftlicher Pachthof oder Meierei) erahnen lässt.<ref>Mitarbeiter: Métairie «Plan de l'Egasse». In: frienisberg.ch. Wohn- und Pflegeheim Frienisberg, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Juli 2017; abgerufen am 27. Juli 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/frienisberg.ch</ref>

Betreuung

Datei:Frienisberg Foto0488.jpeg
Weiher mit Lindenhaus links und Verwaltungstrakt des Wohn- und Pflegeheims Frienisberg rechts. (Aufnahme 2011)

Das Wohn- und Pflegeheim Frienisberg umfasst Wohnplätze für 260 Bewohner,<ref>Mitarbeiter Alters- und Behindertenamt: Pflegeheimliste des Kantons Bern 2017. (PDF; 295 KB) Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern, 1. April 2017, S. 8, abgerufen am 27. Juli 2017.</ref> davon für 120 Menschen im IV-Bereich. Somit ist es das drittgrösste Pflegeheim im Kanton Bern, ex aequo mit dem Wohnheim Riggisberg (260); grösstes Pflegeheim ist die Heimstätte Bärau (300) vor dem Seelandheim Worben (290). 2016 wurden 220 Bewohner von etwa 330 Mitarbeitern betreut.<ref>Verwaltung: 120. Geschäftsbericht – 2016. (PDF; 6.1 MB) In: Geschäftsbericht. Genossenschaft «Wohn- und Pflegeheim Frienisberg», 27. März 2017, S. 20, abgerufen am 27. Juli 2017 (deutsch, 329 Mitarbeiter teilen sich 240 Vollzeitstellen (S. 5 und S. 15) und 220 Bewohner (S. 16)).</ref>

Die 19 weitgehend autonomen Betreuungswohngruppen (IV) und Pflegestationen (NIV), sind in 9 dezentral gelegenen und nach Bäumen benannten Häusern – wie Akazienhaus, Ahornhaus, Birkenhaus usw. – untergebracht.

Trägerschaft

Die Trägerschaft des Wohn- und Pflegeheims Frienisberg ist als Genossenschaft<ref name="HR-zefix">Handelsregisteramt des Kantons Bern: Wohn- und Pflegeheim Frienisberg Genossenschaft. In: Zefix – Zentraler Firmenindex. Bundesamt für Justiz BJ, 20. Juli 2017, abgerufen am 27. Juli 2017.</ref><ref name="Statuten">Delegiertenversammlung: Statuten Genossenschaft Wohn- und Pflegeheim Frienisberg. (PDF; 68 KB) In: Statuten. Genossenschaft «Wohn- und Pflegeheim Frienisberg», 21. Januar 2011, S. 7, abgerufen am 17. Juli 2011.</ref> organisiert, mit 42 Gemeinden,<ref name="Statuten-Anhang">Delegiertenversammlung: Beteiligung der Gemeinden an der Genossenschaft. (PDF; 118 KB) In: Statuten – Anhang zu den Statuten. Genossenschaft «Wohn- und Pflegeheim Frienisberg», 20. März 2017, S. 1, abgerufen am 27. Juli 2017.</ref> hauptsächlich aus den ehemaligen Amtsbezirken Burgdorf, Fraubrunnen und Trachselwald, als Genossenschafter. Die Wohn- und Pflegeheim Frienisberg Genossenschaft firmiert ab 17. Mai 2018 neu als Frienisberg – üses Dorf Genossenschaft.<ref>Handelsregisteramt des Kantons Bern: Mutation Frienisberg – üses Dorf Genossenschaft, Seedorf (BE). (PDF; 157 KB) In: Schweizerisches Handelsamtsblatt (SHAB). Bundesamt für Justiz BJ, 14. September 2018, abgerufen am 15. Mai 2019.</ref>

Direktoren (bis 1988 Verwalter)

  • Paul Hirsiger (2010–2016)<ref name="Bigler-Hirsiger-1" /><ref name="Bigler-Hirsiger-2" /><ref name="Hirsiger-Bohli-1">Tscherrig, Tobias: Frienisberg – Kehrt nun Ruhe ein? In: bernerzeitung.ch. Tamedia, 9. Juli 2016, abgerufen am 27. Juli 2017.</ref>
  • Barbara Bohli (2016/2017 ad interim)<ref name="Hirsiger-Bohli-1" /><ref name="Bohli-Gerber-1">Lippuner, Simone: Frienisberg – Neubeginn mit neuem Direktor. In: bernerzeitung.ch. Tamedia, 5. Oktober 2016, abgerufen am 27. Juli 2017.</ref>
  • Peter Gerber (seit 2017)<ref name="Bohli-Gerber-1" /><ref>Neuer Direktor. (PDF; 4.3 MB) Peter Gerber, Stellenantritt 1. April 2017. In: Frienisberger Chloschterposcht 42/2016. Wohn- und Pflegeheim Frienisberg, 6. Dezember 2016, S. 28, abgerufen am 26. Juli 2017.</ref><ref name="Organigramm-2017-05-23">Direktion: Organigramm. (PDF; 60 KB) In: Organigramm. Direktion Wohn- und Pflegeheim Frienisberg, 31. Mai 2017, S. 1, abgerufen am 27. Juli 2017: „gültig ab 23. Mai 2017“</ref>

Mitgliedschaften

  • abems – Verband Berner Pflege- & Betreuungszentren; organisiert in
  • CURAVIVA Schweiz – Nationaler Dachverband der Heime und Institutionen
  • Heimverband Bern – VBB/IV Plätze

Weblinks

Commons: Wohn- und Pflegeheim Frienisberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Koordinaten: 47° 1′ 38,4″ N, 7° 19′ 51,6″ O; CH1903: 591819 / 208483

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