Woiwodschaft Heiligkreuz
Die Woiwodschaft Heiligkreuz ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) [<templatestyles src="IPA/styles.css" />]) ist eine der 16 Woiwodschaften, in die die Republik Polen gegliedert ist. Sie befindet sich im Südosten des Landes und ist benannt nach dem Heiligkreuzgebirge (Góry Świętokrzyskie) sowie dem dort befindlichen Heiligkreuzkloster (Święty Krzyż). Historisch betrachtet sind die Gebiete der Woiwodschaft Heiligkreuz Teil Kleinpolens.
Hauptstadt ist das zentral in der Woiwodschaft gelegene Kielce.
Geschichte
Die Woiwodschaft Heiligkreuz wurde 1999 im Zuge der polnischen Verwaltungsreform vor allem aus der bis dahin bestehenden Woiwodschaft Kielce gebildet. Die östlichen Gemeinden der heutigen Woiwodschaft gehörten zuvor außerdem zur Woiwodschaft Tarnobrzeg. Ferner gehörten einzelne Gemeinden den Woiwodschaften Częstochowa, Piotrków sowie Radom an.
Erstmals gab es in den Jahren 1919 bis 1939 eine Woiwodschaft Kielce, die jedoch eine weitaus größere Fläche umfasste, als die heutige Woiwodschaft Heiligkreuz.
Wappen
Beschreibung: Im ersten Feld des gevierten Wappens in Blau ein goldenes Patriarchenkreuz, im zweiten in Rot ein goldbewehrter, gekrönter, silberner Adler, das dritte vierfach von Rot und Silber geteilt, im vierten in Blau acht goldene, sechszackige Sterne, gestellt 3:3:2.
Das Patriarchenkreuz nimmt Bezug auf das namensgebende Benediktinerkloster Heiligkreuz. Der Adler ist sowohl im Wappen Krakaus und Sandomierz’ zu sehen, zu deren historischem Einflussgebiet die Woiwodschaft gehörte, als auch im offiziellen polnischen Wappen. Die Teilung des dritten Feldes stellt das ungarische Wappen dar, bezugnehmend auf Kasimir III., welcher 1355 in Anwesenheit Edler aus Sandomir seine Thronfolge mit Ludwig I., König von Ungarn und späterem König von Polen, regelte, weshalb es zum Wappen der historischen Woiwodschaft Sandomir gehörte, ebenso wie die acht, vormals neun, Sterne im vierten Feld.
Verwaltungsgliederung
Die Woiwodschaft Heiligkreuz ist in 13 Landkreise unterteilt, wobei die Hauptstadt Kielce kreisfrei ist. Es gibt zwar auch unter ihrem Namen einen Landkreis, die Stadt gehört ihm aber nicht an.
Stadtkreis
- Datei:POL Kielce COA.svg Kielce 182.295; 110 km²
Landkreise
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- Datei:POL powiat Busko COA.svg Busko-Zdrój 67.817; 968 km²
- Datei:POL powiat jędrzejowski COA.svg Jędrzejów 81.057; 1.257 km²
- Datei:POL powiat kazimierski COA 1.svg Kazimierza Wielka 31.693; 422 km²
- Datei:POL powiat kielecki COA.svg Kielce 211.764; 2.246 km²
- Datei:POL powiat konecki COA.svg Końskie 73.741; 1.140 km²
- Datei:POL powiat opatowski COA.svg Opatów 48.394; 912 km²
- Datei:POL powiat ostrowiecki COA.svg Ostrowiec Świętokrzyski 100.058; 617 km²
- Datei:POL powiat pińczowski COA.svg Pińczów 36.739; 612 km²
- Datei:POL powiat sandomierski COA.svg Sandomierz 71.824; 676 km²
- Datei:POL powiat skarżyski COA.svg Skarżysko-Kamienna 68.103; 395 km²
- Datei:POL powiat starachowicki COA.svg Starachowice 83.634; 523 km²
- Datei:POL powiat staszowski COA.svg Staszów 68.448; 925 km²
- Datei:POL powiat włoszczowski COA.svg Włoszczowa 42.932; 908 km²
(Einwohner und Fläche am 1. Januar 2024)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl PL-26">Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.</ref>
| Landkreise | Größte | Kleinste |
|---|---|---|
| flächenmäßig | Powiat Kielecki | Powiat Skarżyski |
| bevölkerungsmäßig | Powiat Kielecki | Powiat Kazimierski |
Geographie
Mit einer Gesamtfläche von 11.710 km² ist Heiligkreuz flächenmäßig die zweitkleinste Woiwodschaft innerhalb Polens.
Landschaft
Die landschaftlichen Gegebenheiten der Woiwodschaft Heiligkreuz sind vielfältig und werden insbesondere durch drei Regionen geprägt.
Zentral befindet sich das namensgebende Heiligkreuzgebirge (Góry Świętokrzyskie), welches auch unter dem Begriff Kielcer Bergland (Wyżyna Kielecka) bekannt ist. Hierbei handelt es sich um ein Mittelgebirge, in welchem aus geologischer Sicht die ältesten Gesteine Polens zu finden sind und welches in seiner höchsten Bergkette Łysogóry an seinem höchsten Punkt rund 614 Meter erreicht. Im Westen schließt sich daran das Przedbórz-Hochland (Wyżyna Przedborska) an. Hier werden Höhen von maximal rund 350 Metern erreicht. Im Süden hat Heiligkreuz hingegen Anteile am Nida-Becken (Niecka Nidziańska). Alle drei Regionen sind Teil des Kleinpolnischen Hochlandes (Wyżyna Małopolska).
Der Südosten der Woiwodschaft ist durch Tiefebenen an der Weichsel (Nizina Nadwiślańska) geprägt, die wiederum Teil des Sandomirer Beckens (Kotlina Sandomierska) und somit des Karpatenvorlandes ist.<ref name="PWN">Woiwodschaft Heiligkreuz, PWN, abgerufen am 22. Januar 2022.</ref><ref name="GIOS">Informationen über die Woiwodschaft Heiligkreuz (PDF; 1,6 MB), Główny Inspektorat Ochrony Środowiska, abgerufen am 22. Januar 2022</ref>
Knapp 30 Prozent der Fläche ist bewaldet. Das größte Waldgebiet ist die Puszcza Świętokrzyska im Norden der Woiwodschaft.
Rohstoffe
Die zahlreichen Rohstoffvorkommen der Region, unter anderem von Kalkstein, Dolomitsteinen, Mergel, Tonmineralen und Gipssteinen, sind auch wirtschaftlich relevant.<ref name="GIOS" />
Flüsse
Klima
Es herrscht in der Woiwodschaft Heiligkreuz insbesondere in den Höhenlagen ein typisches Mittelgebirgsklima vor. Hier werden jährliche Niederschlagsmengen von bis zu 800 mm gemessen und die Durchschnittstemperatur liegt bei maximal 7 °C. Der südliche Teil der Region ist niederschlagsärmer und milder mit entsprechend maximal 550 mm Niederschlag und einer Temperatur von 8 °C im Jahresdurchschnitt.<ref name="GIOS" />
Die Vegetationsperiode ist zwischen 190 und 210 Tage lang.<ref name="PWN" />
Naturschutzgebiete
- Nationalpark Heiligkreuz (Świętokrzyski Park Narodowy)
- Landschaftsschutzpark Kozubów (Kozubowski Park Krajobrazowy)
- Landschaftsschutzpark Nidagebiet (Nadnidziański Park Krajobrazowy)
- Landschaftsschutzpark Szaniec (Szaniecki Park Krajobrazowy)
- Chęcińsko-Kielecki Park Krajobrazowy
- Cisowsko-Orłowiński Park Krajobrazowy
- Jeleniowski Park Krajobrazowy
- Przedborski Park Krajobrazowy
- Sieradowicki Park Krajobrazowy
- Suchedniowsko-Oblęgorski Park Krajobrazowy
Nachbarwoiwodschaften
| Woiwodschaft Łódź | Woiwodschaft Masowien | |
| Woiwodschaft Schlesien | Datei:Compass card (de).svg | Woiwodschaft Lublin |
| Woiwodschaft Kleinpolen | Woiwodschaft Karpatenvorland |
Bevölkerung
Am 31. Dezember 2019 waren 1.233.961 Einwohner in der Woiwodschaft Heiligkreuz gemeldet, davon sind 601.664 Männer (48,76 %) und 632.297 Frauen (51,24 %). Die Urbanisierung ist im Vergleich mit anderen polnischen Regionen unterdurchschnittlich und beträgt rund 45 Prozent.<ref name="Demografie">Bevölkerung nach Woiwodschaften am 31. Dezember 2019 – Hauptstatistikamt GUS, abgerufen am 22. Januar 2022.</ref>
Die höchste Bevölkerungsdichte weisen die nördlich gelegenen Landkreise Skarżysko-Kamienna (185 Einwohner pro km²), Ostrowiec Świętokrzyski (175 Einwohner pro km²) und Starachowice (169 Einwohner pro km²) auf. Am dünnsten besiedelt ist der im Westen der Woiwodschaft gelegene Landkreis Włoszczowa (49 Einwohner pro km²).
Bevölkerungsentwicklung
Die Woiwodschaft Heiligkreuz hat in den Jahren zwischen 1995 und 2019 knapp 100.000 Einwohner verloren.<ref>Einwohnerentwicklung 1995 bis 2019, Polska w liczbach (gemäß der Daten vom Hauptstatistikamt GUS), abgerufen am 22. Januar 2022.</ref>
| Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1995 | 1.331.481 |
| 2000 | 1.302.650 |
| 2005 | 1.285.007 |
| 2010 | 1.266.014 |
| 2015 | 1.257.179 |
| 2019 | 1.233.961 |
Lebenserwartung
Im Jahr 2019 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung in der Woiwodschaft Heiligkreuz bei Männern 73,8 Jahre und bei Frauen 82,2 Jahre.<ref>Lebenserwartung im Jahr 2019 (PDF) – Hauptstatistikamt GUS, Główny Urząd Statystyczny, S. 17–18, abgerufen am 22. Januar 2022.</ref>
Größte Städte
Die Hauptstadt Kielce ist die einzige Großstadt der polnischen Region Heiligkreuz.
| Stadt | Powiat | Einwohner 1. Januar 2024 |
|---|---|---|
| Datei:Herb miasta Kielce.svg Kielce | kreisfrei | 182.295 |
| Datei:POL Ostrowiec Świętokrzyski COA.svg Ostrowiec Świętokrzyski | Ostrowiec Świętokrzyski | 62.093 |
| Datei:Starachowice herb.svg Starachowice | Starachowice | 44.416 |
| Datei:Skarzysko kamienna herb.svg Skarżysko-Kamienna | Skarżysko-Kamienna | 41.224 |
| Datei:POL Sandomierz COA (do 2016).svg Sandomierz | Sandomierz | 21.273 |
| Datei:Konskiecoa.png Końskie | Końskie | 17.384 |
| Datei:POL Busko-Zdrój COA.svg Busko-Zdrój | Busko-Zdrój | 14.365 |
| Datei:Gmina Jędrzejów herb.svg Jędrzejów | Jędrzejów | 14.029 |
| Datei:Staszow herb.svg Staszów | Staszów | 13.596 |
| Datei:POL Pińczów COA.svg Pińczów | Pińczów | 9721 |
| Datei:POL gmina Włoszczowa COA.svg Włoszczowa | Włoszczowa | 9520 |
| Datei:POL Suchedniów COA.svg Suchedniów | Skarżysko-Kamienna | 7452 |
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Wirtschaft
Der nördliche Teil der Woiwodschaft Heiligkreuz ist traditionell stärker industriell geprägt und hat Anteile am früheren so genannten Altpolnischen Industrierevier (Staropolski Okręg Przemysłowy). In dieser Region ist vor allem die Baustoffindustrie (insbesondere die Zementherstellung), die Metallverarbeitung, die Rüstungsindustrie, der Bergbau sowie der Maschinenbau von großer Bedeutung. Im südlichen Teil hingegen dominiert die Landwirtschaft sowie die Lebensmittelindustrie. Die Agrarbetriebe weisen im Durchschnitt eine Fläche von 5 Hektar auf. Wichtige Anbauprodukte sind Getreide, Kartoffeln, Tabak sowie Obst und Gemüse.<ref name="PWN" /><ref name="GIOS" />
Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte die Woiwodschaft 2018 einen Index von 51 (EU-27 = 100), bezogen auf den Wert pro Erwerbstätigem erreichte Heiligkreuz hingegen einen Index von 58 (EU-27 = 100).<ref>GDP per capita in EU regions in 2018, Eurostat, 5. März 2020, abgerufen am 22. Januar 2022</ref>
Mit einem Wert von 0,866 erreicht Heiligkreuz Platz 12 unter den 16 Woiwodschaften Polens im Index der menschlichen Entwicklung.<ref>Sub-national HDI – Area Database – Global Data Lab. Abgerufen am 9. Januar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Arbeitsmarkt
Die Arbeitslosenquote lag 2005 noch bei 19 %.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Regional unemployment in the European Union, Bulgaria and Romania in 2005 ( vom 27. September 2007 im Internet Archive)</ref> Bis zum Dezember 2009 sank sie auf 14,7 %, was 83.800 Personen entsprach.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zentrales Statistikamt Polens (GUS), Bezrobotni oraz stopa bezrobocia wg województw, grudzień 2009, 3. Febr. 2010 ( vom 2. April 2015 im Internet Archive)</ref>
Mit einer Arbeitslosigkeit von 8,6 % lag Heiligkreuz im Juli 2020 über dem landesweiten Durchschnitt.<ref name="Info" />
Infrastruktur
Das befestigte Straßennetz der Region hatte im Jahr 2019 eine Gesamtlänge von rund 14.740 Kilometern, davon entfielen 106 Kilometer auf Schnellstraßen.<ref name=transport>Transport – Regionales Statistikamt in Kielce, Urząd Statystyczny w Kielcach, abgerufen am 22. Januar 2022.</ref>
Darüber hinaus existierten in der Woiwodschaft Heiligkreuz im Jahr 2019 ausgebaute Radwege auf einer Länge von 324 Kilometern.<ref name=transport />
Das Eisenbahnnetz der Region hatte im Jahr 2019 eine Gesamtlänge von insgesamt 722 Kilometern, wovon 554 Kilometer elektrifiziert waren.<ref name=transport />
Weblinks
- Woiwodschaft Heiligkreuz (polnisch, englisch)
Einzelnachweise
<references />
Ermland-Masuren | Großpolen | Heiligkreuz | Karpatenvorland | Kleinpolen | Kujawien-Pommern | Lebus | Łódź | Lublin | Masowien | Niederschlesien | Opole | Podlachien | Pommern | Schlesien | Westpommern Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Koordinaten: 50° 46′ N, 20° 46′ O
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