Zum Inhalt springen

Wolferode (Stadtallendorf)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wolferode
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(450)&title=Wolferode 50° 54′ N, 8° 59′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(450) 50° 53′ 33″ N, 8° 59′ 11″ O
 {{#coordinates:50,8925|8,9863888888889|primary
dim=10000 globe= name=Wolferode region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 235 (224–267) m ü. NHN
Fläche: 2,44 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 450 ca.<ref>Einwohnerzahl im Internetauftritt von Stadtallendorf, abgerufen im März 2013</ref>
Bevölkerungsdichte: 184 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 35260
Vorwahl: 06425

Wolferode ist ein Stadtteil von Stadtallendorf im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf. Der Ort liegt nördlich des Hauptorts in der Westhessischen Senke. Durch den Ort führt die Landesstraße 3071. Der öffentliche Personennahverkehr wird durch eine Stadtbusverbindung nach Stadtallendorf sichergestellt.

Geschichte

Datei:Wolferode church.jpg
Wolferoder Kirche

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Wolferode erfolgte unter dem Namen de Wolvolderode um das Jahr 1260 in einer Urkunde des Klosters Haina.<ref name="lagis" /> Weitere Erwähnungen erfolgten unter den Ortsnamen (in Klammern das Jahr der Erwähnung):<ref name="lagis" /> Wolferode (1358), Welferoda (1359), Wulferode (1381) und Wolferode (1382).

Der Ort gehörte ursprünglich zur Grafschaft Ziegenhain und fiel mit dieser im Jahre 1450, nach dem Tod Johanns II., des letzten Grafen von Ziegenhain, an die Landgrafschaft Hessen.

1909 wurde die evangelische Fachwerkkirche gebaut; sie gehört zum Kirchspiel Josbach.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen kam die bis dahin selbständige Gemeinde Wolferode zum 1. Juli 1974 kraft Landesgesetz zur Stadt Allendorf, Landkreis Marburg (damalige amtliche Bezeichnung der Stadt).<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Biedenkopf und Marburg und der Stadt Marburg (Lahn) (GVBl. II 330-27) vom 12. März 1974. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 154, § 8 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 3,0 MB]).</ref><ref></ref> Für Wolferode wurde ein Ortsbezirk eingerichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 143 kB) § 7. In: Webauftritt. Stadtallendorf, abgerufen im September 2021.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Wolferode angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Wolferode 435 Einwohner. Darunter waren 12 (2,8 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 66 Einwohner unter 18 Jahren, 180 zwischen 18 und 49, 105 zwischen 50 und 64 und 87 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 171 Haushalten. Davon waren 39 Singlehaushalte, 54 Paare ohne Kinder und 57 Paare mit Kindern, sowie 18 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 33 Haushalten lebten ausschließlich Senioren/-innen und in 105 Haushaltungen lebten keine Senioren/-innen.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />

  • 1502: 4 Männer
  • 1577: 28 Hausgesesse
  • 1629: 11 Dienste, 2 Einläuftige
  • 1681: 8 hausgesessene Mannschaften
  • 1747: 40 Haushalte
  • 1838: Familien: 51 nutzungsberechtigte, 6 nicht nutzungsberechtigte Ortsbürger, 10 Beisassen
Wolferode: Einwohnerzahlen von 1780 bis 2011
Jahr  Einwohner
1780
  
214
1800
  
?
1834
  
326
1840
  
375
1846
  
384
1852
  
381
1858
  
368
1864
  
370
1871
  
340
1875
  
345
1885
  
348
1895
  
298
1905
  
352
1910
  
381
1925
  
367
1939
  
386
1946
  
565
1950
  
507
1956
  
441
1961
  
440
1967
  
424
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
435
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />

Historische Erwerbstätigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
  • 1780: 2 Maurer, 2 Wagner, 3 Schneider, 10 Leineweber, 1 Ziegler, 1 Musikant, 6 Tagelöhner(-innen), 2 Lohnschäfer, 1 Branntweinbrenner, 3 Müller.
  • 1838: Familien: 34 Ackerbau, 7 Gewerbe, 26 Tagelöhner
  • 1961: Erwerbspersonen: 129 Land- und Forstwirtschaft, 73 Produzierendes Gewerbe, 16 Handel und Verkehr, 11 Dienstleistungen und Sonstiges.

Politik

Für Wolferode besteht ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Er umfasst das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Wolferode.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 58,19 %. Alle Kandidaten gehörten der „Bürgerliste Wolferode“ an.<ref>Ergebnis der Ortsbeiratswahlen Wolferode. In: Votemanager. Stadt Stadtallendorf, abgerufen im September 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Manfred Dönges zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsvorsteher. In: Webauftritt. Stadt Stadtallendorf, abgerufen im September 2023.</ref>

Kultur und Infrastruktur

  • In Wolferode gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus.
  • Der Dorfplatz wurde 1979 neu gebaut.
  • Am 12. Mai 2011 wurde Wolferode in der Hessenschau als Dolles Dorf gezogen; am 14. Mai 2011 wurde der Filmbeitrag dazu in der Hessenschau gezeigt.

Persönlichkeiten

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Wolferode, Landkreis Marburg-Biedenkopf. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 15. März 2016). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="KF-Hessen"> Georg Landau: Beschreibung des kurfürstenthums Hessen. T. Fischer, Kassel 1842, S. 370 (online bei HathiTrust’s digital library). </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 117 f. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 32 und 70, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Erksdorf | Hatzbach | Niederklein | Schweinsberg | Stadtallendorf | Wolferode

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein