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Wolfgang Nordwig

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Wolfgang Nordwig Vorlage:SportPicto

Datei:Bundesarchiv Bild 183-D0812-0012-002, Wolfgang Nordwig.jpg
Wolfgang Nordwig im Jahr 1965

Nation Deutschland Demokratische Republik 1949[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Deutsche Demokratische Republik
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Geburtstag 27. August 1943 (82 Jahre)
Geburtsort Siegmar-Schönau
Größe 184 cm
Karriere
Disziplin Stabhochsprung
Bestleistung 5,50 m
5,40 m (Halle)
Status zurückgetreten
Karriereende 1972
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 3 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Halleneuropameisterschaften 4 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
Universiade 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Bronze Mexiko-Stadt 1968 5,40 m
Gold München 1972 5,50 m
 Europameisterschaften
Gold Budapest 1966 5,10 m
Gold Athen 1969 5,30 m
Gold Helsinki 1971 5,35 m
 Halleneuropameisterschaften
Bronze Prag 1967 5,20 m
Gold Madrid 1968 5,20 m
Gold Belgrad 1969 5,20 m
Bronze Wien 1970 5,20 m
Gold Sofia 1971 5,40 m
Gold Grenoble 1972 5,40 m
 Universiade
Gold Turin 1970 5,46 m

Wolfgang Nordwig (* 27. August 1943 in Siegmar-Schönau, Sachsen) ist Olympiasieger und ehemaliger Weltrekordhalter im Stabhochsprung.

Leben

Nordwig, der 1957 mit der Leichtathletik begann, war einer der erfolgreichsten Leichtathleten des SC Motor Jena. Als Nachfolger des achtmaligen DDR-Meisters Manfred Preußger vom SC DHfK Leipzig holte er von 1965 bis 1972 achtmal den DDR-Meistertitel im Stabhochsprung nach Jena. Außerdem gewann er bei den Europameisterschaften im Stabhochsprung 1966 in Budapest, 1969 in Athen und 1971 und in Helsinki jeweils den Titel.

Bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt war er Mitglied der erstmals selbständig auftretenden DDR-Olympiamannschaft. Das Stabhochsprungfinale beendeten die drei Medaillengewinner mit der gleichen übersprungenen Höhe von 5,40 m: Gold ging an Bob Seagren (USA), Silber an Claus Schiprowski (Bundesrepublik Deutschland) und Bronze an Wolfgang Nordwig.

Am 17. Juni 1970 übersprang Nordwig in Berlin die Weltrekordhöhe von 5,45 m und löste damit John Pennel (USA) als Weltrekordhalter ab. Im selben Jahr verbesserte er am 3. September seinen eigenen Weltrekord bei der Universiade in Turin auf 5,46 m.

Den größten sportlichen Erfolg feierte Nordwig bei den Olympischen Spielen 1972 in München, wo er mit 5,50 m seine persönliche Bestleistung erzielte und vor Bob Seagren die Goldmedaille gewann. Seagren hatte bereits längere Zeit vor den Spielen mit in den USA neu entwickelten Kohlefaserstäben trainiert und war mit einem dieser Stäbe Weltrekord gesprungen. Da Nordwig und anderen Springern diese Stäbe jedenfalls nicht ausreichend lange Zeit vor den Spielen zur Verfügung standen, wurde deren Verwendung verboten. Als Olympiasieger wurde Wolfgang Nordwig 1972 zum DDR-Sportler des Jahres gewählt und beendete im selben Jahr seine fünfzehnjährige Stabhochspringerlaufbahn.

Aus Unterlagen der Staatssicherheit, geschrieben u. a. von Manfred Höppner, führender Arzt des DDR-Sports, geht hervor, dass Nordwig mit Anabolika gedopt wurde.<ref>Stasi-Dokument zu Renate Stecher deutschlandfunk.de 28. August 2011</ref>

Nordwig hatte bei einer Größe von 1,84 m ein Wettkampfgewicht von 72 kg. Mit mehreren Studienabschlüssen als Ingenieur, Diplomphysiker und promovierter Ökonom arbeitete er im Kombinat VEB Carl Zeiss Jena und wurde Direktor im Bereich Forschung und Entwicklung. Anfang der 1990er-Jahre verließ er Thüringen und wurde Geschäftsführer einer Reiseverkehrsfirma in Berlin.

Er lebt heute in Schleiz.

Auszeichnungen (Auswahl)

Literatur

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  • Karl-Heinz Keldungs: Wolfgang Nordwig. In: ders.: Die deutsche Leichtathletik in 100 Porträts von Hanns Braun bis Malaika Mihambo. Arete Verlag Christian Becker, Hildesheim 2022, ISBN 978-3-96423-081-2, S. 118f.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

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1953–61: Täve Schur | 1962: Helmut Recknagel | 1963: Klaus Ampler | 1964: Klaus Urbanczyk | 1965: Jürgen May | 1966: Frank Wiegand | 1967–71: Roland Matthes | 1972: Wolfgang Nordwig | 1973: Roland Matthes | 1974: Hans-Georg Aschenbach | 1975: Roland Matthes | 1976: Waldemar Cierpinski | 1977: Rolf Beilschmidt | 1978: Udo Beyer | 1979: Bernd Drogan | 1980: Waldemar Cierpinski | 1981: Lothar Thoms | 1982: Bernd Drogan | 1983: Uwe Raab | 1984: Uwe Hohn | 1985: Jens Weißflog | 1986: Olaf Ludwig | 1987: Torsten Voss | 1988: Olaf Ludwig | 1989: Andreas Wecker

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