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Wolfgang Prandke

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Wolfgang Prandke (* 16. März 1943; † 29. September 2013 in Berlin) war ein deutscher Tischtennisspieler. Er gewann 1961 das Bundesranglistenturnier.

Werdegang

Sein Leistungshoch hatte der Linkshänder Prandke Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre. Er galt damals als stärkster deutscher Jugendspieler.<ref name="ttm-2007-10" /> Fünfmal siegte er bei deutschen Jugendmeisterschaften:

  • 1957 im Doppel mit Peter Czichowski<ref>JUGEND-DM 1957. tt-wiki.info, abgerufen am 8. Februar 2022.</ref>
  • 1958 im Einzel<ref>JUGEND-DM 1958. tt-wiki.info, abgerufen am 8. Februar 2022.</ref>
  • 1959 im Mixed mit Jutta Fischer<ref>JUGEND-DM 1959. tt-wiki.info, abgerufen am 8. Februar 2022.</ref>
  • 1960 im Doppel mit Bernd Marks und im Mixed mit Jutta Fischer<ref>JUGEND-DM 1960. tt-wiki.info, abgerufen am 8. Februar 2022.</ref>

Erste internationale Erfolge erzielte er 1957 bei den internationalen Jugendmeisterschaften von England. Hier siegte er im Einzel, Doppel (mit David Creamer (England)) und im Mixed (mit Ursel Ehebrecht). Im gleichen Turnier nahm er auch an den Jugendveranstaltungen teil, wo er im Doppel mit Martin Ness und im Mixed mit Ursel Ehebrecht gewann.<ref name="ttm-2007-4" />

Im Herrenbereich wurde er mit Tennis Borussia Berlin 1959/60 Meister der Oberliga Nord, ein Jahr später wurde das Team Zweiter.<ref name="hameyer" /> Bei der Endrunde zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft 1961 verlor Prandke nur ein Spiel (gegen Wolf Berger), siegte jedoch sechs Mal.<ref name="dts-1961-12" /> 1962 schloss er sich dem Verein SC Charlottenburg an.<ref name="dts-1962-1" /> 1961 gewann Prandke das Bundesranglistenturnier, bei den nationalen deutschen Meisterschaften belegte er im Einzel Platz drei. Im gleichen Jahr verlor er bei den internationalen deutschen Meisterschaften in Berlin das Endspiel gegen den Schweden Hans Alsér, nachdem er Josip Vogrinc (Jugoslawien) und Toni Larsson (Schweden) ausgeschaltet hatte.<ref name="bttv-75" /> Aufgrund seiner Erfolge wurde er zur Weltmeisterschaft 1961 eingeladen, wo er mit der bundesdeutschen Mannschaft auf den siebten Platz kam. Im Einzel gelangte er bis in die vierte Runde, wo er dem Chinesen Hu Taopen unterlag.<ref name="tt-2013-12" />

Danach wurde es ruhig um Prandke. 1962 wurde er wegen unsportlichen Verhaltens vom Verein SC Charlottenburg für sieben Monate gesperrt.<ref name="dts-1962-21" /> Um 1964 spielte er mit DJK Südost Berlin in der Landesliga,<ref name="dts-1965-3" /> später in der Oberliga. Mit Tennis Borussia (seit 1966) siegte er 1966/67 noch einmal in der Oberliga Nord,<ref name="hameyer" /> bei der Berliner Meisterschaft erreichte er 1966 das Endspiel.<ref name="dts-1966-24" />

Prandke war seit April 1966 verheiratet mit Birgit Szymanski.<ref name="dts-1966-9" /> Aus der Verbindung gingen zwei Kinder hervor.

„Ick kann spielen, wat?“

Turnierergebnisse

<ref>Wolfgang Prandke Ergebnisse aus der ITTF-Datenbank auf ittf.com (abgerufen am 14. September 2011)</ref>

Verband Veranstaltung Jahr Ort Land Einzel Doppel Mixed Team
FRG Weltmeisterschaft 1961 Peking CHN letzte 32 letzte 64 letzte 32 8

Einzelnachweise

<references> <ref name="ttm-2007-4"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tischtennis Magazin – Offizielles Organ des Tischtennis-Verbandes Niedersachsen, 2007/4 S. 12 (Memento vom 11. Januar 2011 im Internet Archive) (PDF; 7,2 MB) (abgerufen am 18. Juni 2024)</ref> <ref name="ttm-2007-10"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tischtennis Magazin – Offizielles Organ des Tischtennis-Verbandes Niedersachsen, 2007/10 S. 13 (Memento vom 11. Januar 2011 im Internet Archive) (PDF; 6,6 MB) (abgerufen am 18. Juni 2024) </ref> <ref name="hameyer"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tischtennis-Archiv des Hans-Albert Meyer: Oberliga Nord (Memento vom 18. Oktober 2007 im Internet Archive) (abgerufen am 18. Juni 2024)</ref> <ref name="bttv-75">75 Jahre Berliner Tischtennisverband e. V. – Chronik 1927–2002, 2002, Herausgeber: Berliner Tischtennisverband e. V., Berlin, Seite 25</ref> <ref name="dts-1962-1">Zeitschrift DTS, 1962/1 Ausgabe West Seite 13</ref> <ref name="dts-1961-5">Zeitschrift DTS, 1961/5 Ausgabe West Seite 2–3</ref> <ref name="dts-1961-12">Zeitschrift DTS, 1961/12 Ausgabe West Seite 2</ref> <ref name="dts-1962-21">Zeitschrift DTS, 1962/21 Ausgabe West Seite 4</ref> <ref name="dts-1965-3">Zeitschrift DTS, 1965/3 Ausgabe West Seite 8</ref> <ref name="dts-1966-9">Zeitschrift DTS, 1966/9 Seite 46</ref> <ref name="dts-1966-24">Zeitschrift DTS, 1966/24 Ausgabe Süd-West Seite 13</ref> <ref name="tt-2013-12">Zeitschrift tischtennis, 2013/12 Seite 45</ref> </references>

Weblinks

Literatur

  • Friedrich-Karl Brauns: Wunderkind Wolfgang Prandke spielte die Saison seines Lebens, gewann u. a. das Bundesranglistenturnier – und stürzte ab., Zeitschrift tischtennis, 2013/12 Seite 45