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Wolfsanger / Hasenhecke

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Vorlage:Infobox Ortsgliederung

Das ehemalige Dorf Wolfsanger ist seit 1936 ein Stadtteil von Kassel in Nordhessen. Zahlreiche größere Höfe prägten noch bis vor wenigen Jahrzehnten das Ortsbild. Vor dem „Interessentenwald“ befindet sich die ehemalige Kasernenanlage „Hasenhecke“, die eine der ersten Umnutzungen militärischer Liegenschaften in Kassel war. Im Zuge der vergangenen Jahre wurden am nordöstlichen Ortsrand um das Sportzentrum weitere Grundstücke zur Eigenheimbebauung erschlossen.

Geschichte

Wolfsangers erste Erwähnung, als „Vulvisanger“, erfolgte in einer Urkunde Kaiser Karls des Großen vom 1. Dezember 811, ausgestellt zu Aachen. Zu diesem Zeitpunkt war es bereits eine ansehnliche Siedlung im Grenzbereich des sächsischen und fränkischen Stammesgebiets. Zwei Jahre später wurde der erste bekannte Angehörige des Geschlechts der Esikonen, der sächsische Edle Hiddi, der als Anhänger Karls des Großen sein Land hatte verlassen müssen, von Karl bei Wolfsanger als Graf im sächsischen Hessengau eingesetzt. Wolfsanger ist damit der älteste urkundlich bezeugte Teil Kassels und über 100 Jahre älter als Kassel selbst. In Wolfsanger entstand durch die Ansiedlung sächsischer Flüchtlinge eine fränkisch-sächsischen Doppelsiedlung mit einer alten fränkischen Taufkirche, die Johannes dem Täufer geweiht wurde. Wolfsanger war Gerichtsstätte, und schon um 1100 wurde dort Recht gesprochen.

1841 wurde eine Kaltwasserheilanstalt mit ärztlicher Betreuung eingerichtet. Bad Wolfsanger genoss einige Jahrzehnte lang einen guten Ruf.

Am 3. Oktober 1943, dem Erntedanktag, wurden Kassel, Wolfsanger und weitere Orte des Umlandes durch Bombenangriffe der alliierten Luftwaffe zerstört. Auch die 1725 erbaute Johanniskirche brannte vollkommen aus.<ref>Sie wurde 1953/54 nahezu originalgetreu wieder aufgebaut.</ref> Nur 28 Häuser standen noch. Der dörfliche Charakter Wolfsangers ging damit nahezu verloren.

Politik

Ortsbeiratswahl

Die Wahlbeteiligung bei der Ortsbeiratswahl 2021 lag bei 47,0 %. Vorlage:Wahldiagramm

Wahlen im Stadtteil

Jahr Wahl Wbt. style="border-bottom:3px solid #Vorlage:Wahldiagramm/Partei;" | CDU style="border-bottom:3px solid #Vorlage:Wahldiagramm/Partei;" | SPD style="border-bottom:3px solid #Vorlage:Wahldiagramm/Partei;" | AfD style="border-bottom:3px solid #Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| Grüne style="border-bottom:3px solid #Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| Linke style="border-bottom:3px solid #Vorlage:Wahldiagramm/Partei;" | BSW style="border-bottom:3px solid #Vorlage:Wahldiagramm/Partei;" | FDP style="border-bottom:3px solid #Vorlage:Wahldiagramm/Partei;"| FW Sonst.
2025 Bundestagswahl 82,3 style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei" |26,5 21,9 17,5 11,5 9,1 6,0 3,7 1,1 2,6
2024 Europawahl 61,2 style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei" |28,6 19,4 14,0 11,8 3,0 6,0 4,7 1,7 10,8
2023 Landtagswahl 63,5 style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei" |32,3 18,2 20,1 13,9 3,7 4,5 2,7 4,6
2021 Bundestagswahl 75,9 21,4 style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei" | 32,9 8,5 13,9 5,0 10,8 1,5
Ortsbeirat 47,0 29,2 style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei" | 38,8 19,9 4,6 7,4
Stadtverordnetenversammlung 46,9 26,8 style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei" | 32,2 7,0 17,8 5,4 6,4 2,4 2,21
2016 Ortsbeirat 48,2 29,7 style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei" | 41,3 15,8 6,9 9,4
Stadtverordnetenversammlung 48,2 26,0 style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei" | 33,5 14,6 10,5 6,0 5,8 2,8 0,92
2011 Ortsbeirat 46,4 28,7 style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei" | 49,2 15,5 1,7 4,9
Stadtverordnetenversammlung 46,2 27,8 style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei" | 44,3 15,7 4,6 2,8 2,7 2,13
2006 Ortsbeirat 41,9 33,2 style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei" | 51,0 9,3 6,5
2001 Ortsbeirat k. A. 39,5 style="background:#Vorlage:Wahldiagramm/Partei" | 39,7 10,5 4,8

Fußnoten

1 2021: zusätzlich: Bienen: 1,4 %; PARTEI: 0,8 %
2 2016: zusätzlich: Piraten: 0,9 %
3 2011: zusätzlich: Piraten: 1,8 %; AUF-Kassel: 0,3 %

Kragenhof

Vorlage:Hauptartikel Zum Ortsbezirk gehört auch das Gut Kragenhof, eine Kasseler Exklave in einem Fuldabogen. Es hat die Postleitzahl 34355 und die Telefonvorwahl 05543 der niedersächsischen Gemeinde Staufenberg.

Sport

Der größte Verein ist der TSV Wolfsanger mit 1210 Mitgliedern (Stand 09/24).<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Er bietet Fußball-, Handball-, Turn- und Judoangebote an. Die Turnabteilung bietet ein großes Angebot an Kursen für jedermann.

Ausrichter der jährlichen Karneval-Veranstaltung in der Ernst-Freudenthal-Halle, bei der über ein Wochenende verschiedene Themenfeiern stattfinden, ist der VfL Wolfsanger e. V.<ref>VfL Wolfsanger e. V.</ref>

Persönlichkeiten

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Stadtteile in Kassel

Vorlage:Normdaten