Zum Inhalt springen

World Vision Österreich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein

World Vision Österreich
(Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
colspan="2" class="notheme" style="text-align: center; padding:1em 0; background-color:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | World Vision logo 2017.svg
Rechtsform Verein
Gründung 2. Dezember 1998
Auflösung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Gründer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Sitz Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Gradzahl-Fehler: NS: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) EW: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Vorläufer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Entwicklungszusammenarbeit, Humanitäre Hilfe, Katastrophenhilfe
Vorsitz Simon Wendelin
Geschäftsführung Sebastian Corti
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Beschäftigte 25 (Stand 2024)
Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Website www.worldvision.at

World Vision Österreich – Verein für Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Nothilfe und Anwaltschaft ist ein im Dezember 1998 gegründeter Verein, der im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit, Katastrophenhilfe und Anwaltschaft tätig ist. Langfristige Regionalentwicklungsprojekte werden in erster Linie durch Kinderpatenschaften finanziert.

Der eigenständige, gemeinnützige Verein mit Sitz in Wien hat rund 25 Mitarbeiter (Stand 2024)<ref>Unser Team, auf worldvision.at</ref> und ist seit Mitte 1999 Mitglied der überkonfessionellen internationalen World Vision Partnerschaft (World Vision International WVI), die evangelikal verankert ist.<ref>Anhang D Covenant of Partnership in Greame Irvine: Best Things in the Worst Times: An Insiders View of World Vision. BookPartners, Inc. (1996) verpflichtet jedes Mitglied auf ein von der amerikanischen National Association of Evangelicals entlehntes Statement of Faith</ref><ref name="independend">United Nations Industrial Development Organization: Matters related to intergovernmental, non-governmental and other organisations - Applications from non-governmental organizations for consultative status vom 2. Mai 2002, auch online (PDF; 18 kB). „Dachverband“ – wörtlich: umbrella organisation. Zitat: Each member organization is autonomous while working within the WVI network. All members have an equal vote within the inter-national council of WVI.</ref>

Projekte

International

World Vision Österreich betreut Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe in derzeit 15 Ländern, die über Spenden und öffentliche Mittel der UN bzw. der Europäischen und Österreichischen Entwicklungsarbeit finanziert werden.<ref>World Vision-Jahresbericht 2023. World Vision Österreich, abgerufen am 31. Juli 2024.</ref>

Die langfristigen Regionalentwicklungsprojekte in Ländern wie Mosambik, Myanmar, Sierra Leone, Eswatini, Tansania und Vietnam werden über Kinderpatenschaften finanziert. Schwerpunkte dieser Projektarbeit sind die Bereiche Wasser und Hygiene, Gesundheit, Landwirtschaft und Ernährung, Bildung, Kinderschutz sowie Einkommensförderung und wirtschaftliche Entwicklung.

Die Projekte verstehen sich als Hilfe zur Selbsthilfe und zielen auf langfristige Veränderungen ab. Ziel ist es, den Menschen die nötigen Werkzeuge in die Hand zu geben, die sie benötigen, um nach Projektende selbständig weiterarbeiten zu können. Sobald dieses Ziel erreicht ist – im Schnitt dauert das rund 15 Jahre –, übergibt World Vision das Projekt an die Bevölkerung und zieht sich aus der Region zurück.

Öffentlich finanzierte Projekte sind ein weiterer Teil der Arbeit von World Vision. Neben humanitärer Hilfe werden dabei auch Aktivitäten aus der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit umgesetzt. Der Fokus liegt vor allem auf der Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern<ref>Austrian Development Agency. Abgerufen am 3. Juni 2024.</ref>.

Schwerpunktprojekte, die von öffentlicher Hand (Grants) oder von Firmen und Gruppen sowie Privatpersonen finanziert werden, fokussieren auf bestimmte Bereiche wie Bildung oder Gesundheit. In Ländern wie Mosambik oder Lesotho kann der Fokus auch auf Katastrophenvorsorge liegen, während in Uganda und Sambia sowohl Flüchtlings- als auch Aufnahmegemeinschaften wirtschaftliche Unterstützung erhalten<ref>World Vision Österreich | Jahresberichte. Abgerufen am 3. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>.

Der Verein beteiligt sich durch Spendenaufrufe auch an der Finanzierung internationaler Katastrophenhilfseinsätze, etwa nach Erdbeben, Wirbelstürmen oder Überschwemmungen und auch in politischen Krisengebieten. So ist World Vision Österreich gemeinsam mit World Vision International seit Jahren in Syrien<ref>ORF at/Agenturen red: Mehr als 5.000 Tote: Tausende neue Helfer in Bebengebiet. 7. Februar 2023, abgerufen am 3. Juni 2024.</ref> und in der Ukraine engagiert.<ref>World Vision Ukraine Crisis Response in Moldova - Moldova | ReliefWeb. 26. September 2023, abgerufen am 3. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> World Vision arbeitet bei allen Katastropheneinsätzen eng mit den beteiligten UN-Organisationen und anderen Hilfsorganisationen zusammen<ref>World Vision | ReliefWeb. 31. Mai 2024, abgerufen am 3. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und bleibt in der Regel auch nach der akuten Phase vor Ort, um beim Wiederaufbau zu helfen.

Österreich

In Österreich trägt der Verein dazu bei, durch Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit Bewusstsein für die Ursachen von Armut, Hunger und Ungerechtigkeit zu schaffen. Im Rahmen der politischen Anwaltschaftsarbeit sieht World Vision Österreich seine Aufgabe darin, den Staat bei der Umsetzung seiner Versprechen in der Entwicklungszusammenarbeit zu beobachten und auf Versäumnisse hinzuweisen.<ref>Österreichische Entwicklungszusammenarbeit. Abgerufen am 30. Juni 2010.</ref>

Finanzierung

Der Verein gehörte am 14. November 2001 zu den ersten 44 Organisationen, die das Österreichische Spendengütesiegel verliehen bekamen<ref>Spenden-Engagement muss belohnt werden: Organisationen fordern steuerliche Absetzbarkeit. 14. November 2003, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 30. Juni 2010.@1@2Vorlage:Toter Link/www.osgs.at (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>.

Der Verein finanziert sich zu etwa einem Drittel aus privaten Spenden, aber auch durch öffentliche Gelder vor allem aus der Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe der österreichischen Bundesregierung und der Europäischen Union sowie der Vereinten Nationen. Mit Hilfe von rund 16.000 Paten und Spendern unterstützt die Organisation Kinder, deren Familien und ihr Umfeld in den langfristigen Programmen.<ref>World Vision Österreich | Jahresberichte. Abgerufen am 3. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Mitgliedschaften und Netzwerke

Der Verein ist Mitglied der internationalen Partnerschaft von World Vision International<ref name="independend"/>. In Österreich ist World Vision Mitglied bei der AGGV Globale Verantwortung – Arbeitsgemeinschaft für Entwicklung und Humanitäre Hilfe, mit der vor allem im anwaltschaftlichen Bereich zusammengearbeitet wird.<ref>AG Globale Verantwortung: Mitgliedsorganisationen</ref>

Vorgänger: „World Vision Österreich – Christliches Hilfswerk“ (bis 1998) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.

Der Verein World Vision Österreich – Christliches Hilfswerk war von 1976 bis 1998 in Österreich tätig.

Ein Antrag von World Vision um Aufnahme in die österreichische Arbeitsgemeinschaft Entwicklungszusammenarbeit (AGEZ) wurde 1996 abgelehnt. Die Begründung lautete: „World Vision Österreich erfüllt weder unsere Kriterien von Transparenz und Offenlegung der Einnahmen noch entspricht ihre Arbeit unseren Anforderungen an Entwicklungszusammenarbeit.“ (<templatestyles src="Person/styles.css" />Südwind-Magazin<ref>Südwind-Magazin: Umstrittene Kinderpatenschaften – World Visions Methoden waren der „Szeneb“ von Anfang an suspekt. Ausgabe 01/1999, Seite 8.</ref>)

Im Jahr 1998 zeigten sich bei zwei Überprüfungen (peer reviews) durch die internationale World Vision Partnerschaft Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung und in der Dokumentation der Patenschaften,<ref>Austrian Development Agency: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />World Vision Österreich: Kofinanzierte Projekte in Afrika (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive). Archiv 04/1999.</ref> die sich zum Verdacht der Veruntreuung seitens der damaligen Geschäftsführung verdichteten. Am 26. November 1998 wurde das damalige Führungsduo in Untersuchungshaft genommen.<ref>Andreas Khol, Günther Ofner, Alfred Stirnemann: Österreichisches Jahrbuch für Politik 1998, R. Oldenbourg, 1998, ISBN 978-3-7028-0362-9, S. 696.</ref> Die Untersuchung ergab schließlich eine umfangreiche Veruntreuung von Spendengeldern durch die damalige Geschäftsführerin Martina Krones-Taurer. World Vision International setzte rechtliche Schritte, um dem Verein die Namensrechte zu entziehen.<ref>Vgl. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rückblick der Zeitschrift Datum (Memento vom 14. Mai 2007 im Internet Archive)</ref> Der Verein wurde noch im November 1998 aufgelöst. Der Spendenskandal erregte in Österreich großes Aufsehen, unter anderem, weil der Kaiser-Enkel Karl Habsburg-Lothringen zeitweise dem Vorstand von World Vision Österreich angehört hatte. Wirtschaftsprüfer der KPMG bestätigten Geldflüsse von der Organisation zur Paneuropa-Union, hierbei flossen Spendengelder in den EU-Wahlkampf 1996 der ÖVP, für die Karl Habsburg kandidierte.<ref>Hans-Peter Martin: "Österreich: Gelber Stern". Der Spiegel, 21. Dezember 1998, abgerufen am 5. Dezember 2009.</ref><ref>hagalil.com: „Unkorrekte Geldflüsse“ - Nach Prüfbericht steigt Druck auf Habsburg</ref> Anton Heinz Struppy, der 1998 gleichzeitig für die Paneuropabewegung und World Vision Österreich gearbeitet hatte,<ref>Algoprint: Club Carriere - Enzyklopädie des Erfolges 1998, Algoprint Verlags AG, 1998, ISBN 3-9521669-0-1, ISBN 978-3-9521669-0-1, S. 710.</ref> betrieb anschließend bis 2010 einen Finanzservice.<ref>Anton Heinz Struppy: Impressum. Abgerufen am 1. Juli 2010.</ref> In Folge wurden die damalige Präsidentin und Geschäftsführerin Martina Taurer-Krones<ref> Die Presse: Betrugsprozess: Krones-Taurer erneut angeklagt. 26. Januar 2007.</ref> und ihr Ehemann Wolfgang Krones angeklagt, Spendengelder in der Höhe von insgesamt 1,1 Millionen Euro veruntreut und für Reisen und andere private Zwecke ausgegeben zu haben. Im September 2004 wurde Martina Taurer-Krones zu drei Jahren Haft ohne Bewährung und Wolfgang Krones als Mittäter zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Die des „Mitwissens“ angeklagte ehemalige Finanzreferentin wurde freigesprochen. Erst 2004 zahlte Karl Habsburg 36.899 Euro an den Nachfolgeverein zurück, die – nach seinen Angaben ohne sein Wissen – in die Finanzierung seines Wahlkampfes geflossen waren.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rückblick der Zeitschrift Datum (Memento vom 14. Mai 2007 im Internet Archive)</ref>

Josef Stiegler, ehemaliges Mitglied von „World Vision Österreich – Christliches Hilfswerk“, gründete noch im Dezember 1998 die Nachfolgeorganisation World Vision – Gesellschaft für Entwicklungshilfe und Völkerverständigung. Aufgrund des Spendenskandals um den Vorgängerverein wird besonders auf verantwortungsvollen Umgang mit den Spendengeldern und öffentliche Nachvollziehbarkeit geachtet und Wert darauf gelegt, dass keine Verbindung zum Vorgänger besteht.<ref>Wiener Zeitung: Gütesiegel für World Vision GEV (Stand: 6. April 2005). Abgerufen am 8. September 2012</ref><ref>World Vision Österreich: Geschichte. Abgerufen am 4. Juni 2012</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />