Zum Inhalt springen

Zentralrat der Konfessionsfreien (Deutschland)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein

Zentralrat der Konfessionsfreien
(Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
colspan="2" class="notheme" style="text-align: center; padding:1em 0; background-color:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | Zkf Logo Lila.svg
Rechtsform Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
(ZVR: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Gründung 16. November 2008
Auflösung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Gründer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Sitz Berlin
Vorläufer Koordinierungsrat säkularer Organisationen
Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Interessenvertretung der Konfessionsfreien in Deutschland
Vorsitz Philipp Möller<ref>Vorstand. In: Zentralrat der Konfessionsfreien. Abgerufen am 1. Mai 2022.</ref>
Geschäftsführung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Beschäftigte Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder 13
Website konfessionsfrei.de

Der Zentralrat der Konfessionsfreien (bis September 2021 Koordinierungsrat säkularer Organisationen, KORSO) ist ein Dachverband säkularer Organisationen in Deutschland, der die Interessen von Konfessionslosen in Deutschland vertreten will. Er besteht in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins mit Sitz in Berlin.<ref>Zentralrat der Konfessionsfreien → KORSO wird Zentralrat. Abgerufen am 19. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte

Datei:Logo KORSO (Dezember 2010).svg
Logo bis September 2021

Der Verein wurde unter dem Namen Koordinierungsrat säkularer Organisationen (KORSO) im November 2008 als Zusammenschluss säkularer Verbände in Deutschland gegründet.<ref>Zentralrat der Konfessionsfreien. Abgerufen am 23. August 2022.</ref><ref>Rat der Atheisten. Abgerufen am 14. Juni 2021.</ref> Er ging aus einer informellen Sichtungskommission hervor, die im Jahr 2000 vom Kulturwissenschaftler Horst Groschopp ins Leben gerufen worden war. Gründungspräsident war Frieder Otto Wolf, sein Stellvertreter Carsten Frerk.

Gründungsmitglieder waren:

  • Regionale Organisationen und Stiftungen
    • Humanismus Stiftung Berlin, nicht mehr Mitglied
    • Roter Baum

Die Humanistische Akademie Deutschland und die Humanismus Stiftung Berlin verließen den Verein kurz nach dessen Gründung, zudem die Stiftung Unitates (2017),<ref>Über uns – Geschichte. KORSO, 2017, abgerufen am 9. Juli 2020.</ref> Humanistischer Verband Deutschlands (2021) und der Dachverband freier Weltanschauungsgemeinschaften (2021). Als neue Mitglieder kamen hinzu: Bund für Geistesfreiheit bfg Bayern (2017), Säkulare Flüchtlingshilfe e. V. (2021) und die Bundesarbeitsgemeinschaft Humanistischer Studierender (2021).<ref name="Sept_2021">Aus KORSO wird der "Zentralrat der Konfessionsfreien". In: hpd.de. Abgerufen am 19. November 2021.</ref> Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e. V. war von Herbst 2021<ref name="Sept_2021" /> bis Anfang 2022<ref>Zentralrat mit neuem Team und neuen Mitgliedern. In: hpd.de. 29. März 2022, abgerufen am 19. Mai 2022.</ref> Mitglied im Zentralrat. Seit 2016 ist der Verein Mitglied im Trägerverein des Humanistischen Pressedienstes.<ref>Frank Nicolai: Neue Mitglieder im hpd-Trägerverein. (Pressemitteilung) Mit dem Landesverband Berlin-Brandenburg des Humanistischen Verbandes Deutschland (HVD) sowie dem Koordinierungsrat säkularer Organisationen (KORSO) hat der Humanistische Pressedienst im kommenden Jahr zwei neue, schlagkräftige Mitglieder gewonnen. Humanistischer Pressedienst, 23. Dezember 2015, abgerufen am 24. Dezember 2015.</ref>

Im September 2021 beschloss der Verein seine Umbenennung zum Zentralrat der Konfessionsfreien<ref>Aus KORSO wird der "Zentralrat der Konfessionsfreien". In: hpd.de. Abgerufen am 19. November 2021.</ref>, wurde im März 2022 im Lobbyregister für die Interessenvertretung gegenüber dem Deutschen Bundestag und der Bundesregierung (Nr. R002762) registriert<ref>Registereintrag – LobbyRegister des Deutschen Bundestages. Abgerufen am 19. Mai 2022.</ref> und trat im Mai 2022 im Haus der Bundespressekonferenz mit der Vorstellung von zwölf politischen Reformpunkten („Die Säkulare Ampel“<ref>Die Säkulare Ampel. Zwölf Chancen für die offene Gesellschaft. Zentralrat der Konfessionsfreien e. V., 19. Mai 2022, abgerufen am 20. Mai 2022.</ref>) an die Öffentlichkeit.<ref>„Wir wollen keine Fördergelder, sondern die Beachtung der Grundrechte!“ Humanistischer Pressedienst, 19. Mai 2022, abgerufen am 19. Mai 2022.</ref><ref>Sabine Menkens: Zentralrat der Konfessionsfreien: Kein Glockengeläut mehr am Sonntag. In: Die Welt. 19. Mai 2022 (welt.de [abgerufen am 19. Mai 2022]).</ref>

Ziele und Projekte

Der Verband fordert in seiner Grundsatzerklärung die konsequente religiöse bzw. weltanschauliche Neutralität des deutschen Staates.<ref>Zentralrat der Konfessionsfreien. Abgerufen am 7. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dessen Aufgabe sei es, die gesellschaftliche Pluralität zu ermöglichen und die Trennung von Staat und Kirche zu vollenden. In diesem Zusammenhang forderte der Verband beispielsweise, dass die Staatsleistungen an die Kirchen eingestellt werden.<ref>Flyer zur Kampagne Staatsleistungen an die Kirchen ablösen!, 2015 (PDF; 218 kB), November 2015</ref> Der Verein will gegen eine aus seiner Sicht bestehende Diskriminierung von Atheisten und Agnostikern gegenüber religiösen Gruppen, für die Gleichstellung von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften und für die Trennung zwischen Religion und Staat eintreten.

Der Gleichbehandlungsgrundsatz solle für alle Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften verwirklicht werden, die auf dem Boden der Verfassung stehen. In der Schule soll ein integratives Pflichtfach zur Wertevermittlung (wie in Berlin „Ethik“ oder in Brandenburg Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde) eingeführt werden. Weiter sollen religiös bzw. weltanschaulich neutrale Sozial-, Kultur- und Bildungseinrichtungen gefördert und Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften als freie Träger gleich behandelt werden.

Der Verein fordert ein konsequentes Vorgehen gegen jede Art von Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Fundamentalismus.

Jedem Mensch soll am Lebensende volle Autonomie über sein Leben gewährt werden und Patientenverfügungen volle rechtliche Gültigkeit haben. Der Dachverband will außerdem erreichen, dass die öffentliche Erinnerungs-, Gedenk- und Trauerkultur so reformiert wird, dass religiös-weltanschauliche Pluralität geachtet und auch die Meinung und Trauer nichtreligiöser Menschen respektiert wird. Den Formen der Fest- und Feierkultur säkularer Organisationen (Namensgebungen, Jugendweihen, Hochzeiten …) soll mehr Respekt entgegengebracht werden.<ref>Zentralrat der Konfessionsfreien → Positionen. Abgerufen am 19. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Der Verein fordert eine eigene Vertretung säkularer Organisationen in Ethikräten, Rundfunkräten, Bundesprüfstellen und weiteren Einrichtungen, sowie eine Gleichbehandlung in den öffentlich-rechtlichen Medien.<ref>Humanistischer Pressedienst: KORSO fordert „Konfessionsfreien-Konferenz“</ref>

Kritik

Auch innerhalb des organisierten Atheismus in Deutschland ist der Zentralrat umstritten. Wichtige säkulare Verbände wie der Humanistische Verband Deutschlands und die Humanistische Vereinigung gehören nicht zu den Mitgliedsorganisationen. Der Vorsitzende der Humanistischen Vereinigung, Michael Bauer, begründet dies mit inhaltlichen Differenzen. Er sieht im Zentralrat vor allem Organisationen versammelt, die eine teils religionsfeindliche und religionsablehnende Haltung vertreten, während seine Vereinigung ein kollegiales Verhältnis zu Kirchen und Religionsgemeinschaften anstrebe. Ziel sei die Gleichberechtigung von Religiösen und Nichtreligiösen, nicht die Abschaffung von Religionsgemeinschaften. Die Selbstbezeichnung des Zentralrats als Vertretung aller Konfessionsfreien hält Bauer für unzutreffend, da es seiner Ansicht nach keine gemeinsame Wertebasis gebe. Zudem kritisiert er, dass komplexe gesellschaftliche Fragen, wie etwa die Debatte um Suizidbeihilfe, nicht auf ein ausschließlich religiöses Problem reduziert werden könnten.<ref>Anna Lutz: Kampf der Gottlosen. In: PRO | Das christliche Medienmagazin. 20. August 2022, abgerufen am 11. August 2025.</ref>

Organisation

Der Zentralrat der Konfessionsfreien wird vertreten durch:<ref>Zentralrat mit neuem Team und neuen Mitgliedern. Abgerufen am 19. Mai 2022.</ref>

Vorsitzender: Philipp Möller

Stellvertretende Vorsitzende: Ulla Bonnekoh

Vorsitzender des Verbandsrates: Rainer Rosenzweig

Stellvertretende Vorsitzende des Verbandsrates: Laura Wartschinski

Schatzmeister: Michael Wladarsch

Mitgliedsverbände

Mit dem Humanistischen Verband Deutschlands besteht eine strategische Partnerschaft.<ref>Strategische Partnerschaft bleibt bestehen. Abgerufen am 14. Juni 2021.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Bundesweit wirkende Verbände

Deutscher Freidenker-Verband | Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften | Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten | Jugendweihe Deutschland | Säkulare Flüchtlingshilfe

Bundesweite Akademien und Stiftungen

Giordano-Bruno-Stiftung | Stiftung Geistesfreiheit Hamburg

Regionale Organisationen und Stiftungen

Bund für Geistesfreiheit Bayern KdöR

Vorlage:Klappleiste/Ende