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Zettl (Film)

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Zettl ist eine deutsche Filmkomödie aus dem Jahr 2012. Der Regisseur Helmut Dietl schrieb das Drehbuch zusammen mit Benjamin von Stuckrad-Barre. Michael „Bully“ Herbig spielt die Titelrolle eines bayerischen Chauffeurs, der um jeden Preis in Berlin Karriere machen will.

Handlung

Der Klatschreporter Baby Schimmerlos ist in Berlin einem Motorradunfall zum Opfer gefallen. Dessen ehemaliger Chauffeur Max Zettl, ein gescheiterter Student der Journalistenschule, würde alles tun, um endlich seine Medienkarriere in Schwung zu bringen. Es gelingt ihm, die Gunst des Verlegers Urs Doucier zu gewinnen, der eigentlich mit Schimmerlos ein neues Berliner Klatschmagazin gründen wollte. Doucier ernennt nun Zettl zum Chefredakteur dieses Magazins und verlässt die Stadt. Mit diesem Posten, dem Kapital und dem Vertrauen des Verlegers ausgestattet, schickt Zettl sich an, eine Redaktion aufzubauen. Es gelingt ihm, den im Rollstuhl sitzenden Fotografen Herbie Fried für dieses neue Projekt zu gewinnen. Zusammen suchen sie nach einer lukrativen Story für die Nullnummer des The New Berliner getauften Magazins. Zettls Freundin Verena, die gleichzeitig die heimliche Geliebte des deutschen Bundeskanzlers Olbrich ‚Olli‘ Ebert ist, bringt Zettl und Fried auf eine heiße Spur. Der Kanzler ist seit Wochen nicht in der Öffentlichkeit gesehen worden und täuscht in einem TV-Interview per Telefon einen Auslandsaufenthalt vor, während er sich gerade in Berlin in einer Privatklinik behandeln lässt, wo er schließlich verstirbt. Zettl und Fried lassen sich auf das Machtspiel der beiden Politiker Scheffer und Gaishofer ein und helfen mit, den Tod des Kanzlers noch einige Tage vor der Öffentlichkeit geheim zu halten. Im Austausch gelangt Zettl an brisante Informationen über die Berliner Oberbürgermeisterin Veronique von Gutzow. Diese ist transgeschlechtlich und plant gerade, sich in der Klinik, in der der Bundeskanzler verstorben ist, einer Geschlechtsangleichung zu unterziehen. Da der Verleger Urs Doucier sich in sie verliebt hatte und auch ihretwegen nach Berlin kam, ist er nun enttäuscht, dass sich seine zukünftige Gemahlin umoperieren lässt. Somit ist sein Aufenthalt in Berlin hinfällig und mit seinem Abgang ist auch Zettl den geliebten Chefredakteurposten wieder los. Er soll nach Kamerun versetzt und dort Botschafter werden. Noch während er am Flughafen mit Verena einchecken will, wird er zurückbeordert: Er ist als neuer Regierungssprecher berufen worden.

Entstehungsgeschichte

Nach Helmut Dietls Idee wurde bereits 1985 die Fernsehserie Kir Royal produziert, in der die Münchner Schickeria auf den Arm genommen wurde. Ähnliches hatte er nun mit der Berliner Szene vor, wobei der Handlungsstrang wieder am Leben eines Klatschreporters aufgerollt sein sollte. Hierfür wollte man – wie bereits bei Kir Royal – Franz Xaver Kroetz für die Hauptrolle engagieren. Dieser hatte jedoch nach Dietls Aussage zu viel am Drehbuch ändern wollen, woraufhin die Wahl auf Michael Herbig fiel.<ref>Fernsehsendung {{#switch:

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Kritiken

Der Film wurde von den Kritikern der unterschiedlichsten Zeitungen vernichtend kritisiert. Hauptkritikpunkt war dabei vor allem das überladene Drehbuch, das der Regisseur mit Benjamin von Stuckrad-Barre verfasst hatte und das nach Meinung vieler Kritiker die meisten Witze im Keim ersticke. Gegen die Kritik des Berliner Kuriers, in dem die als „lausig“ bezeichnete Qualität des Drehbuchs auf „langfristige Hirnschäden“ als Spätfolgen von Stuckrad-Barres Kokaingebrauch zurückgeführt wurde,<ref>„Dass Kokain nur kurzfristig die Leistung erhöht, ist erwiesen, langfristige Hirnschäden sind die Regel.“ In: „Die Berlin-Stänkerer“, Artikel von Sascha Langenbach in Berliner Kurier (online) vom 3. Februar 2012, abgerufen am 9. Februar 2012.</ref> ging von Stuckrad-Barre juristisch vor.<ref>„Wie eine beleidigte Leberwurst“, Bericht des Branchendienstes Meedia vom 7. Februar 2012, abgerufen am 9. Februar 2012.</ref><ref>„Stuckrad-Barre im Boulevard-Kreuzfeuer“, Artikel auf Der Spiegel (online) vom 8. Februar 2012, abgerufen am 9. Februar 2012.</ref>

Zudem wurde dem Regisseur Helmut Dietl vorgeworfen, weder den Witz noch das Niveau der Filmvorlage Kir Royal erreicht zu haben.

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In dem Interview, das Dietl gab, nachdem er erfahren hatte, dass er an Krebs erkrankt war, merkte er an, dass er „unter der Häme, die sich über den Film ergoss“ sehr gelitten habe und depressiv geworden sei.<ref>„Krebs – das hat mir gerade noch gefehlt“. Interview, geführt von Giovanni di Lorenzo. Die Zeit Nr. 49 / 28. November 2013, S. 15–17.</ref>

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

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