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Zink-Protoporphyrin

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Zink-Protoporphyrin (ZPP) ist eine chemische Substanz aus der Gruppe der Porphyrine. Sie entsteht, wenn anstelle eines zweiwertigen Eisen-Ions (Fe2+) ein zweiwertiges Zink-Ion (Zn2+) in Protoporphyrin IX eingebaut wird. Dies ist verstärkt bei Eisenmangelanämie und auch bei Bleivergiftung der Fall. Blei hemmt das Enzym Ferrochelatase, das den Einbau von Eisen in das Häm-Gerüst katalysiert. Als Folge dessen kommt es zum verstärkten Einbau von Zink anstelle von Eisen. Eine Erhöhung findet sich auch bei der genetischen Erkrankung Erythropoetische Protoporphyrie (EPP), besonders bei deren X-chromosomaler Form, bei der massive Akkumulationen vorkommen können.<ref>Sharon D. Whatley, Sarah Ducamp et al.: C-Terminal Deletions in the ALAS2 Gene Lead to Gain of Function and Cause X-linked Dominant Protoporphyria without Anemia or Iron Overload. In: The American Journal of Human Genetics. Band 83, Nummer 3, 2008, S. 408–414, Vorlage:DOI. (freier Volltext)</ref>

Zink-Protoporphyrin ist stark fluoreszierend und kann daher fluoreszenzoptisch quantitativ bestimmt werden.

Literatur

  • Lothar Thomas: Labor und Diagnose. TH Books Frankfurt/Main (6. Auflage), ISBN 3-9805215-5-9

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>