Zweigelt
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| Synonyme | {{#if:Rotburger, Zweigeltrebe, Blauer Zweigelt, Zweigelt Blau.|– für weitere}} siehe Abschnitt Synonyme}}
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| Zuchtnummer | Klosterneuburg 181-2-71 oder Klosterneuburg 71
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| Art | vinifera | Edle Weinrebe = Edle Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera)| labrusca | Fuchsrebe | Fuchs-Rebe = Vitis labrusca| riparia | Uferrebe | Ufer-Rebe = Ufer-Rebe (Vitis riparia)| rupestris | Felsrebe | Fels-Rebe = Vitis rupestris| berlandieri | Kalkrebe | Kalk-Rebe = Vitis berlandieri| IC = Interspezifische Kreuzung| #default = vinifera}}
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| Beerenfarbe|Gruppe}} | schwarz
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| Herkunft | Österreich
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| Züchtungsjahr | 1921
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| Markteinführung | 1972
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Zweigelt ist eine Rotweinsorte. Sie heißt auch Blauer Zweigelt, Rotburger oder Zweigeltrebe.<ref>Qualitätsrebsortenverordnung von Österreich ({{#invoke:Vorlage:BGBl|getbgbl|II Nr. 161/2010|text={{{text}}}}})</ref> Die Sorte, eine Klosterneuburger Neuzüchtung aus den Rotweinsorten St. Laurent und Blaufränkisch, ist mittlerweile die am meisten verbreitete Rotweinsorte in Österreich.
Herkunft, Name
Der Zweigelt ist eine österreichische Neuzüchtung aus dem Jahr 1922 von Friedrich Zweigelt (1888–1964), dem späteren Direktor der Höheren Bundeslehr- und Bundesversuchsstation für Wein-, Obst- und Gartenbau (1938–1945), aus St. Laurent und Blaufränkisch.
Bereits in den 1950er-Jahren erkannte Lenz Moser die Eignung der Sorte „St. Laurent x Blaufränkisch“ für die Erziehungsform der Hochkultur und bemühte sich fortan um eine Benennung nach ihrem Züchter, Friedrich Zweigelt, da er die Bezeichnung „St. Laurent x Blaufränkisch“ als zu lang erachtete.<ref name=":0">Vgl. Daniel Deckers: Friedrich Zweigelt im Spiegel zeitgenössischer Quellen. In: Wein in Österreich. Die Geschichte. Brandstätter Verlag, Wien 2019, ISBN 978-3-7106-0350-1, S. 224 f.</ref> Bereits 1958 hatte der „Prozess der Namensgebung ein Stadium erreicht, in dem er nicht mehr aufzuhalten war.“<ref name=":0" />
Die offizielle Bezeichnung „Zweigeltrebe Blau“ tauchte erstmals 1972 in dem damals neuen Rebsortenverzeichnis für Qualitätsweine auf.<ref name=":0" /> 1978 wurde der Sortenname abgeändert in „Blauer Zweigelt“ und das Synonym „Rotburger“ geschaffen<ref>Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft vom 20. September 1978 (Bundesgesetzblatt Nr. 517/1978)</ref>. Damit sollte die gemeinsame Herkunft der Neuzüchtungen Blauburger, Goldburger und Rotburger/Blauer Zweigelt herausgestellt werden.<ref>Mündl. Erläuterung des langjährigen Direktors der HBLA Klosterneuburg Josef Weiss.</ref> Die weit verbreitete Behauptung, Friedrich Zweigelt selbst hätte seine Neuzüchtung „Rotburger“ genannt, lässt sich nicht belegen.<ref name=":0" />
Das weiterhin gültige Synonym „Rotburger“ wird nach wie vor von österreichischen Winzern als Bezeichnung am Etikett verwendet, wohingegen das Gros der Erzeuger auf den Etiketten den Namen Zweigelt vermerkt.<ref>Johann Werfring: Der Rote von der Burg. In: Weinherbst 2013, Verlagsbeilage zur Wiener Zeitung vom 2. November 2013, S. 8.</ref> Die Problematik der Namensgebung nach einem überzeugten Nationalsozialisten wurde wiederholt öffentlich thematisiert.<ref>Verena Mayer: Es wird ein Wein sein. Die Wahrheit des Zweigelt. In: Cotta's Kulinarischer Almanach, Stuttgart 2006, ISBN 3-608-93799-4, S. 226–230.</ref><ref>Aktion „Abgezweigelt“ – Zweigelt soll in „Blauer Montag“ umbenannt werden. In: Niederösterreichische Nachrichten. 10. Dezember 2018</ref><ref>Magdalena Pulz: Der Geist in der Flasche. In: Süddeutsche Zeitung. 13. Dezember 2018, S. 1 (online: Wein in Österreich –Zwielichtiger Zweigelt)</ref>
Abstammung
Zweigelt ist eine Kreuzung aus den Sorten St. Laurent x Blaufränkisch.<ref name="Regner">Ferdinand Regner: Verzeichnis der österreichischen Qualitätsweinrebsorten und deren Klone. 2008, LFZ Klosterneuburg.</ref>
Ampelographische Merkmale
- Triebspitze ist glatt und bronziert.
- Blätter sind mittelgroß, derb, kreisförmig bis fünfeckig, drei- bis fünflappig, wenig gelappt.
- Die Traube ist mittelgroß bis groß, dichtbeerig, zylindrisch, mit Beitraube; Beeren rundlich, blauschwarz gefärbt.
- Der Triebwuchs ist kräftig und aufrecht.
Reife: mittel
Ertrag
Auf tiefgründigen, nährstoffreichen Böden bringt er sehr hohe und regelmäßige Erträge. Für hohe Qualitäten muss eine Ertragsregulierung durchgeführt werden.
Vor- und Nachteile
Vorteilhaft ist, dass die Sorte geringe Bodenansprüche stellt und eine gute Winterfrostwiderstandfähigkeit besitzt. Nachteilig ist, dass sie wegen der guten Fruchtbarkeit intensive Laubarbeit und Ertragsregulierung benötigt. Weiters wird die Weinqualität nachteilig beeinflusst durch die Botrytisanfälligkeit und dadurch, dass die Beeren der Traube ungleichmäßig reif werden. Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts hat sich auch gezeigt, dass die Sorte anfällig für Stolbur-Phytoplasmose ist. In den 1990er Jahren trat eine neue Krankheit auf, beginnend im nördlichen Burgenland. Die Trauben werden in der Reifephase welk („Traubenwelke“, auch „Zweigeltkrankheit“ genannt). Der Ursachenkomplex beinhaltet: Kalimangel, hohe Ertragsbelastung und Stressfaktoren (Wasser- und Nährstoffstress, Staunässe, ungünstiges Blatt/Fruchtverhältnis, Extremtemperaturen u. a.). Der Ursachenkomplex ist noch nicht ausreichend geklärt und erforscht. Welke Trauben können nicht zu Wein verarbeitet werden.
Wein
Die Weine zeigen sich substanzreich, fruchtig und mit violett-rötlicher Farbe. Das Bukett ist oft mit Vanille-Aromen und weichen Tanninen im Abgang, jung mit einem charakteristischen Weichselkirsch-Aroma versehen. Erreicht werden solche Weine nur mit einer Ertragsregulierung, fachgerechter Vinifizierung und Ausbau (etwa in Barrique-Fässern), was ihnen lange Haltbarkeit verleiht. Diese Traube wird sowohl sortenrein vinifiziert als auch gerne als Verschnittpartner in Cuvées verwendet. Bei zu hohem Ertrag werden die Weine dünn, hellrot in der Farbe und unharmonisch im Geschmack.
Verbreitung
Österreich
Die Sorte ist ganz besonders im Weinbaugebiet Neusiedlersee und in den östlichen Weinbaugebieten Niederösterreichs verbreitet.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> 2017 erreichte der Zweigelt in Österreich bereits 13,8 % der gesamten Rebfläche.<ref>Zweigelt (Blauer Zweigelt, Rotburger) Artikel auf oesterreichwein.at</ref> Er liegt hinter dem Grünen Veltliner an zweiter Stelle und ist somit die meistangebaute Rotweinsorte, vor dem Blaufränkischen, der in den letzten Jahren durch zahlreiche Neuauspflanzungen überflügelt wurde.
| Weinbaugebiet | Fläche ha |
|---|---|
| Wachau<ref name=":1">Weingartengrunderhebung 2015 (Stand September 2016)</ref> | 79,79 |
| Kremstal<ref name=":1" /> | 304,49 |
| Kamptal<ref name=":1" /> | 520,22 |
| Traisental<ref name=":1" /> | 75,33 |
| Wagram<ref name=":1" /> | 372,80 |
| Weinviertel<ref name=":1" /> | 1.637,76 |
| Carnuntum<ref name=":1" /> | 239,66 |
| Thermenregion<ref name=":1" /> | 285,33 |
| Neusiedlersee<ref name=":2">Wein Burgenland nach Wein-Online, Stand Februar 2017</ref> | 1.604,46 |
| Leithaberg<ref name=":2" /> | 347,42 |
| Mittelburgenland<ref name=":2" /> | 460,47 |
| Rosalia<ref name=":2" /> | 46,13 |
| Eisenberg<ref name=":2" /> | 31,79 |
| Wien<ref>Weinbauverband Wien nach Rebflächenverzeichnis MA 58, Stand Dezember 2016.</ref> | 41,47 |
| Vulkanland Steiermark<ref name=":3">Wein Steiermark nach Weinbaukataster Steiermark, Stand September 2016.</ref> | 177,19 |
| Südsteiermark<ref name=":3" /> | 161,78 |
| Weststeiermark<ref name=":3" /> | 11,53 |
| Summe Österreich<ref>Summe aus Rückmeldungen der weinbautreibenden Bundesländer (Statistik Austria NÖ, Wein-Online Burgenland, Weinbaukataster Steiermark, Rebflächenverzeichnis der Stadt Wien, MA 58). Stand Februar 2017.</ref> | 6.425,81 |
Deutschland
In Deutschland wird er vor allem in den Weinbaugebieten Württemberg, Saale-Unstrut und Franken angebaut.
Die Rebflächen in Deutschland verteilten sich im Jahr 2022 wie folgt auf die einzelnen Anbaugebiete:<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
| Weinbaugebiet | Fläche ha |
|---|---|
| Ahr | < 0,5 |
| Baden | 4 |
| Franken | 16 |
| Hessische Bergstraße | < 0,5 |
| Mittelrhein | – |
| Mosel | < 0,5 |
| Nahe | – |
| Pfalz | 3 |
| Rheingau | 1 |
| Rheinhessen | 1 |
| Saale-Unstrut | 28 |
| Sachsen | 1 |
| Stargarder Land | – |
| Württemberg | 62 |
| Summe Deutschland 2007 | 116 |
Schweiz
Kleine Bestände gibt es in der Schweiz (rund 20 ha).<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
Sonstige Staaten
In der Tschechischen Republik, der Slowakei sowie in Ungarn ist die Sorte zunehmend im Anbau vertreten.
Züchtungen mit Zweigelt
Gertrude Mayer an der Höheren Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg nutzte den Zweigelt zur Züchtung der Sorte Roesler [Kreuzung aus Blauer Zweigelt x Klosterneuburg 1189-9-77 (= Seyve Villard 18-402 x Blaufränkisch)], um die Qualität der Sorte ‘Zweigelt’ mit einer guten Pilzwiderstandfähigkeit gegen Peronospora und Oidium zu kombinieren.
Siehe auch
Weblinks
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Literatur
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- Ferdinand Regner: Verzeichnis der österreichischen Qualitätsweinrebsorten und deren Klone. 2008, LFZ Klosterneuburg.
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- {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}
- {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}
- {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}
- Hans Ambrosi, Bernd H. E. Hill, Erika Maul, Erst H. Rühl, Joachim Schmid, Fritz Schuhmann: Farbatlas Rebsorten. 3. Auflage, Eugen Ulmer, 2011, ISBN 978-3-8001-5957-4.
- Johann Werfring: Der Rote von der Burg. In: Weinherbst 2013. Verlagsbeilage zur Wiener Zeitung vom 2. November 2013, S. 8–13.
- Daniel Deckers: Friedrich Zweigelt im Spiegel zeitgenössischer Quellen. In: Willi Klinger, Karl Vocelka (Hrsg.): Wein in Österreich. Die Geschichte. Christian Brandstätter Verlag, 2. Auflage, Wien 2020, ISBN 978-3-7106-0350-1, S. 213–225.
- Daniel Deckers: Friedrich Zweigelt (1888–1964). Wissenschaftler, Rebenzüchter, Nationalsozialist. Böhlau Verlag, Wien und Köln 2023, ISBN 978-3-205-21643-8.
Einzelnachweise
<references />