Zweites Glück
| Produktionsland | USA |
|---|---|
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1989 |
| Länge | 114 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Alan J. Pakula |
| Drehbuch | Alan J. Pakula |
| Produktion | Alan J. Pakula, Susan Solt |
| Musik | Michael Small |
| Kamera | Donald McAlpine |
| Schnitt | Evan A. Lottman |
| Besetzung | |
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Zweites Glück (Originaltitel: See You in the Morning) ist ein US-amerikanisches Filmdrama von Alan J. Pakula aus dem Jahr 1989.
Handlung
Beth Goodwin ist eine glücklich verheiratete Mutter zweier Kinder, die mit einem Pianisten zusammenlebt. Der Psychiater Larry Livingstone lebt mit seiner Frau Jo und zwei kleinen Kindern in New York. Drei Jahre später ist Beths Ehemann Peter plötzlich in den Händen gelähmt und begeht Selbstmord, was Beth und die Kinder untröstlich zurücklässt. Larry wird von seiner Frau und seinen beiden Kindern verlassen, die nach der Trennung nach London ziehen.
Larry lernt Beth auf einer Party kennen, die von Martin und Sidney veranstaltet wird, und fühlt sich sofort zu ihr hingezogen. Larry wird jedoch durch die Anwesenheit von Jo abgelenkt, die mit ihrer neuen Flamme, dem Schauspieler Jack, aufgetaucht ist. Am Ende des Abends geht er mit Beth nach Hause, wo er von ihren Kindern Cathy und Petey empfangen wird.
Obwohl Jos Mutter Neenie ihm vorwirft, die Ehe mit Jo zu schnell aufgegeben zu haben, trifft sich Larry weiterhin mit Beth. Er stellt den Goodwins seine Kinder Robin und Billy vor, doch die beiden passen nicht gut zueinander. Robin wirft ihrem Vater vor, Jo durch Beth ersetzt zu haben, und eine geplante Hochzeit wird aufgrund der anhaltenden Reibereien verschoben. Sidney, Beths bester Freund, rät ihr, Larry noch eine Chance zu geben, und erklärt, dass Liebe nicht immer perfekt sei, indem er das Beispiel von Martins einstigem Ehebruch anführt. Zur gleichen Zeit verkleidet sich Larry als Amor und überredet sie, ihn zu heiraten.
Beth macht sich bald Sorgen um ihre Zukunft, da sie befürchtet, dass Larry sie eines Tages verlassen wird, so wie Peter es getan hat. Larry schlägt vor, dass sie in eine andere Wohnung umziehen und erklärt, dass ihr derzeitiger Wohnsitz immer das Haus von Cathy und Peteys Vater sein wird. Beths Kinder sind gegen einen Umzug. Während Beth beruflich im Ausland ist, beginnt Tochter Cathy zu rebellieren und wird wegen Ladendiebstahls bei Bloomingdale’s verhaftet. Larry fühlt sich weiterhin verletzlich gegenüber Jo, deren Mutter sich als im Sterben liegend herausstellt, was Jo dazu veranlasst, die Kinder bei Larry zu lassen.
Nach dem Tod von Neenie konzentriert sich Larry darauf, seine Ex-Frau und die Kinder zu trösten. Jo gesteht ihm, dass sie ihn immer noch liebt, was Larry verunsichert. Er weiß nicht, was er tun soll. Er versichert Beth, dass er keinen Ehebruch begangen hat, obwohl er sich mit Jo verbunden fühlt. Cathy und Petey verwechseln Larrys und Beths Liebesnacht mit einem gewalttätigen Kampf. Sie befürchten, dass etwas Schlimmes passiert ist, was die Kinder erkennen lässt, wie sehr sie Larry eigentlich schätzen. Die ganze Familie beschließt, in ein neues Haus zu ziehen.
Hintergrund
Der Film wurde in New York City gedreht.<ref>Drehorte für See You in the Morning bei IMDb.</ref> Er spielte in den Kinos der USA ca. 4,8 Millionen US-Dollar ein.<ref>See You in the Morning bei IMDb.</ref>
Kritiken
Roger Ebert lobte in der Chicago Sun-Times die Leistungen der Schauspieler. Jeff Bridges wirke in seiner Rolle „gelassen“, Alice Krige sei eine „gute Wahl“ für die Rolle seiner zweiten Frau. Der Film gehört zu jenen Filmen, die das Publikum nicht „verschonen“ würden. Das Drehbuch sei derart „kompromisslos“, „fair“ und „intelligent“, dass die Zuschauer Schwierigkeiten haben würden, die Geschehnisse emotional zu verkraften.<ref>Roger Ebert: See You in the Morning. In: Chicago Sun-Times, 21. April 1989.</ref>
Hal Hinson schrieb in der Washington Post, der Regisseur und Drehbuchautor Alan J. Pakula sei eher an einer „vereinfachten“ Darstellung der psychologischen Aspekte als an derer Vertiefung interessiert. Die Gesichter der Darsteller würden wie steife Masken wirken, Jeff Bridges schaffe es jedoch manchmal, „authentische Emotionen“ zu zeigen.<ref>Hal Hinson: ‘See You in the Morning’ (PG-13). In: The Washington Post, 21. April 1989.</ref>
Georg Seeßlen schrieb in seinem Buch Drew Barrymore, Drew Barrymore wirke im Film „krank“, „verstört“ und „unprofessionell“.<ref>Georg Seeßlen: Drew Barrymore. Bertz Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-929470-34-9, S. 47.</ref>
Weblinks
- Vorlage:IMDb/1
- Zweites Glück bei Rotten Tomatoes (englisch)
Einzelnachweise
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