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Zwielicht (1996)

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Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1996
Länge 125 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Gregory Hoblit
Drehbuch
Produktion Gary Lucchesi
Musik James Newton Howard
Kamera Michael Chapman
Schnitt David Rosenbloom
Besetzung

Zwielicht ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Gerichts-Thriller unter Regie von Gregory Hoblit mit Richard Gere, Laura Linney und Edward Norton. Der Film erschien 1996 und spielte an den Kinokassen mehr als das Dreifache seiner Produktionskosten ein.<ref>Einspielergebnisse auf Box Office Mojo (englisch)</ref> Vorlage war William Diehls Roman Primal Fear (1992).

Handlung

Der Staranwalt und Strafverteidiger Martin Vail aus Chicago übernimmt pro bono einen neuen Klienten in seiner Stadt: Aaron Stampler. Der junge und schüchtern wirkende Messdiener, der aus Kentucky stammt, wurde blutverschmiert aufgegriffen und angeklagt, den katholischen Erzbischof von Chicago brutal ermordet zu haben. Die Anklage wird durch Vails frühere Geliebte, die Staatsanwältin Janet Venable, vertreten und durch die Leitung der Staatsanwaltschaft unter dem korrupten John Shaughnessy begleitet. Venable ist für die Chance sehr dankbar, da der Fall aus Sicht der Staatsanwaltschaft todsicher scheint. Shaughnessy verlangt von Venable, die Todesstrafe durchzusetzen.

Für Martin Vail ist die Frage nach Schuld oder Unschuld Nebensache, da er der Auffassung ist, dass jeder Angeklagte das Recht auf die bestmögliche Verteidigung hat. So ist seine These, dass Aaron zwar im Raum gewesen sei (daher auch die Spuren am Tatort und an seiner Kleidung), er die Tat aber nicht begangen habe. Er sei ohnmächtig geworden. Vail stützt seine Verteidigung auf eine mögliche dritte im Raum anwesende Person sowie das fehlende Motiv von Stampler. Der Erzbischof hatte ihn quasi von der Straße geholt und war eine Art Vaterfigur für den Angeklagten. Vail findet bei Ermittlungen heraus, dass der Erzbischof einige hochpreisige Immobiliendeals verhindert hat und in Chicago nicht nur Freunde hatte. Shaughnessy, der in die Immobiliendeals involviert ist, bedroht Vail indirekt und rät ihm davon ab, sich mit den Mächtigen der Stadt anzulegen.

Im Lauf der Verhandlung gelingt es dem Kanzleiteam von Martin Vail, ein Motiv des Angeklagten zu ermitteln: Auf einem Video ist zu sehen, wie der Bischof Aaron, seine Freundin und eine weitere Person, die letztlich auf das Video aufmerksam gemacht hat, vor der Kamera sexuelle Handlungen ausführen lässt und dabei detaillierte Regieanweisungen gibt.

Zudem findet Vail mit der engagierten Psychologin Dr. Molly Arrington heraus, dass Aaron offenbar eine gespaltene Persönlichkeit ist. Aarons zweites Ich, das sich Roy nennt und sehr selbstbewusst auftritt, soll die Tat begangen haben. Das erklärt den Gedächtnisverlust und die Tatnähe des Angeklagten. Doch Vail hat ein Problem. Denn wer zu Verfahrensbeginn auf „nicht schuldig“ plädiert hat, darf im amerikanischen Strafprozesswesen nicht mitten im Verfahren auf „Schuldunfähigkeit durch Geisteskrankheit“ umschwenken.

Obwohl das Video der Anklage ein Motiv liefert, lässt Vail die Aufzeichnung der zuständigen Staatsanwältin Venable zukommen, die das Band gegen den Willen des Oberstaatsanwalts, der den Ruf des Verstorbenen und der katholischen Kirche nicht beschädigen will, vor Gericht einbringt und damit das fehlende Motiv aufführt. Nachdem Vail Shaughnessy im Kreuzverhör bloßgestellt und seine Verwicklung in den Immobiliendeal angesprochen hat, flüstert Shaughnessys Assistent Staatsanwältin Venable zu, sie könne sich schon mal nach einem neuen Job umsehen.

Im Kreuzverhör mit dem Angeklagten greift Venable Stampler stark an und will ihn zu einem Geständnis drängen. Plötzlich tritt der von Vail erhoffte Effekt ein und aus Aaron wird Roy, der sogleich Venable brutal angreift und sie dabei in den Würgegriff nimmt. Damit ist die Geisteskrankheit des Angeklagten durch den Prozess selbst (und ohne eine Änderung der Verteidigungsstrategie durch Vail) bewiesen. Das Gericht erkennt Stamplers Schuldunfähigkeit an und weist ihn für eine Dauer von 30 Tagen in die Psychiatrie ein, die entscheiden soll, ob Stampler in einer Anstalt festgehalten oder in die Freiheit entlassen werden soll. Alle Beteiligten gehen von Letzterem aus, da Stampler normalerweise keine Gefahr darstellt.

Im Abschiedsgespräch unter vier Augen mit seinem Verteidiger behauptet Stampler zunächst, sich an den Vorfall im Gericht nicht zu erinnern. Am Ende des Gesprächs drückt er jedoch sein Bedauern dafür aus, Venable am Hals verletzt zu haben. Vail wird nun klar, dass Stampler sich seiner Taten im Gerichtssaal sehr wohl bewusst war. Nachdem er Stampler damit konfrontiert, offenbart dieser sein wahres Ich: In Wirklichkeit gibt es keinen verstörten, schüchternen und stotternden Aaron, sondern nur den selbstsicheren Roy. Seine Persönlichkeitsspaltung war folglich die ganze Zeit nur vorgetäuscht. Er prahlt mit seinem Mord an Rushman und gesteht auch ohne Reue, seine Freundin Linda ermordet zu haben. Vail verlässt wie benommen das Gebäude durch die Hintertür und verzichtet bewusst auf das Blitzlichtgewitter der Fotografen und die Fragen der Reporter.

Hintergrund

Am Casting für Aaron Stampler nahmen angeblich mehr als zweitausend Schauspieler teil, unter anderem Matt Damon, Wil Wheaton und Leonardo DiCaprio. Edward Norton betrat schließlich das Vorsprechzimmer und versetzte sich 100-prozentig in die Rolle: Er stotterte und war als unsicherer Typ so überzeugend, dass er vom Fleck weg engagiert wurde. Norton gab in Zwielicht sein Schauspieldebüt in einem Spielfilm. Seine Gage belief sich auf 50.000 US-Dollar.

Gregory Hoblit gab mit Zwielicht sein Debüt als Spielfilmregisseur und drehte weitere erfolgreiche Thriller, unter anderem Dämon – Trau keiner Seele und Frequency.

Im Prozess spielt ein Zitat aus Nathaniel Hawthornes Der scharlachrote Buchstabe eine Rolle:

“No man… can wear one face to himself and another to the multitude, without finally getting bewildered as to which one may be true.”

„Niemand kann ein Gesicht für sich selbst und eines für die Menge aufsetzen, ohne am Ende nicht in Zweifel darüber zu geraten, welches denn nun das echte sein mag.“

2002 erschien das indische Remake Deewangee.

Auszeichnungen

Kritik

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="rotten tomatoes">Zwielicht. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
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Prädikat der FBW besonders wertvoll<ref>Jury-Begründung. In: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW). Abgerufen am 21. März 2026.</ref>
AllMovie SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref>Vorlage:AllMovie</ref>
CinemaScore B+<ref>Datenbankabfrage bei cinemascore.com</ref>
Lexikon des internationalen Films SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref name="ldif" />
Roger Ebert SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref name="ebert" />

Zwielicht erhielt ein eher gutes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes zwar überwiegend freundliche Besprechungen und ordnet den Film damit als „Verbrieft Frisch“ ein.<ref name="rotten tomatoes" /> Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel aber nur „Gemischt oder Durchschnittlich“ aus.<ref name="metacritic" />

„Wenig konzentrierter, mit spektakulären Wendungen versehener Gerichtsfilm, der in den Hauptrollen fesselnde darstellerische Leistungen, in Handlung und formaler Gestaltung aber nur professionelles Mittelmaß anbietet.“

Lexikon des internationalen Films<ref name="ldif">Zwielicht. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.</ref>

Star-Kritiker Roger Ebert lobte ebenfalls die vielschichtigen Figuren: Norton überzeuge und Gere zeige eine der besten Leistungen seiner Karriere.<ref name="ebert">rogerebert.com</ref>

Belege

<references />

Weblinks

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