Zwieselhof
Zwieselhof Gemeinde Rohr
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(7)&title=Zwieselhof 49° 23′ N, 10° 57′ O
{{#coordinates:49,376944444444|10,954166666667|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Zwieselhof | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 378 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 7 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91189 | |||||
| Vorwahl: | 0911 | |||||
Zwieselhof (fränkisch: Dswieslhuf<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 89. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „dswīslhūf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Rohr im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Zwieselhof liegt in der Gemarkung Regelsbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Die Einöde liegt in Hanglage 100 Meter nördlich des Zwieselbachs. Im Westen liegen der Kühbuck und das Hochstraßfeld, im Osten befindet sich der Höhenberg. 0,5 km nördlich liegt das Auholz. Ein Anliegerweg führt nach Hengdorf zur Kreisstraße RH 11 (0,8 km südöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 17. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1413 als „Zwiselhof“ erstmals als ein zum Halsgericht Roßtal gehörender Hof urkundlich erwähnt.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 344.</ref> 1532 wurde der Ort „Zwisselhoff“ und 1616 „Zwiselhove“ genannt. Der Ortsname leitet sich vom Zwieselbach ab, dessen Bestimmungswort zwisel (mhd. für Gabel) ist,<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 89.</ref> wohl Bezug nehmend auf die Bachgablung bei Hengdorf. Durch den Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648 und die Pest starben ganze Familien aus. Auch der Zwieselhof war betroffen. In der Weihnachtszeit des Jahres 1626 starben innerhalb weniger Wochen der Zwieselhofbauer mit allen zehn Kindern, seine Mutter und die Tagelöhnerfamilie. Als einzige blieb die Bäuerin übrig, die zwei Jahre später wieder heiratete.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Zwieselhof nur ein Anwesen. Das Hochgericht übte das Richteramt Roßtal aus. Der Ganzhof unterstand dem Nürnberger Eigenherrn von Grundherr.<ref name="E435">F. Eigler: Schwabach, S. 435.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Schwabach.<ref name="E481"/> 1804 gab es im Ort zwei Untertansfamilien.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, S. 542.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Zwieselhof dem Steuerdistrikt Regelsbach (I. Sektion) und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Regelsbach zugeordnet. Am 1. Mai 1978 wurde Zwieselhof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rohr eingegliedert.<ref name="E481">F. Eigler: Schwabach, S. 481.</ref><ref>Rohr > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 17. Mai 2025.</ref>
Baudenkmal
- Haus Nr. 1: dazugehörige Torpfeiler<ref>Denkmalliste für Rohr (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Laurentius (Roßtal) gepfarrt,<ref name="E435"/> seit dem frühen 19. Jahrhundert ist die Pfarrei St. Georg (Regelsbach) zuständig.<ref name="OV 1846"/> Die Katholiken sind nach St. Sebald (Schwabach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Katholische Pfarrei St. Sebald, Schwabach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 27. Mai 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Zwieselhof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 542 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Wagner Land- und Stadtkreis Schwabach
Weblinks
- Geschichte der Gemeinde Rohr > Zwieselhof. In: rohr-mfr.de. Abgerufen am 17. Juli 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Zwieselhof in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Zwieselhof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Gemeinde Rohr (Mittelfranken)