Österreichisch-ungarische Krone
| Österreichisch-ungarische Krone (1892 bis 1918) Österreichische Krone (1918 bis 1924) | |
|---|---|
| Staat: | Österreich-Ungarn (1892 bis 1918), Deutschösterreich, Erste Republik, Liechtenstein<ref>Günther Meier: Niemand wollte Liechtensteins Notgeld In: Neue Zürcher Zeitung vom 3. Januar 2018</ref> (1918 bis 1924) |
| Unterteilung: | 100 Heller/Fillér |
| Abkürzung: | K, kr |
| Wechselkurs: (1912) |
1,176 Kronen = 1 Mark<ref name="Haussekretär">Carl Otto: Der Haussekretär. Berlin 1913, S. 485, 3. Umschlagseite.</ref> |
Die Krone, auf {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) genannt, (von 1919 an in Österreich offiziell als „Österreichische Krone“ bezeichnet) war die Goldwährung Österreich-Ungarns bis 1918 und die Währung der Republik Österreich von 1918 bis 1925. Sie löste im Zuge der Währungsumstellung von 1892 den Gulden ab, der eine Silberstandardwährung war. In der Umgangssprache bezeichnete man die Goldmünzen zu 10, 20 und 100 Kronen als „Goldkronen“. Der Münzfuß betrug 3280 Goldkronen pro Kilogramm bei einem Feingehalt von 900/1000.<ref> Österreichische Geldgeschichte, hrsg. von der Oesterreichischen Nationalbank, https://www.oenb.at/dam/jcr:d8e98a25-eea2-4229-bd50-35ff41c6e7d0/oesterreichische_geldgeschichte_flipbook_2.pdf </ref>
In der österreichischen Reichshälfte entsprachen 100 Heller einer Krone (hergeleitet vom Griechischen „κορώνα“ bzw. Lateinischen „corona“ für „Krone“). In der ungarischen Reichshälfte entsprachen 100 Fillér einer Korona.
Geschichte
Währungsumstellung 1892
Im August 1892 wurde der Gulden durch die Krone zu 100 Heller ersetzt.<ref>[1], Wortlaut der Gesetze in der „Wiener Zeitung“ vom 11. August 1892, digitalisiert von der Österreichischen Nationalbibliothek</ref> Bis zum 1. Januar 1900 war der Gulden (fl.) neben der Krone (K) gültiges Zahlungsmittel, der Umrechnungskurs lag bei zwei Kronen für einen Gulden (→ Goldkrone). Die Umstellung war nicht mit währungspolitischen Veränderungen verbunden, wie sie für Währungsreformen typisch sind, und war daher keine Reform, sondern nur eine Umbenennung.<ref>Zu den währungspolitischen Hintergründen: [2], „Die Presse“ vom 12. August 1892, Seite 1 f., „Die Währungsreform“; digitalisiert von der Österreichischen Nationalbibliothek</ref>
Auf den Banknoten der Oesterreichisch-ungarischen Bank (der Notenbank der Doppelmonarchie; sie wurde mit kleinem „u“ geschrieben) war der Name der Währung auf der österreichischen Seite, da die Nationalitäten laut Dezemberverfassung 1867 gleichberechtigt waren, auch in anderen Sprachen der Monarchie angeführt („koruna“, „korona“, „corona“, „krona“, „kruna“, „coroană“), auf der ungarischen Seite, der magyarischen Nationalitätenpolitik entsprechend, nur auf Ungarisch.
Während die Banknoten von der gemeinsamen Notenbank herausgegeben wurden, erfolgte die Münzprägung zwischen dem ungarischen und dem österreichischen Reichsteil getrennt. Daher wiesen die Münzen jeweils nur Symbole der betreffenden „Reichshälfte“ auf. Sie kursierten aber in ganz Österreich-Ungarn, – wie heute die in den Euro-Staaten geprägten Münzen in der gesamten Eurozone kursieren.
Der im Rahmen des Goldstandards festgelegte Wechselkurs gegenüber der Mark des Deutschen Kaiserreiches betrug 1912 1,176 Kronen.<ref name="Haussekretär" />
Auf Basis der Statuten der Oesterreichisch-ungarischen Bank<ref name=":0">Carl Otto: Der Haussekretär. Berlin 1913, S. 458, 3. Umschlagseite.</ref> war die genannte Bank verpflichtet, an ihren Hauptstellen in Wien und Budapest jederzeit binnen 24 Stunden Banknoten in Metallgeld (aber nicht zwingend Gold!) umzutauschen, andernfalls sie ihres Notenprivilegs verlustig gegangen wäre. An Außenstellen bestand diese Verpflichtung im Rahmen der Vorräte. Umgekehrt war die Bank auch verpflichtet, Gold in unbegrenzter Höhe zum Münzfuß in Papiergeld umzuwechseln – was wohl in der Praxis das kleinere Problem war. Auch der Umlauf der Scheidemünzen war gesetzlich begrenzt.
Erster Weltkrieg
Bereits vor dem Krieg war die Notenbank (laut Ludwig von Mises) nicht gesetzlich verpflichtet, Banknoten in Gold umzutauschen, tat dies aber freiwillig, um die Stabilität der Krone zu sichern.<ref>Ludwig von Mises: Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel. München und Leipzig (Duncker & Humblot) 1912, S. 42 f.</ref>
Bereits am 4. August 1914 wurde eine Kaiserliche Verordnung (RGBl. 198/1914) erlassen, nach der die Oesterreichisch-ungarische Bank ermächtigt wurde, von den Bankstatuten abweichende Bestimmungen in Kraft zu setzen. Dies führte in Folge neben einer geringeren Metalldeckung des Banknotenumlaufs zu einer Aussetzung der Einlösungsverpflichtung in Gold.
Eine Welle beschleunigter Inflation begann mit dem Ersten Weltkrieg, da dieser im Wesentlichen über Anleihen finanziert wurde. Der Ausweitung der Geldmenge stand keine entsprechende Gütermenge gegenüber; die Verknappung auf fast allen Gebieten führte rasch zu Teuerungserscheinungen. Das Preisniveau bei Kriegsende betrug das fünfzehnfache des Jahres 1914.<ref name="aeiou">aeiou: Papiergeldinflation</ref>
Zerfall der Monarchie, Nachfolgestaaten
Nach Jahresbeginn 1919 trennten sich das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (ab 1929 Jugoslawien genannt), die Tschechoslowakische Republik, der republikanische Staat Deutschösterreich und das damals ebenfalls republikanische Ungarn, die die Kronenwährung (vorerst) beibehielten, durch Abstempelung ihrer Banknoten von der früheren Gemeinschaftswährung. Österreich deckte die enormen Kriegskosten nicht durch Steuern, z. B. Steuererhöhungen oder neue Steuern, sondern es druckte zusätzliches Geld. Dies verursachte Inflation, wie auch in Deutschland (Näheres hier). Das gemeinsame Währungsgebiet des Habsburgerreiches löste sich rasch auf, zumal Deutschösterreich auf die wirtschaftspolitischen Bedürfnisse anderer Nachfolgestaaten kaum Rücksicht nahm oder nehmen konnte.<ref>Clemens Muth: Das Ende der Kronenzone: Die Auflösung des gemeinsamen Währungsgebiets auf dem Territorium des ehemaligen Habsburgerreichs. München 1997, auf der Website der Universität Köln.</ref>
Im neuen südslawischen Staat begann man im Jänner 1919, die eigenen Kronenbanknoten abzustempeln. Die Tschechoslowakei folgte im Februar 1919. Um das Einströmen von Kronenbanknoten ungeklärter Herkunft, etwa aus Ungarn, zu verhindern, musste auch Deutschösterreich im März 1919 mit dem Abstempeln seines Banknotenumlaufs beginnen. Auf Grund der unterschiedlichen Inflationsraten in den folgenden Jahren hatten diese Kronenwährungen ganz unterschiedlichen Wert. Die Tschechoslowakei behielt ihre Koruna, Österreich musste sie 1925 aufgeben. In der Slowakei galt die Kronenwährung bis 2009, Tschechien führt die Krone als Währungsnamen bis heute.
Österreich bis 1925
Weiter bestehende enorme Budgetdefizite in Deutschösterreich (unter anderem zur Subventionierung der Lebensmittel) und Währungsspekulationen trieben die Inflation weiter an, die mit eigenen Mitteln nicht zu stoppen war. Der Wert der Papierkrone gegenüber der Goldkrone fiel bis August 1922 auf 14.400 : 1.<ref name="aeiou" /> Bundeskanzler Ignaz Seipel benötigte 1922 ausländische Hilfe und einen international überwachten strikten Sparkurs, damit die Staatsfinanzen wieder ins Lot gebracht werden konnten. Als dies gelang, bereitete die Bundesregierung Seipel I 1924 die Einführung der Schillingwährung vor. Diese Währungsreform wurde vom Nationalrat am 20. Dezember 1924, einen Monat nach dem Rücktritt Seipels, beschlossen und mit 1. März 1925 realisiert (In der folgenden mehrmonatigen Übergangszeit wurden österreichische Kronen noch akzeptiert). Der Wert eines Schillings entsprach 10.000 „Papierkronen“.
Österreichische Münzen 1892 bis 1918
| Übersicht, Umlaufmünzen der österreichischen Reichshälfte in Heller und Kronen von 1892 bis 1918 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bild | Wert | Durch- messer |
Raugewicht Feingehalt |
Beschreibung | Ausgabejahre | ||||
| Wertseite | Bildseite | Rand | Wertseite | Bildseite | |||||
| 1 Heller | 17 mm | 1,66 g 95 % Cu, 4 % Sn, 1 % Zn |
glatt | Wert, Jahr der Prägung | Adler mit Wappen | 1892–1903, 1909–1916 | |||
| 1 Heller | Adler mit Bindenschild | 1916 | |||||||
| 2 Heller | 19 mm | 3,33 g 95 % Cu, 4 % Sn, 1 % Zn |
glatt | Wert, Jahr der Prägung | Adler mit Wappen | 1892–1915 | |||
| 2 Heller | 17,3 mm | 2,78 g 100 % Fe |
Adler mit Bindenschild (die dunkle Eisenmünze trug den Spottnamen Neger<ref>Maria Hornung, Sigmar Grüner: Wörterbuch der Wiener Mundart, 2. Auflage, Wien 2002, ISBN 3-209-03474-5, S. 606. Alexander Popovics: Das Geldwesen im Kriege. Wien 1925, S. 97</ref>) | 1916–1918 | |||||
| 10 Heller | 19 mm | 3 g 100 % Ni |
geriffelt | Wert, Jahr der Prägung | Adler mit Wappen | 1892–1895, 1907–1911 | |||
| 10 Heller | 3 g 50 % Cu, 40 % Zn, 10 % Ni |
1915–1916 | |||||||
| 10 Heller | Adler mit Bindenschild | 1916 | |||||||
| 20 Heller | 21 mm | 4 g 100 % Ni |
geriffelt | Wert, Jahr der Prägung | Adler mit Wappen | 1892–1895, 1907–1909, 1911, 1914 | |||
| 20 Heller | 3,33 g 100 % Fe |
glatt | Adler mit Bindenschild | 1915–1918 | |||||
| 1 Krone | 23 mm | 5 g 835 ‰ Ag 165 ‰ Cu |
„VIRIBVS VNITIS“ | Österreichische Kaiserkrone, Wert, Jahr der Prägung | „FRANC•IOS•I•D•G•IMP•AVSTR•REX BOH•GAL•ILL•ETC•ET AP•REX HVNG•“<ref group="A">FRANC•IOS•I•D•G•IMP•AVSTR•REX BOH•GAL•ILL•ETC•ET AP•REX HVNG• = Franciscvs Iosephvs I Dei Gratia Imperator Avstriae, Rex Bohemiae, Galiciae, Illyriae et cetera et Apostolicvs Rex Hvngariae = Franz Joseph I., von Gottes Gnaden Kaiser von Österreich, König von Böhmen, Galizien, Illyrien et cetera und Apostolischer König von Ungarn</ref>, Franz Joseph I. mit Lorbeerkranz | 1892–1907 | |||
| 1 Krone | „DVODECIM LVSTRIS GLORIOSE PERACTIS“<ref group="A">DVODECIM LVSTRIS GLORIOSE PERACTIS = zwölf Lustren (5-Jahr-Perioden) mit Auszeichnung erledigt = 60 Jahre mit Auszeichnung erledigt</ref>, 1848–1908, Österreichische Kaiserkrone, Wert (60-Jahre-Regierungsjubiläum) | „FRANC•IOS•I•D•G•IMP•AVSTR•REX BOH•GAL•ILL•ETC•ET AP•REX HVNG•“, Franz Joseph I. ohne Lorbeerkranz, unter Bildnis ohne „ST•SCHWARTZ“ (Marschall) | 1908 | ||||||
| 1 Krone | Österreichische Kaiserkrone, Wert, Jahr der Prägung | „FRANC•IOS•I•D•G•IMP•AVSTR•REX BOH•GAL•ILL•ETC•ET AP•REX HVNG•“, Franz Joseph I. ohne Lorbeerkranz, unter Bildnis mit „ST•SCHWARTZ“ | 1912–1916 | ||||||
| 2 Kronen | 27 mm | 10 g 835 ‰ Ag, 165 ‰ Cu |
„VIRIBVS VNITIS“ | „II CORONÆ“, Adler mit Wappen, Wert, Jahr der Prägung | „FRANC•IOS•I•D•G•IMP•AVSTR•REX BOH•GAL•ILL•ETC•ET AP•REX HVNG•“, Franz Joseph I. ohne Lorbeerkranz, unter Bildnis mit „ST•SCHWARTZ“ | 1912–1913 | |||
| 5 Kronen | 36 mm | 24 g 900 ‰ Ag, 100 ‰ Cu |
„VIRIBVS VNITIS“ | „QUINQVE CORONÆ“, Adler mit Wappen, Wert, Jahr der Prägung | „FRANC•IOS•I•D•G•IMP•AVSTR•REX BOH•GAL•ILL•ETC•ET AP•REX HVNG•“, Franz Joseph I. mit Lorbeerkranz | 1900, 1907 | |||
| 5 Kronen | „DVODECIM LVSTRIS GLORIOSE PERACTIS“, 1848–1908, Fortuna mit Lorbeerzweigen, Adler mit Wappen, Österreichische Kaiserkrone, Wert (60-Jahre-Regierungsjubiläum) | „FRANC•IOS•I•D•G•IMP•AVSTR•REX BOH•GAL•ILL•ETC•ET AP•REX HVNG•“, Franz Joseph I. ohne Lorbeerkranz, unter Bildnis ohne „ST•SCHWARTZ“ (Marschall) | 1908 | ||||||
| 5 Kronen | „QUINQVE CORONÆ“, Adler mit Wappen, Wert, Jahr der Prägung 1909 | 1909 | |||||||
| 5 Kronen | „FRANC•IOS•I•D•G•IMP•AVSTR•REX BOH•GAL•ILL•ETC•ET AP•REX HVNG•“, Franz Joseph I. ohne Lorbeerkranz, unter Bildnis mit „ST•SCHWARTZ“ | ||||||||
| 10 Kronen | 19 mm | 3,387 g 900 ‰ Au, 100 ‰ Cu |
Ornamente | „X CORONÆ“, Adler mit Wappen, Wert, Jahr der Prägung | „FRANC•IOS•I•D•G•IMP•AVSTR•REX BOH•GAL•ILL•ETC•ET AP•REX HVNG•“, Franz Joseph I. mit Lorbeerkranz | 1892–1893, 1896–1897, 1905–1906 | |||
| 10 Kronen | „DVODECIM LVSTRIS GLORIOSE PERACTIS“, 1848–1908, Adler mit Wappen, Wert (60-Jahre-Regierungsjubiläum) | „FRANC•IOS•I•D•G•IMP•AVSTR•REX BOH•GAL•ILL•ETC•ET AP•REX HVNG•“, Franz Joseph I. ohne Lorbeerkranz, unter Bildnis ohne „ST•SCHWARTZ“ (Marschall) | 1908 | ||||||
| 10 Kronen | „X CORONÆ“, Adler mit Wappen, Wert, Jahr der Prägung | 1909 | |||||||
| 10 Kronen | „FRANC•IOS•I•D•G•IMP•AVSTR•REX BOH•GAL•ILL•ETC•ET AP•REX HVNG•“, Franz Joseph I. ohne Lorbeerkranz, unter Bildnis mit „ST•SCHWARTZ“ | 1909–1911 | |||||||
| 10 Kronen<ref name="10Kronen">10 Kronen 1912 Gold, Neuprägung. Münze Österreich, abgerufen am 22. Februar 2024.</ref> | 1912 (Neuprägung) | ||||||||
| 20 Kronen | 21 mm | 6,775 g 900 ‰ Au, 100 ‰ Cu |
„VIRIBVS VNITIS“ | „XX CORONÆ“, Adler mit Wappen, Wert, Jahr der Prägung | „FRANC•IOS•I•D•G•IMP•AVSTR•REX BOH•GAL•ILL•ETC•ET AP•REX HVNG•“, Franz Joseph I. mit Lorbeerkranz | 1892–1905 | |||
| 20 Kronen | „DVODECIM LVSTRIS GLORIOSE PERACTIS“, 1848–1908, Adler mit Wappen, Wert (60-Jahre-Regierungsjubiläum) | „FRANC•IOS•I•D•G•IMP•AVSTR•REX BOH•GAL•ILL•ETC•ET AP•REX HVNG•“, Franz Joseph I. ohne Lorbeerkranz, unter Bildnis ohne „ST•SCHWARTZ“ (Marschall) | 1908 | ||||||
| 20 Kronen | „XX CORONÆ“, Adler mit Wappen, Wert, Jahr der Prägung | 1909 | |||||||
| 20 Kronen | „FRANC•IOS•I•D•G•IMP•AVSTR•REX BOH•GAL•ILL•ETC•ET AP•REX HVNG•“, Franz Joseph I. ohne Lorbeerkranz, unter Bildnis mit „ST•SCHWARTZ“ | 1909–1914, 1916 | |||||||
| 20 Kronen<ref name="20Kronen">20 Kronen 1915 Gold, Neuprägung. Münze Österreich, abgerufen am 22. Februar 2024.</ref> | 1915 (Neuprägung) | ||||||||
| 20 Kronen | „XX CORONÆ“, Adler mit Bindenschild, Wert, Jahr der Prägung | 1916 | |||||||
| 20 Kronen | „PACE BELLOQVE OMNIA PRO PATRIA CVM POPVLO MEO“<ref group="A">PACE BELLOQVE OMNIA PRO PATRIA CVM POPVLO MEO = Im Kampf und Frieden mit der Nation für das Königreich (königliches Motto von Karl I.)</ref> | „CAROLVS D•G•IMP•AVSTR•REX BOH•GAL•ILL•ETC•ET AP•REX HVNG•“<ref group="A">CAROLVS D•G•IMP•AVSTR•REX BOH•GAL•ILL•ETC•ET AP•REX HVNG• = Carolvs Dei Gratia Imperator Avstriae, Rex Bohemiae, Galiciae, Illyriae et cetera et Apostolicvs Rex Hvngariae = Karl, von Gottes Gnaden Kaiser von Österreich, König von Böhmen, Galizien, Illyrien et cetera und Apostolischer König von Ungarn</ref>, Karl I. | 1918 | ||||||
| 100 Kronen | 37 mm | 33,875 g 900 ‰ Au, 100 ‰ Cu |
„VIRIBVS VNITIS“ | „DVODECIM LVSTRIS GLORIOSE PERACTIS“, 1848–1908, Fortuna mit Lorbeerkranz und Schild (Adler mit Wappen) auf Wolke, Wert (60-Jahre-Regierungsjubiläum) | „FRANC•IOS•I•D•G•IMP•AVSTR•REX BOH•GAL•ILL•ETC•ET AP•REX HVNG•“, Franz Joseph I. ohne Lorbeerkranz, unter Bildnis ohne „ST•SCHWARTZ“ (Marschall) | 1908 | |||
| 100 Kronen | „C CORONÆ“, Adler mit Wappen, Wert, Jahr der Prägung | „FRANC•IOS•I•D•G•IMP•AVSTR•REX BOH•GAL•ILL•ETC•ET AP•REX HVNG•“, Franz Joseph I. ohne Lorbeerkranz, unter Bildnis mit „ST•SCHWARTZ“ | 1909–1914 | ||||||
| 100 Kronen<ref name="100Kronen">100 Kronen 1915 Gold, Neuprägung. Münze Österreich, abgerufen am 22. Februar 2024.</ref> | 1915 (Neuprägung) | ||||||||
| Diese Bilder sind in einer Größe von 2,5 Pixel pro Millimeter. | |||||||||
<references group="A" /> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. | |||||||||
Ungarische Münzen 1892 bis 1918
| Übersicht, Umlaufmünzen der ungarischen Reichshälfte in Heller und Kronen von 1892 bis 1918 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bild | Wert | Durch- messer |
Raugewicht Feingehalt |
Beschreibung | Ausgabejahre | ||||
| Wertseite | Bildseite | Rand | Wertseite | Bildseite | |||||
| 1 Filler | 17 mm | 1,67 g 95 % Cu, 4 % Sn, 1 % Zn |
glatt | Wert, Münzzeichen „K•B“<ref group="A">K•B = Münzzeichen der Münzprägeanstalt Körmöczbánya (Kremnitz) in der Slowakei</ref> | „MAGYAR KIRÁLYI VÁLTÓPÉNZ“<ref group="A">MAGYAR KIRÁLYI VÁLTÓPÉNZ = ungarische königliche Münze</ref>, Stephanskrone, Jahr der Prägung | 1892–1903, 1906, 1914 | |||
| 2 Filler | 19 mm | 3,33 g 95 % Cu, 4 % Sn, 1 % Zn |
glatt | Wert, Münzzeichen „K•B“ | „MAGYAR KIRÁLYI VÁLTÓPÉNZ“, Stephanskrone, Jahr der Prägung | 1892–1910, 1914–1915 | |||
| 2 Filler | 17,3 mm | 2,78 g 100 % Fe |
1916–1918 | ||||||
| 10 Filler | 19 mm | 3 g 100 % Ni |
geriffelt | Wert, Münzzeichen „K•B“ (Neuprägungen mit Punkt unter K•B)<ref>10 Filler 1918 Neuprägung mit Punkt unter KB</ref> | „MAGYAR KIRÁLYI VÁLTÓPÉNZ“, Stephanskrone, Jahr der Prägung | 1892–1895, 1906, 1908–1909, 1914 | |||
| 10 Filler | 3 g 50 % Cu, 40 % Zn, 10 % Ni |
1914–1916 | |||||||
| 10 Filler | 3 g 100 % Fe |
1915–1916, 1918, 1920 | |||||||
| 20 Filler | 21 mm | 4 g 100 % Ni |
geriffelt | Wert, Münzzeichen „K•B“ (Neuprägungen mit Punkt unter K•B)<ref>20 Filler 1918 Neuprägung mit Punkt unter KB</ref> | „MAGYAR KIRÁLYI VÁLTÓPÉNZ“, Stephanskrone, Jahr der Prägung | 1892–1894, 1906–1908, 1914 | |||
| 20 Filler | 3,33 g 100 % Fe |
glatt | 1915–1918, 1920–1922 | ||||||
| 1 Korona | 23 mm | 5 g 835 ‰ Ag, 165 ‰ Cu |
“BIZALMAM AZ ŐSI ERÉNYBEN”<ref group="A">BIZALMAM AZ ŐSI ERÉNYBEN = Ich glaube an die essentielle Macht (königliches Motto Franz Josephs)</ref>, Ornamente | Stephanskrone, Wert, Jahr der Prägung | „FERENCZ JÓZSEF I•K•A•CS•ÉS M•H•S•D•O•AP•KIR•“<ref group="A">FERENCZ JÓZSEF I•K•A•CS•ÉS M•H•S•D•O•AP•KIR• = Ferencz József Isten kegyelméből ausztriai császár és Magyar-, Horvát-, Slavon-, Dalmátországok apostoli királya = Franz Josef, von Gottes Gnaden Kaiser von Österreich, Apostolischer König von Ungarn, Kroatien, Slawonien und Dalmatien</ref>, Franz Joseph I., Münzzeichen „K•B•“ | 1892–1896, 1906 | |||
| 1 Korona | „AZ EZERÉVES MAGYARORSZÁG EMLÉKÉRE“<ref group="A">AZ EZERÉVES MAGYARORSZÁG EMLÉKÉRE = Zur Erinnerung an das 1000 Jahre alte Ungarn</ref>, Franz Joseph I., Wert, Münzzeichen „K•B•“, Jahr 1896 | reitender Árpád (zur Tausend-Jahr-Feier) | 1896 | ||||||
| 1 Korona | Stephanskrone, Wert, Jahr der Prägung | „FERENCZ JÓZSEF I•K•A•CS•ÉS M•H•S•D•O•AP•KIR•“, Franz Joseph I. (älter), Münzzeichen „K•B“ | 1912–1916 | ||||||
| 2 Korona | 27 mm | 10 g 835 ‰ Ag, 165 ‰ Cu |
“BIZALMAM AZ ŐSI ERÉNYBEN”, Ornamente | Stephanskrone mit 2 Engel, Wert, Jahr der Prägung | „FERENCZ JÓZSEF I•K•A•CS•ÉS M•H•S•D•O•AP•KIR•“, Franz Joseph I., Münzzeichen „K•B“ | 1912–1914 | |||
| 5 Korona | 36 mm | 24 g 900 ‰ Ag, 100 ‰ Cu |
“BIZALMAM AZ ŐSI ERÉNYBEN”, Ornamente | Stephanskrone mit 2 Engel, Wert, Jahr der Prägung | „FERENCZ JÓZSEF I•K•A•CS•ÉS M•H•S•D•O•AP•KIR•“, Franz Joseph I., Münzzeichen „K•B•“ (Neuprägung mit Jahr 1900: mit Punkt vor FERENCZ)<ref>5 Korona 1900 Neuprägung mit Punkt vor FERENCZ</ref> | 1900, 1906–1909 | |||
| 5 Korona | „MEGKORONÁZTATÁSÁNAK NEGYVENEDIK ÉVFORDULÓJÁRA“<ref group="A">MEGKORONÁZTATÁSÁNAK NEGYVENEDIK ÉVFORDULÓJÁRA = Zum 40. Jahrestag seiner Krönung</ref>, 1867–1907, Krönungsszene, Wert, Münzzeichen „K•B“ (zum 40-jährigen Krönungsjubiläum) | „FERENCZ JÓZSEF I•K•A•CS• ÉS M•H•S•D•O•AP•KIR•“, Franz Joseph I., Jahr der Prägung 1907 (Neuprägung, wenn nach Jahreszahl 1907 klein „U•P“ steht)<ref>5 Korona 1907 Neuprägung mit UP nach Jahreszahl</ref> | 1907 | ||||||
| 10 Korona | 19 mm | 3,387 g 900 ‰ Au, 100 ‰ Cu |
Ornamente | „MAGYAR KIRÁLYSÁG“<ref group="A">MAGYAR KIRÁLYSÁG = ungarisches Königreich</ref>, 2 Engel mit Wappen, Wert, Münzzeichen „K•B“ | „FERENCZ JÓZSEF I•K•A•CS•ÉS M•H•S•D•O•AP•KIR•“, stehender Franz Joseph I., Jahr der Prägung | 1892–1915 | |||
| 20 Korona | 21 mm | 6,775 g 900 ‰ Au, 100 ‰ Cu |
“BIZALMAM AZ ŐSI ERÉNYBEN”, Ornamente | „MAGYAR KIRÁLYSÁG“, 2 Engel mit Wappen, Wert, Münzzeichen „K•B“ | „FERENCZ JÓZSEF I•K•A•CS•ÉS M•H•S•D•O•AP•KIR•“, stehender Franz Joseph I., Jahr der Prägung | 1892–1915 | |||
| 20 Korona | „MAGYAR KIRÁLYSÁG“, 2 Engel mit Bosnien-Wappen, Wert, Münzzeichen „K•B“ | 1913–1914, 1916 | |||||||
| 20 Korona | „HARCBAN ÉS BÉKÉBEN A NEMZETTEL A HAZÁÉRT“<ref group="A">HARCBAN ÉS BÉKÉBEN A NEMZETTEL A HAZÁÉRT = Im Kampf und Frieden mit der Nation für die Heimat</ref> | „KÁROLY I•K•A•CS•ÉS M•H•SZ•D•AP•KIR•“<ref group="A">KÁROLY I•K•A•CS•ÉS M•H•SZ•D•AP•KIR• = Károly Isten Kegyelméből Ausztria Császára és Magyarország s Horvát-, Szlavon- és Dalmátországok Apostoli Királya = Karl, von Gottes Gnaden Kaiser von Österreich, Apostolischer König von Ungarn, Kroatien, Slawonien und Dalmatien</ref>, stehender Karl I., Jahr der Prägung 1918 | 1918 | ||||||
| 100 Korona | 37 mm | 33,875 g 900 ‰ Au, 100 ‰ Cu |
“BIZALMAM AZ ŐSI ERÉNYBEN”, Ornamente | „MEGKORONÁZTATÁSÁNAK NEGYVENEDIK ÉVFORDULÓJÁRA“, 1867–1907, Krönungsszene, Wert, Münzzeichen „K•B“ (zum 40-jährigen Krönungsjubiläum) | „FERENCZ JÓZSEF I•K•A•CS•ÉS M•H•S•D•O•AP•KIR•“, Franz Joseph I., Jahr der Prägung 1907 (Neuprägung erkennbar an der eher rötlichen Farbe und den nicht mattierten erhabenen Münzteilen)<ref name="Neuprägungsinfo">Die Geldmarie - Goldmünzen Kronen Österreich und Ungarn, Information über Neuprägungen der 100-Korona-Münzen</ref> | 1907 | |||
| 100 Korona<ref>100 Korona 1908 Gold, Originalprägung</ref> | „MAGYAR KIRÁLYSÁG“, 2 Engel mit Wappen, Wert, Münzzeichen „K•B“ | „FERENCZ JÓZSEF I•K•A•CS•ÉS M•H•S•D•O•AP•KIR•“, stehender Franz Joseph I., Jahr der Prägung (Neuprägung mit Jahr 1908 erkennbar an der eher rötlichen Farbe und den nicht mattierten erhabenen Münzteilen)<ref name="Neuprägungsinfo" /><ref>100 Korona 1908 Gold, Neuprägung mit rötlicher Farbe und nicht mattierten erhabenen Münzteilen</ref> | 1907–1908 | ||||||
| Diese Bilder sind in einer Größe von 2,5 Pixel pro Millimeter. | |||||||||
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Österreichische Münzen 1918 bis 1924
In der kurzen Zeit, in der man in der Republik Österreich, also ab 1918, noch mit Kronen bezahlte, kamen nur sehr wenige Münzen heraus. Erst im Jahr 1923 erschien eine 100-Kronen-Kupfermünze, bei der aber die Nullen schon klein geschrieben wurden, weil ab dem Jahr 1925 der Schilling eingeführt wurde und 100 Kronen den Wert von „1 Groschen“ hatten und die Münzen bis auf die Nullen exakt gleich aussahen. Ähnlich verhielt es sich mit den 200-Kronen-Kupfermünzen und den 1000-Kronen-Kupfernickel-Münzen. Lediglich die 20- und 100-Kronen-Goldmünzen hatten ein Aussehen, das davor und danach einmalig war.
| Übersicht, Kronen der Republik Österreich 1918 bis 1924<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Übersicht der Umlaufmünzen der Zeit von 1925 bis 1938 ( vom 3. Februar 2011 im Internet Archive), Münze Österreich</ref> | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bild | Wert | Durch- messer |
Raugewicht Feingehalt |
Beschreibung | Ausgabejahre | Nachfolge-Schilling-Münze | ||||
| Wertseite | Bildseite | Rand | Wertseite | Bildseite | Wertseite | Bildseite | ||||
| 100 Kronen | 17 mm | 1,666 g 95 % Cu, 4 % Sn, 1 % Zn |
glatt | Wert, Jahr der Prägung | „ÖSTERREICH“, Adlerkopf | 1923–1924 | ||||
| 200 Kronen | 19 mm | 3,333 g 95 % Cu, 4 % Sn, 1 % Zn |
glatt | Wert, Jahr der Prägung 1924 | „ÖSTERREICH“, Kruckenkreuz | 1924 | ||||
| 1000 Kronen | 22 mm | 4,5 g 75 % Cu, 25 % Ni |
glatt | Wert, Jahr der Prägung 1924 | „REPUBLIK ÖSTERREICH“, Kopf, unter Bildnis klein „H•ZITA“ | 1924 | ||||
| 20 Kronen<ref name="20KronenGold1924">20 Kronen 1924 Gold. NumisBids, abgerufen am 6. Juli 2021.</ref> | 21 mm | 6,77 g 900 ‰ Au, 100 ‰ Cu |
geriffelt | „2952 KRONEN = 1 KILOGRAMM MÜNZGOLD (900/1000 FEIN)“, Wert | „REPUBLIK ÖSTERREICH“, Jahr der Prägung | 1923–1924 | keine Nachfolge-Münze | |||
| 100 Kronen<ref name="100KronenGold1924">100 Kronen 1924 Gold. NumisBids, abgerufen am 6. Juli 2021.</ref> | 37 mm | 33,88 g 900 ‰ Au, 100 ‰ Cu |
geriffelt | „2952 KRONEN = 1 KILOGRAMM MÜNZGOLD (900/1000 FEIN)“, Wert | „REPUBLIK ÖSTERREICH“, Jahr der Prägung | 1923–1924 | keine Nachfolge-Münze | |||
| Diese Bilder sind in einer Größe von 2,5 Pixel pro Millimeter. | ||||||||||
Siehe auch
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Österreichische Nationalbank: Geldmuseum und Geschichte - Österreichische Geldgeschichte - Moderne - Gulden und Kronen ( vom 27. November 2010 im Internet Archive)
- Österreichische Nationalbank: Geldmuseum Geschichte des Geldes
- Österreichische Geldgeschichte. Vom Mittelalter bis zum Euro
- Auflistung und Abbildung aller Kronen Banknoten ab 1900
- Inflationscockpit - Währungsrechner (Adobe Flash) (Inflationsbereinigte Umrechnung der österreichischen Währungen seit 1820 in heutige Euro)
- Die Geldmarie - Silbermünzen Kronen Österreich - Preise
- Die Geldmarie - Goldmünzen Kronen Österreich und Ungarn - Preise
Einzelnachweise
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