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1,3-Dichlorpropen

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Vorlage:Infobox Chemikalie

1,3-Dichlorpropen ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der ungesättigten Chlorkohlenwasserstoffe und Alkene.

Isomerie

Die Doppelbindung von 1,3-Dichlorpropen kann (E)- oder (Z)-konfiguriert vorliegen. Ohne besondere Herstellungsmethoden oder Aufreinigungstechnikern liegt 1,3-Dichlorpropen meist in Form einer Gleichgewichtsmischung der isomeren cis- und trans-1,3-Dichlorpropen vor.

Isomere von 1,3-Dichlorpropen
Name (E)-1,3-Dichlorpropen (Z)-1,3-Dichlorpropen
Andere Namen trans-1,3-Dichlorpropen cis-1,3-Dichlorpropen
Strukturformel Datei:Trans-1,3-Dichloropropene.svg Datei:Cis-1,3-Dichloropropene.svg
CAS-Nummer Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN
Vorlage:CASRN (Isomerengemisch)
EG-Nummer 626-466-0 233-195-8
208-826-5 (Isomerengemisch)
ECHA-Infocard Vorlage:ECHA Vorlage:ECHA
Vorlage:ECHA (Isomerengemisch)
PubChem Vorlage:PubChem Vorlage:PubChem
Vorlage:PubChem (Isomerengemisch)
Wikidata Q161507 Q27109091
Q61854433 (Isomerengemisch)

Geschichte

1,3-Dichlorpropen wurde 1945 als künstliches Bodenbegasungsmittel eingeführt. Ab 1956 wurde es durch Restriktionen bei der Verwendung von Ethylendibromid, Dibromchlorpropen und Methylbromid extensiv eingesetzt.<ref name="inchem">Vorlage:Inchem</ref>

Gewinnung und Darstellung

1,3-Dichlorpropen entsteht als Nebenprodukt bei der Herstellung von Allylchlorid durch Chlorierung von Propen bei hohen Temperaturen. Alternativ kann es aus 1,3-Dichlorpropanol durch Dehydratisierung mit POCl3 oder mit P4O10 in Benzol gewonnen werden. Das technische Produkt enthält häufig 1,2-Dichlorpropan und 2,3-Dichlorpropen<ref group="S">Vorlage:Substanzinfo</ref> als Verunreinigungen.<ref name="inchem" />

Verwendung

1,3-Dichlorpropen wurde hauptsächlich als Pestizid und Nematizid in der Landwirtschaft als Bodenbegasungsmittel und als Desinfektionsmittel (z. B. bei der Containerbegasung) eingesetzt, wobei cis-1,3-Dichlorpropen wirksamer ist. In Deutschland wurde Dichlorpropen häufig im Grundwasser nachgewiesen,<ref>Vorlage:Webarchiv</ref> wobei der Einsatz in Deutschland seit 2003 vollständig verboten (Vorlage:BGBl), in Afrika und den USA aber noch üblich (z. B. für Tabak, Mohrrüben, Kartoffeln und Erdbeeren) ist.<ref>pan-germany.org: Gläserner Pflanzenschutz (PDF; 305 kB)</ref>

Sicherheitshinweise

Die Dämpfe von 1,3-Dichlorpropen können mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch (Flammpunkt 27 °C, untere/obere Explosionsgrenze 5,7/14,5 Volumenprozent) bilden. Die Verbindung zersetzt sich bei hohen Temperaturen, wobei Chlorwasserstoff entsteht. 1,3-Dichlorpropen ist mit Spezifischer Zielorgan-Toxizität Kategorie 3 (einmalige Exposition) und als giftig beim Verschlucken und bei Hautkontakt eingestuft.<ref name="GESTIS" />

Nachweis

1,3-Dichlorpropen kann nach Adsorption an Aktivkohle mit nachfolgender Desorption durch Headspace-Gaschromatographie nachgewiesen werden.<ref>BG RCI: Verfahren zur Bestimmung von cis- und trans-1,3-Dichlorpropen, abgerufen am 21. Januar 2023.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Externe Links zu erwähnten Verbindungen

<references group="S" />

Vorlage:Normdaten