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Allstimmigkeit

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{{#if: erläutert die Allstimmigkeit bei Abstimmungen; in der Musik siehe Mehrstimmigkeit.

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}} Allstimmigkeit ist bei Abstimmungen in Kollegialorganen die Zustimmung aller Mitglieder des Organs, so dass bei Beschlüssen nicht nur die Einstimmigkeit der Anwesenden, sondern auch die Zustimmung sämtlicher abwesenden Mitglieder notwendig ist.

Allgemeines

Der sprachlich missverständliche Begriff der Allstimmigkeit soll einen Unterschied zur Einstimmigkeit herstellen, deren Erfordernis bereits erfüllt ist, wenn alle anwesenden Mitglieder zustimmen. Bei der Allstimmigkeit genügt die Zustimmung der Anwesenden nicht, sondern erforderlich ist die Zustimmung des gesamten Kollegialorgans. Das bedeutet, dass auch abwesende Mitglieder (etwa wegen Urlaubs oder Krankheit) zustimmen müssen, was im Regelfall nachgeholt werden kann.

Rechtsfragen

Die Begriffe „allstimmig“ und „einstimmig“ sind gesetzlich nicht definiert und werden häufig ungenau gebraucht.<ref>Michael Hauff/Hanno Musielack, Das große Verwalterhandbuch, 2017, S. 88</ref> Allstimmigkeit setzt absolute Zustimmung aller Mitglieder eines Kollegialorgans voraus. Während die Einstimmigkeit von Gesetzen häufiger verlangt wird, ist die Allstimmigkeit lediglich im Wohnungseigentumsrecht vorgesehen. Eine einzige Stimmenthaltung bringt hier die Allstimmigkeit zum Scheitern.

Eigentumswohnungen

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Mit Vereinbarungen regeln die Eigentümer ihr Grundverhältnis. Als Vertrag mit Allstimmigkeit bedarf die Vereinbarung der Zustimmung sämtlicher im Wohnungsgrundbuch eingetragener Wohnungseigentümer.<ref>Alexander C. Blankenstein, Lexikon Wohnungseigentum, 2008, S. 728</ref> Vereinbarungen über das Verhältnis der Wohnungseigentümer untereinander können gemäß {{#switch: juris

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Sonstiges

Es liegt nahe, dass Allstimmigkeit prinzipiell lediglich in sehr kleinen Gruppen praktikabel ist und mit der Größe eines Kollektivs sehr schnell die Wahrscheinlichkeit wächst, dass keine Allstimmigkeit erreichbar ist. Darüber hinaus wird Allstimmigkeit umso schwerer zu erzielen sein, je größer für die einzelnen Mitglieder die Bedeutung der zu klärenden Frage ist.

Siehe auch

Literatur

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Einzelnachweise

<references />

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