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Alzira (Oper)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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  • Ovando, spanischer Feldherr (Tenor)
  • Zamoro, Inkahäuptling (Tenor)
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  • Alzira, seine Tochter (Sopran)
  • Zuma, Alziras Schwester (Mezzosopran)
  • Otumbo, Inkakrieger (Tenor)
  • Spanische Offiziere und Soldaten
  • Volk der Inka |
Werkdaten
Titel: Alzira

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Originaltitel: '

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Datei:Giuseppe Verdi - Alzira - titlepage of the libretto - Naples 1845.png

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Form: Tragedia lirica in einem Prolog und zwei Akten

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Originalsprache: Italienisch

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Musik: Giuseppe Verdi

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Libretto: Salvatore Cammarano

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Literarische Vorlage: Alzire, ou Les Américains von Voltaire

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Uraufführung: 12. August 1845

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Ort der Uraufführung: Teatro San Carlo, Neapel

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Spieldauer: ca. 1 ½ Stunden

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Ort und Zeit der Handlung: Lima und Umgebung, Mitte des 16. Jahrhunderts

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Personen
  • Alvaro, Gouverneur von Peru (Bass)
  • Gusmano, sein Sohn (Bariton)
  • Ovando, spanischer Feldherr (Tenor)
  • Zamoro, Inkahäuptling (Tenor)
  • Ataliba, Herrscher der Inkas (Bass)
  • Alzira, seine Tochter (Sopran)
  • Zuma, Alziras Schwester (Mezzosopran)
  • Otumbo, Inkakrieger (Tenor)
  • Spanische Offiziere und Soldaten
  • Volk der Inka

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Alzira (<templatestyles src="IPA/styles.css" />{{#if:|[}}[alˈdziːra]{{#if:

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Die Uraufführung der Alzira fand am 12. August 1845 in Neapel am Teatro San Carlo statt, die erste Alzira war dabei Eugenia Tadolini<ref>Karl-Josef Kutsch, Leo Riemens: Großes Sängerlexikon. Unveränderte Auflage. Zweiter Band M–Z, Sp. 2914. K. G. Saur, Bern 1993, ISBN 3-907820-70-3.</ref>. Ihre deutsche Erstaufführung erlebte die Oper erst gut 150 Jahre später am 14. März 1998 am Stadttheater Passau.

Handlung

Prolog: „Il prigioniero“ – Der Gefangene

Weite Ebene, durchflossen vom Rima

Alvaro, Gouverneur von Peru, befindet sich in den Händen eines von Otumbo angeführten Inkastammes und soll eines langsamen und qualvollen Todes sterben. Als Christ bittet er Gott, den Wilden zu vergeben. Da erscheint unerwartet der totgeglaubte Stammeshäuptling Zamoro, der vor den Folterungen Gusmanos, Alvaros Sohn, fliehen konnte. Zamoro berichtet von seiner Rettung. Er schenkt dem Greis Alvaro das Leben („Del primo rieder mio non vo’ la gioia/mista col sangue“ – „Bei meiner ersten Rückkehr möchte ich nicht, dass sich Blut und Freude mischen“). Als er erfährt, dass seine Braut Alzira mit ihrem Vater Ataliba von den Spaniern in Lima gefangen gehalten wird, sammelt er die Inkas zu einem Heer, mit dem er gegen die Spanier ziehen will.

Erster Akt: „Vita, per vita“ – Leben um Leben

Erstes Bild: Platz in Lima

Alvaro ist nach Lima zurückgekehrt und übergibt vor den spanischen Soldaten sein Gouverneursamt an seinen Sohn Gusmano. Dieser befiehlt als erste Amtshandlung den Frieden zwischen Inkas und Spaniern und teilt mit, dass Ataliba, Herrscher der Inkas, ihm die Hand seiner Tochter Alzira versprochen hat.

Zweites Bild: Die für Ataliba bestimmte Wohnung

Zuma betreut ihre schlafende Schwester Alzira. Im Traum wähnt sich die Prinzessin vereint mit Zamoro, den sie liebt und von dem sie glaubt, dass er in der Schlacht gefallen ist. Ataliba kommt zu ihr, um sie zur Heirat mit Gusmano zu überreden, doch Alzira weigert sich. Da erscheint Zamoro, und die beiden schwören einander ewige Treue. Das kurze Liebesglück wird von Gusmano zerstört. Der Gouverneur lässt seinen Feind und Rivalen gefangen nehmen. Zamoro bezichtigt Gusmano, ein Schlächter ohne Ehrgefühl zu sein. Alvaro, der in Zamoro seinen Lebensretter erkennt, bittet um Gnade für Zamoro. Doch Gnade für den Rivalen sei für Gusmano schlimmer als der Tod. Erst als der Spanier erfährt, dass neue Inkatruppen anrücken, gibt er Zamoro frei. Auf dem Schlachtfeld, so schwören die beiden, werden sie einander töten.

Zweiter Akt: „La vendetta d’un selvaggio“ – Die Rache eines Wilden

Erstes Bild: In der Festung von Lima

Die Spanier haben das Inkaheer vernichtend geschlagen und feiern den Sieg. Zamoro, Alzira und die Inkaanführer sind wieder in ihren Händen. Gusmano verliest das Todesurteil über Zamoro, der bei Tagesanbruch hingerichtet werden soll. Alzira bittet Gusmano um Gnade für ihren Verlobten. Dieser verspricht, Zamoro freizulassen, wenn Alzira seine Frau wird. Unter Tränen willigt sie ein. Gusmano feiert seinen Triumph über die Krieger der Inkas und das Herz Alziras und ordnet die baldige Hochzeit an.

Zweites Bild: Finstere Höhle

Otumbo ist es inzwischen durch eine List gelungen, Zamoro zu befreien. Auf dem Feld der verlorenen Schlacht erfährt Zamoro von der bevorstehenden Hochzeit. Er schwört Rache.

Drittes Bild: Großer Saal in der Residenz des Gouverneurs

Die Feierlichkeiten haben begonnen. Die Inkafrauen beschwören die Zeit der Versöhnung, die durch die Hochzeit anbrechen soll. Gusmano stellt seine künftige Frau vor, die sich völlig gebrochen nur noch den Tod wünscht. Bevor die beiden die Vermählung vollziehen können, stürzt Zamoro herbei und stößt Gusmano einen Dolch in die Brust. Doch Gusmano besinnt sich im Moment des Todes seines Gottes. Er verzeiht dem Mörder und vereint die Liebenden. Alle preisen am Ende den Edelmut des Sterbenden.

Instrumentation

Die Orchesterbesetzung der Oper enthält die folgenden Instrumente:<ref>Rein A. Zondergeld: Alzira. In: Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters. Band 6: Werke. Spontini–Zumsteeg. Piper, München/Zürich 1997, ISBN 3-492-02421-1, S. 406.</ref>

Werkgeschichte

Nach dem Misserfolg in Rom spielten nur wenige Theater in Italien die Oper nach: Lugo, Mailand, Ferrara, Venedig und Turin. Im Ausland erlebte die Oper eine Handvoll Premieren, so zweimal in Lissabon (1847 und 1849), daneben in Barcelona (1849), Lima (1850), Valparaiso (1850) und La Valletta (1858).

Diskografie (Auswahl)

Literatur

  • Stefano Castelvecchi, Jonathon Cheskin: Vorwort der kritischen Partitur, Chicago 1994.
  • Rein A. Zondergold: Alzira. In: Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters. Band 6: Werke. Spontini–Zumsteeg. Piper, München / Zürich 1997, ISBN 3-492-02421-1, S. 406–407.
  • Thomas H. Kaspar: Alzira, Programmheft zur deutschen Erstaufführung. Passau 1998.
  • Attila Csampai: Beiheft zur CD, Orfeo 1983.
  • William Weaver: Verdi. Eine Dokumentation. Henschelverlag, Berlin 1980.
  • Wolfgang Marggraf: Giuseppe Verdi. Leben und Werk. Schott, Mainz 1982.

Weblinks

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Einzelnachweise

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