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Anita Zielina

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Anita Zielina ist auf einer Fotografie zu sehen. Sie sitzt bei der Veranstaltung NEXT Berlin (2014) auf einem Sofa und hält ein Tablet. Sie trägt Brille und hat dunkle Haare.
Anita Zielina in Berlin (2014)

Anita Zielina (* 9. Mai 1980 in Wien) ist eine österreichische Medienmanagerin und Journalistin.

Leben und Karriere

Von 1998 bis 2006 studierte Zielina Rechts- und Politikwissenschaften an der Universität Wien, wobei sie ihr Jurastudium mit einem Master abschloss. Nebenher begann sie freiberuflich als Journalistin zu arbeiten.

2004 wurde sie von derStandard.at für den Aufbau einer Bildungsplattform eingestellt.<ref name="zwei" /> Von 2007 bis 2011 war Zielina Ressortleiterin für Innenpolitik und Bildung bei derStandard.at, bei weitem die jüngste Ressortleiterin im Unternehmen.<ref name="zwei" /> Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassten Rechts-, Universitäts- und Sozialpolitik sowie Neue Medien.<ref name="drei" /> Anschließend bekam sie als erste österreichische Journalistin eine John S. Knight Journalism Fellowship an der Stanford University und ging für ein Jahr nach Palo Alto.<ref name="vier" /> Dort forschte sie über Netzgemeinschaften, Userpartizipation, die Zukunft des Journalismus, die Führung von Medienunternehmen (Media Entrepreneurship) und strategisches Innovationsmanagement im Journalismus. Besonders konzentrierte sie sich auf die Frage, wie Medien besser mit ihren (Online-)Communities interagieren können.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />"Im Silicon Valley entwickelt sich eine neue Medienwelt" (Interview). (Memento vom 2. März 2013 im Internet Archive) Werbeplanung.at, 25. Juni 2016</ref> Mit ihrer Rückkehr nach Wien wurde Anita Zielina im September 2012 stellvertretende Chefredakteurin von derStandard.at und Der Standard.<ref>Frauentrio in der Führungsetage des „Standard“: Die Presse, 28. August 2012</ref>

Zum 1. Mai 2013 wechselte sie zum deutschen Medienhaus Gruner + Jahr, um als Managing Editor Digital eine neue Digitalstrategie für das Magazin Stern zu entwickeln.<ref name="stern" /> Ab September 2013 war sie erste weibliche stellvertretende Chefredakteurin des Stern, verantwortlich für alle digitalen Produkte der Marke, insbesondere stern.de.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />stern: Online-Frauenpower für Chefredaktion (Memento vom 5. August 2013 im Internet Archive). Meedia, 1. August 2013, abgerufen am 1. August 2013</ref> Im September 2014 kündigte Zielina bei Gruner + Jahr.<ref>Stern-Online-Chefin Anita Zielina verlässt Gruner + Jahr, Meedia, 19. September 2014, abgerufen am 19. September 2014</ref>

Im Mai 2015 wurde sie bei der Neuen Zürcher Zeitung Chefredakteurin für neue Produkte.<ref>Zielina wird Digitalchefin des "NZZ"-Konzerns, Gujer an der "NZZ"-Spitze. In: derStandard.at. 11. März 2015, abgerufen am 11. März 2015.</ref> Auf Anfang 2017 ernannte sie der Verwaltungsrat der NZZ zur Leiterin für digitale Produkte (Chief Product Officer). Sie trat damit aus der Chefredaktion aus und wurde Mitglied der NZZ-Unternehmensleitung. In dieser Funktion zeichnete sie verantwortlich für die Weiterentwicklung der bestehenden und die Entwicklung neuer digitaler Produkte der NZZ Medien wie auch der Regionalmedien der NZZ-Gruppe.<ref>Anita Zielina wird Chief Product Officer. Abgerufen am 19. Juli 2017.</ref> Anfang November 2017 gab die NZZ-Gruppe bekannt, dass Zielina das Unternehmen zum Ende des Jahres verlassen würde.<ref>NZZ-Digitalchefin Anita Zielina geht. In: kress. (kress.de [abgerufen am 3. November 2017]).</ref> Anschließend absolvierte Zielina einen Master of Business Administration (MBA)-Lehrgang. Ab 2019 war sie in wechselnden Rollen an der Craig Newmark Graduate School of Journalism der City University of New York tätig,<ref>LinkedIn-Profil von Anita Zielina, zuletzt abgerufen am 7. August 2020.</ref> u. a. als Director of News Innovation and Leadership.<ref>Anita Zielina. Craig Newmark Graduate School of Journalism, abgerufen am 10. Juni 2019.</ref>

Ende 2020 folgte sie Hans Peter Haselsteiner als Mitglied des ORF-Stiftungsrates auf einem Mandat von NEOS nach.<ref name="kurier401126826">Anita Zielina wird neue pinke ORF-Stiftungsrätin. In: Kurier.at. 11. Dezember 2020, abgerufen am 21. Dezember 2020.</ref> Mit Ende Juni 2025 legt Zielina ihr Mandat zurück.<ref>Vorsitzender des Stiftungsrats verlässt ORF-Gremien, auch Zielina geht. Abgerufen am 6. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seit Juli 2025 ist sie Aufsichtsrätin bei Mediahuis, seit März 2026 bei der Funke Mediengruppe.<ref>An Steylemans: Mediahuis group welcomes three new members to its Board of Directors. In: Mediahuis. 3. Juni 2025, abgerufen am 17. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zudem hat sie ein Aufsichtsratmandat bei News Product Alliance.

2023 gründete Zielina das Better Leaders Lab, das als Thinktank, Weiterbildungs- und Beratungseinrichtung fungiert. Sie ist Inhaberin des Einzelunternehmens.<ref>Better Leaders Lab e.U. In: FirmenABC. Abgerufen am 19. März 2026.</ref>

Quellen

<references> <ref name="zwei">Anita Zielina. John S. Knight Journalism Fellowship at Stanford, abgerufen am 26. Februar 2013.</ref> <ref name="drei"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kurzbiografie (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) auf univie.ac.at</ref> <ref name="vier">Anita Zielina für John. S. Knight Fellowship ausgewählt. 13. April 2011, abgerufen am 26. Februar 2013.</ref> <ref name="stern">Anita Zielina wird Online-Chefin beim stern. In: meedia.de. 25. Februar 2013, abgerufen am 26. Februar 2013.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Anita Zielina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien