85.243 (WS 2024/25), davon 63 % Frauen<ref name="zahlenfakten">Universität Wien in Zahlen & Fakten. In: cms01.univie.ac.at. Universität Wien, abgerufen am 16. Januar 2026.</ref>
Die Universität Wien ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), kurz auch Rudolphina) ist mit rund 85.000 Studierenden und rund 11.000 Mitarbeitenden die größte Universität in Österreich sowie im deutschsprachigen Raum und eine der größten in Europa.<ref name="zahlenfakten" /> 1365 in Wien gegründet, ist sie die älteste Universität im heutigen deutschen Sprachraum und die drittälteste in Mitteleuropa nach der früher deutschsprachigen Karls-Universität in Prag und der Jagiellonen-Universität in Krakau. Mit Stand von 2024/2025 umfasste das Angebot 185 Studien.<ref name="zahlenfakten" /> Die Universität Wien ist mit 17 Nobelpreisträgern verbunden und war die Heimat vieler Wissenschafter und Wissenschafterinnen von historischer und akademischer Bedeutung. Sie gilt als führende Universität in Österreich und genießt international hohes Ansehen.<ref>University of Vienna. In: timeshighereducation.com. 5. Februar 2018, abgerufen am 9. Februar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="UniWien">University of Vienna. Abgerufen am 10. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Die Gründungsurkunde, heute im Archiv verwahrt, wurde am 12. März 1365 von Herzog Rudolf IV. und seinen Brüdern Albrecht III. und Leopold III. unterzeichnet.<ref>katharina kniefacz: Die Gründungsurkunden (Stiftbriefe) der Universität Wien. In: 650 plus. 26. Mai 2014 (univie.ac.at [abgerufen am 30. Juni 2024]).</ref> Daher rührt auch der Name der Universität Alma Mater Rudolphina. Die Gründungsurkunde enthält in programmatischer Weise das Leitbild der Universität, dass „gemain guot, rechte gerichte, menschlich vernunft und beschaidenhait aufneme und wachse […] und daz ein yeglich weiser mensch vernünftiger und ain unweiser zuo menschlicher vernunft in rechte erkantnüsse mit goetlicher lerung bracht und geczogen werde.“
Die Universität Wien ist somit nach der Karls-Universität Prag die zweitälteste Universität im damaligen Heiligen Römischen Reich nördlich der Alpen und die älteste bestehende Universität im deutschen Sprachraum. Bis zur Aufnahme des geregelten Lehr- und Lernbetriebs sollten jedoch noch fast 20 Jahre vergehen; 1383 nutzte Herzog Albrecht III. einen Streit an der Sorbonne, um zahlreiche Professoren von Paris nach Wien zu berufen, und nachdem auch der 1365 noch ausgesprochene päpstliche Vorbehalt, eine theologische Fakultät einzurichten, gefallen war, erließ Albrecht III. 1384 einen zweiten Stiftsbrief, mit dem die kontinuierliche Entwicklung begann.
Renaissance-Humanismus
Bis zum Ausgang des Mittelalters wuchs die Universität stetig an und hatte in der Zeit des Humanismus (um 1500) über 6000 Studenten, womit sie die größte Universität des Reiches geworden war. In den 1520er Jahren führten Pestepidemien, die Bedrohung durch das türkische Heer und die Reformation zu einem starken Schwund bei den Studentenzahlen; im 16. Jahrhundert hatte die Universität zeitweilig nur mehr 30 Studenten. Am 13. Oktober 1623 wurde durch die Pragmatische Sanktion von Kaiser Ferdinand II. die Universität mit dem 1551 gegründeten Jesuitenkollegium vereinigt und die gesamte theologische und philosophische Fakultät den Jesuiten (der Gesellschaft Jesu) überantwortet.<ref>Rudolf Kink: Geschichte der kaiserlichen Universität zu Wien. Erster Band. Geschichtliche Darstellung der Entstehung und Entwicklung der Universität bis zur Neuzeit. Sammt urkundlichen Beilagen. Wien 1854, S.357.</ref> Nach dieser Reform nahm die Universität wieder einen gewissen Aufschwung. Die Übernahme durch die Jesuiten hatte auch enorme bauliche Konsequenzen für die Universität. Das neue Universitätsviertel am heutigen Dr.-Ignaz-Seipel-Platz gibt davon ein eindrucksvolles Zeugnis. Neben neuen universitären Gebäuden wurde auch die Jesuitenkirche errichtet und im Mai 1631 von Kardinal Dietrichstein eingeweiht.<ref>Anton Fleckl: Die Bautätigkeit des Jesuitenordens im 17. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Österreich. Eine Analyse des archivierten Planmaterials der Bibliothèque nationale de France. Tectum Wissenschaftsverlag, Wien 2010, ISBN 978-3-8288-2746-2, S.37–61.</ref>
Zeit der Aufklärung
Tiefgreifende Reformen erfolgten unter Maria Theresia und Joseph II. ab 1749, mit denen der Einfluss der Jesuiten zurückgedrängt und schließlich ganz beseitigt und die Universität in eine Staatsanstalt umgewandelt wurde, womit ein fast gänzlicher Verlust der Universitätsautonomie verbunden war. Auf Forschung wurde wenig Wert gelegt, die Lehre straff organisiert.
1848 bis 1938
Die Revolution 1848 richtete sich nicht zuletzt gegen die Einschränkungen der Lehr- und Lernfreiheit, die 1849 die Prinzipien der Universitätsreform des Unterrichtsministers Leo Thun-Hohenstein wurden. In diesem Zusammenhang wurde auch die Philosophische Fakultät aufgewertet und den drei „höheren“ Fakultäten (Theologie, Jus, Medizin) gleichgestellt.
1850 wurde die Evangelisch-Theologische Fakultät gegründet, aber erst 1922 der Universität inkorporiert.
Im Jahr 1897 wurden Frauen erstmals als ordentliche Hörer zugelassen, wenn auch zunächst nur an der philosophischen Fakultät. Die restlichen Fakultäten folgten teils mit erheblichem Abstand: 1900 die medizinische, 1919 die juristische, 1923 die evangelisch-theologische. Im Jahr 1945 ließ schließlich auch die katholisch-theologische Fakultät Frauen als ordentliche Hörer zu.<ref>Frauen an der Universität Wien. In: geschichte.univie.ac.at. Abgerufen am 5. Juli 2020.</ref> Acht Jahre nach Beginn des Frauenstudiums an der Universität Wien gelang es der Romanistin Elise Richter 1905 als erster Frau, sich zu habilitieren; sie wurde 1921 auch die erste außerordentliche Professorin. Die erste Ordinaria wurde an der Universität Wien erst 1956 ernannt: die Physikerin Berta Karlik.
Schon lange vor dem „Anschluss“ von 1938 waren demokratiefeindliche und antisemitische Studenten, von einigen Professoren wohlwollend toleriert, an der Universität aktiv. Das Institut zur Pflege deutschen Wissens wurde 1924 gegründet, 1928 fanden Hochschulkrawalle statt, 1932 waren ebenfalls Studentenkrawalle zu verzeichnen, die mit Demonstrationen vor dem Haupteingang der Universität verbunden waren.<ref>Bundespolizeidirektion Wien (Hrsg.): 80 Jahre Wiener Sicherheitswache, Verlag für Jugend und Volk, Wien 1949, S. 57, Bild S. 63.</ref>
Im Juni 1936 wurde der Physiker und Philosoph Moritz Schlick, Begründer des Wiener Kreises, auf der Philosophenstiege im Hauptgebäude der Universität von einem seiner ehemaligen Studenten erschossen; der Mörder wurde zwei Jahre später vom NS-Regime aus der Haft entlassen.<ref>Katharina Kniefacz: Der Mord an Prof. Moritz Schlick. In: geschichte.univie.ac.at. Abgerufen am 13. Februar 2020.</ref> Der weit verbreitete Antisemitismus manifestierte sich auch in verhinderten Habilitationen und Berufungen.<ref>Friedrich Stadler: Antisemitismus an der Philosophischen Fakultät der Universität Wien – Am Beispiel von Moritz Schlick und seines Wiener Kreises. In: Oliver Rathkolb (Hrsg.): Der lange Schatten des Antisemitismu. Kritische Auseinandersetzungen mit der Geschichte der Universität Wien im 19. und 20. Jahrhundert. Band8. V&Runipress, Göttingen 2013, ISBN 978-3-8471-0145-1, S.207.</ref>
Zeit des Nationalsozialismus
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde die Universität 1938 unter Rektor Fritz Knoll nach nationalsozialistischen Gesichtspunkten „gleichgeschaltet“ und eine große Anzahl an Lehrenden und Studierenden aus rassistischen und politischen Gründen vertrieben,<ref>Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Wien 1938. In: gedenkbuch.univie.ac.at. Abgerufen am 21. Februar 2023.</ref> mit einem Drittel des Lehrpersonals die größte solche Maßnahme weltweit.<ref>Klaus Taschwer: Der tiefe Fall einer weltberühmten Fakultät. In: derstandard.at. 9. März 2018, abgerufen am 19. Mai 2020.</ref> 1943 folgte ihm der Anatom Eduard Pernkopf als Rektor nach. Lehre und Forschung wurden nach „völkischen“ Aspekten ausgerichtet und für den „Endsieg“ instrumentalisiert. Eine Reihe neuer Lehrstühle und Institute wurden geschaffen, etwa das 1943 gegründete „Institut für germanisch-deutsche Volkskunde“ oder das 1940 gegründete „Institut für Lebenswirtschaftskunde“, wo junge Frauen im Sinne des NS-Ideals der deutschen Frau und Mutter in den Bereichen Haushalt und Familie unterrichtet wurden. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs erhielten besonders jene Forschungsbereiche trotz der schwierigen ökonomischen Lage finanzielle Mittel, die für die Kriegsführung wichtig waren.<ref>Katharina Kniefacz: Innere Umstrukturierung zur NS-Wissenschaft. In: geschichte.univie.ac.at. 5. März 2024, abgerufen am 6. März 2025.</ref> Vereinzelt waren Studierende aber auch im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv, einige fielen dem nationalsozialistischen Verfolgungs- und Terrorapparat zum Opfer.<ref>Katharina Kniefacz: Widerstand gegen den Nationalsozialismus 1938–1945. In: geschichte.univie.ac.at. 2. April 2024, abgerufen am 6. März 2025.</ref>
Im April 1945 erwirkte der damals erst 22-jährige Kurt Schubert, später Ordinarius für Judaistik an der Wiener Universität, von der sowjetischen Besatzungsmacht die Erlaubnis, den Universitätsbetrieb wieder aufzunehmen, weshalb er als inoffizieller erster „Rektor“ der Universität nach dem Krieg gilt. Bereits am 25. April 1945 wurde jedoch der Verfassungsrechtler Ludwig Adamovich senior zum ordentlichen Rektor der Universität Wien gewählt.
Die mit der Universitätsreform 1975 verwirklichte Mitbestimmung von Studenten und universitärem Mittelbau wurde mit der Universitätsreform 1993 (in Wien in Kraft seit dem Jahr 2000) und der Universitätsreform 2002 (in Kraft seit 2004) großteils wieder rückgängig gemacht. Durch die zuletzt genannten Reformen erhielt die Universität nach über 250 Jahren als staatliche oder halbstaatliche Anstalt ihre Rechtsfähigkeit zurück, die Zahl der Fakultäten und Zentren wurde auf 18 erhöht (siehe unten), die medizinische Fakultät als Medizinische Universität Wien ausgegliedert. Mit der Universitätsreform 1975 wurde die Universität in acht Fakultäten neu gegliedert: Katholische Theologie, Evangelische Theologie, Rechtswissenschaften, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Grund- und Integrativwissenschaften, Geisteswissenschaften sowie Formal- und Naturwissenschaften.
Am 22. Oktober 2009 wurde nach einer Solidaritätskundgebung für die Besetzer der Akademie der bildenden Künste das Audimax, der größte (1936 eröffnete)<ref>Eröffnung des Auditorium maximum. In: Neue Freie Presse, Montagausgabe (Nr. 25957 A), 14. Dezember 1936, S. 6, unten links. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nfp</ref> Hörsaal Österreichs, besetzt (vgl. Studentenproteste in Österreich 2009). Die Proteste richteten sich (unter anderem) gegen die Umsetzung des Bologna-Prozesses in Österreich, gegen die Wiedereinführung von Studiengebühren, gegen Zugangsbeschränkungen und gegen prekäre Arbeitsverhältnisse an den Universitäten. Gefordert wurden die Erhöhung des Hochschulbudgets auf 2 % des BIPs zum Ausbau der personellen und räumlichen Kapazitäten sowie zur besseren Ausstattung der Universitäten und eine von privatwirtschaftlichen Interessen unabhängige Bildung und Lehrplangestaltung.
Im Jahr 2015 widmeten die Wiener Philharmoniker einen Teil des Programmes ihres Neujahrskonzertes der Universität Wien anlässlich des 650-Jahr-Jubiläums am 12. März 2015.
Im Hinblick auf die Umsetzung der PädagogInnenbildung Neu wurden in Österreich regionale Entwicklungsverbünde gebildet. Die Universität Wien gehört dabei mit anderen Hochschulen Wiens und Niederösterreichs zum Verbund Nord-Ost. Die neue Lehramts-Ausbildung für die Sekundarstufe begann 2016.
Die wesentlichen Organe der Universität sind das Rektorat, der Universitätsrat, der Senat, das Scientific Advisory Board (SAB). Es gibt 15 Fakultäten und fünf Zentren sowie eine Vielzahl weiterer Einrichtungen, die die administrativen und wissenschaftlichen Aufgaben der Universität unterstützen.<ref>Universität Wien: Universität Wien im Überblick Universität Wien, 3. Januar 2024 (PDF; 96,3 kB).</ref>
Rektorat: ist für die strategische Ausrichtung der Universität verantwortlich und besteht aus dem Rektor und den vier Vizerektoren und Vizerektorinnen.
Universitätsrat: ist neben dem Rektorat und dem Senat eines der obersten Leitungsorgane und besteht aus neun Mitgliedern, die für eine Funktionsperiode von fünf Jahren bestellt werden.
Senat: ist ein weiteres zentrales Leitungsorgan der Universität Wien und besteht aus 18 Mitgliedern.
Scientific Advisory Board (SAB): unterstützt die Universität in Bezug auf internationale wissenschaftliche Entwicklungen und langfristige strategische Entscheidungen.
Standorte
Standorte im Stubenviertel
Die mittelalterliche Universität war in verschiedenen Gebäuden im Stubenviertel des heutigen 1. Wiener Bezirks untergebracht. Ihr erstes Haus war das 1385 eröffnete Herzogskolleg in der heutigen Postgasse 7–9. Nach der Inkorporation des Jesuitenkollegs in die Universität 1623 wurde an derselben Stelle das frühbarocke Jesuitenkolleg errichtet. Dieses ist zusammen mit der Universitätskirche und weiteren Gebäuden noch heute als Alte Universität erhalten und beherbergt unter anderem das Archiv der Universität Wien. 1753/55 ließ Maria Theresia unmittelbar neben dem Jesuitenkolleg ein neues Hauptgebäude, die Neue Aula, errichten. Sie war ein zentraler Versammlungsort der Revolution von 1848. Nach der gewaltsamen Niederschlagung der Revolte wurde die Universität vom Militär besetzt, die Studenten wurden vertrieben; das Gebäude wurde 1857 der Akademie der Wissenschaften übergeben. Der Studienbetrieb fand in provisorischen Ausweichquartieren statt.
Für den Bau eines Hauptgebäudes der Universität wurde ab 1854 zunächst ein Platz hinter dem Chor der Votivkirche vorgesehen. 1868 wurde jedoch ein Areal an der Ringstraße verfügbar und die Universität dort gebaut. Mit dem Bau wurde 1877 begonnen. Architekt Heinrich Ferstel wählte für das Gebäude den historistischen Stil der italienischen Hochrenaissance, wobei die Universitäten von Padua und Genua als Inspiration dienten. Den Blickfang an der Ringstraße bildet die markant vorspringende Säulenhalle. Im Giebel stellt ein Relief die Geburt der Minerva dar, der Göttin der Weisheit. 1884 war das Universitätsgebäude fertiggestellt. Das Areal der Universität umfasst 21.412 m², wovon 14.530 m² verbaut sind. Die Kosten hatten 7,7 Mio. Gulden betragen.<ref>Barbara Dmytrasz: Die Ringstraße – Eine europäische Bauidee. Amalthea Signum Verlag, Wien 2008, ISBN 978-3-85002-588-1, S. 96ff.</ref>
Im Hauptgebäude am Universitätsring 1 befinden sich das Rektorat, die meisten Dekanate, die zentralen Dienstleistungseinrichtungen, die Hauptbibliothek, einige wenige Institute mit ihren Fachbibliotheken und zahlreiche Hörsäle.
Seit 2004 ist die Medizinische Universität Wien eine eigenständige Universität, bis zu diesem Datum war sie als medizinische Fakultät ein Teil der Universität Wien. Zwischen beiden Universitäten bestehen zahlreiche Kooperationen wie z. B. die gemeinsam gegründeten Max Perutz Labs.
Die übrigen wissenschaftlichen Einrichtungen der Institute verteilen sich auf über 60 Standorte in Wien und anderen Bundesländern.<ref>Standorte der Universität Wien. In: univie.ac.at. Abgerufen am 13. Juni 2020.</ref>
Strategische Schwerpunkte
Die Universität Wien definiert ihre strategischen Forschungsschwerpunkte auf Basis ihrer fächerübergreifenden fachlichen Breite und aktuellen wissenschaftlichen Herausforderungen. Die sechs zentralen Themenfelder bündeln und koordinieren Forschung, Lehre, Nachwuchsförderung, Wissenstransfer und Kooperationen über disziplinäre Grenzen hinweg. Zu den strategischen Forschungsschwerpunkten der Universität Wien gehören:<ref>Strategische Forschungsschwerpunkte. 4. September 2025, abgerufen am 16. Januar 2026.</ref>
Kultur, Bildung, Demokratie: Grundlagen menschlichen Zusammenlebens, Kommunikation und gesellschaftlicher Teilhabe
Digitale und datenbasierte Transformationen von Wissenschaft und Gesellschaft
Global Health: physische, mentale und soziale Dimensionen von Gesundheit im globalen und gesellschaftlichen Kontext
Systems of Life: grundlegende biologische und ökologische Prozesse des Lebens
Quantensysteme und Materialien der Zukunft: Quantenwissenschaften, Materialforschung und technologische Innovationen
Diese Forschungsschwerpunkte reflektieren zentrale wissenschaftliche Herausforderungen und die interdisziplinäre Ausrichtung der Universität Wien in nationaler und internationaler Forschung.
Die Universität Wien bietet Studien in verschiedene Disziplinen, die in folgende Programme unterteilt sind:<ref>Studieren. Abgerufen am 16. Januar 2026.</ref>
Die Universität Wien verfügt über eine Vielzahl von Forschungseinrichtungen, welche die wissenschaftliche Arbeit auf unterschiedlichsten Gebieten fördern und intensivieren. Zu den zentralen Elementen gehören Forschungsverbünde, Forschungsplattformen sowie Kooperationen mit anderen Universitäten und Forschungseinrichtungen.<ref>Organisation – Struktur & Leitung der Universität Wien. Abgerufen am 16. Januar 2026.</ref>
International
Die Universität Wien ist in einem internationalen Netzwerk von Forschungseinrichtungen und Hochschulen eingebunden und pflegt zahlreiche Kooperationen und Netzwerke weltweit.<ref>Kooperationen und Netzwerke. Abgerufen am 16. Januar 2026.</ref> Die Universität Wien unterhält zudem zahlreiche strategische Partnerschaften mit internationalen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die den akademischen Austausch und gemeinsame Forschungsinitiativen unterstützen. Zu den Partneruniversitäten gehören unter anderem: University of Chicago, Kyoto University und Peking University<ref>Strategische Partnerschaften. Abgerufen am 16. Januar 2026.</ref>. Darüber hinaus ist die Universität Wien in viele internationale Netzwerke und Mitgliedschaften integriert, die ihre weltweite Vernetzung stärken und eine aktive Teilnahme an internationalen Forschungs- und Bildungsinitiativen ermöglichen. Zu den internationale Netzwerken gehören: CENTRAL, CircleU, Campus Europae, EUA, Guild of European Research-Intensive Universities, und UNICA.<ref>Internationale Netzwerke und Mitgliedschaften. Abgerufen am 16. Januar 2026.</ref>
Die Universitätsbibliothek der Universität Wien ist die größte Bibliothek Österreichs (circa 7,8 Millionen Bände in der Haupt- und den Fachbibliotheken) und gleichzeitig die älteste Universitätsbibliothek im deutschen Sprachraum (Gründung 1365). Sie verfügt neben der zeitgenössischen wissenschaftlichen Literatur über einen ausnehmend guten Bestand historischer Werke. Die 33 Fachbibliotheken beherbergen circa 4,8 Mio. Bücher, Zeitschriften, Karten und andere Materialien.<ref>Über uns – Universitätsbibliothek Wien. Abgerufen am 16. Januar 2026.</ref><ref>Zahlen und Daten – Die Universitätsbibliothek Wien. Abgerufen am 11. Februar 2026.</ref> Die Universitätsbibliothek ist frei zugänglich. Sie geht auf den Bestand der Habsburgischen Hofbibliothek zurück, in die das ursprüngliche Universitätsarchiv im 18. Jahrhundert integriert wurde. Organisatorisch ist die Universitätsbibliothek mit dem Archiv der Universität Wien in der Postgasse 9 im 1. Bezirk verbunden, dem eigentlichen Universitätsarchiv, das die Dokumente des universitären Betriebs verwaltet.
Die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft ist als öffentlich-rechtliche Körperschaft (ÖH Uni Wien) an den Gremien der Universität Wien beteiligt. Bei der letzten ÖH-Wahl der Universität Wien im Mai 2025 erreichte der VSStÖ in der Universitätsvertretung 37,01 % (12 Mandate), die GRAS 20,87 % (6 Mandate) und der KSV-LiLi 11,00 % (3 Mandate). Ebenfalls Mandate in der Universitätsvertretung machten die Aktionsgemeinschaft mit 9,04 % (2 Mandate), die FL mit 4,97 % (1 Mandat) sowie die JUNOS mit 4,73 % (1 Mandat) und der KSV-KJÖ mit 8,84 % (2 Mandate).<ref>ÖH Wahl 2025 Ergebnisse. Abgerufen am 16. Januar 2026.</ref> An der Spitze der Koalition an der ÖH Uni Wien steht die Vorarlbergerin Bianca Nageler (VSStÖ). Rahel Bucher (VSStÖ) ist die zweite stellvertretende Vorsitzende in der Hochschulvertretung der Universität Wien.<ref>Bianca Nageler ist neue Vorsitzende der ÖH Uni Wien. Abgerufen am 16. Januar 2026.</ref>
Auszeichnungen
Die Universität Wien steht in Verbindung zu elf Nobelpreisträgern und Nobelpreisträgerinnen. Darüber hinaus wurden 15 Wissenschafter und Wissenschafterinnen der Universität mit dem Wittgenstein-Preis ausgezeichnet, der höchstdotierten wissenschaftlichen Auszeichnung Österreichs.<ref>Nobel- & Wittgensteinpreise – Auszeichnungen Uni Wien. Abgerufen am 16. Januar 2026.</ref>
Kurt Mühlberger (Hrsg.): Die Universität Wien. Kurze Blicke auf eine lange Geschichte. Holzhausen, Wien 1996, ISBN 3-900518-45-9.
Kurt Mühlberger, Meta Niederkorn-Bruck (Hrsg.): Die Universität Wien im Konzert europäischer Bildungszentren. 14.–16. Jahrhundert. In: Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Band 56, Böhlau/Oldenbourg, Wien/München 2010, ISBN 978-3-486-59224-5 / ISBN 978-3-205-78490-6 (Inhaltsverzeichnis).
Kurt Mühlberger, Universität Wien (Hrsg.): Palast der Wissenschaft. Ein historischer Spaziergang durch das Hauptgebäude der Alma Mater Rudolphina Vindobonensis [Universität Wien]. Böhlau, Wien/Köln/Weimar 2007, ISBN 978-3-205-77619-2, Parallele Ausgabe englisch: Palace of Knowledge. A historical stroll through the main building of the Alma Mater Rudolphina Vindobonensis. Übersetzt von Camilla R. Nielsen und J. Roderick O’Donovan, ISBN 978-3-205-77807-3.
Oliver Rathkolb (Hrsg.): Der lange Schatten des Antisemitismus: Kritische Auseinandersetzungen mit der Geschichte der Universität Wien im 19. und 20. Jahrhundert. V&R unipress, Wien 2013, ISBN 978-3-8471-0145-1.