Annemarie Lütkes
Annemarie Lütkes (* 24. Juni 1948 in Bergisch Gladbach) ist eine deutsche Juristin und Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen). Sie war von 2000 bis 2005 Ministerin für Justiz, Frauen, Jugend und Familie sowie Stellvertreterin der Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein. Von 2010 bis 2017 amtierte sie als Regierungspräsidentin im Regierungsbezirk Düsseldorf. Sie ist Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Köln.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Leben und Beruf
Nach dem Abitur an der Königin-Luise-Schule Köln absolvierte Lütkes ein Studium der Rechtswissenschaft in Köln. Seit 1977 ist sie als Rechtsanwältin zugelassen. Sie ist Fachanwältin für Familienrecht. Nach ihrem Ausscheiden aus der Politik war sie seit Juni 2006 bis zu ihrer Ernennung zur Regierungspräsidentin wieder als Rechtsanwältin in Köln tätig.
Annemarie Lütkes ist verheiratet.
Partei
Seit 1990 ist sie Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen. 1999 war sie die Kandidatin der Grünen für das Amt des Oberbürgermeisters von Köln. In der Stichwahl unterlag sie mit 45,2 % der Stimmen dem CDU-Kandidaten Harry Blum.
Als Kandidatin der Grünen für das Amt der Landrätin im Kreis Schleswig-Flensburg erhielt Lütkes im Mai 2006 12,2 % der abgegebenen Stimmen.
Von 2010<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. ( vom 4. März 2016 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref> bis 2014<ref>Matthias Pesch: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> war Anne Lütkes zusammen mit Katharina Dröge Vorsitzende der Kölner Grünen.
Abgeordnete
Von 1989 bis 1999 war Annemarie Lütkes Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kölner Stadtrat.
Von 2005 bis zur Niederlegung ihres Mandates am 30. Mai 2006 war sie Mitglied des Landtages von Schleswig-Holstein und Vorsitzende der Grünen-Fraktion.
Öffentliche Ämter
Von 1999 bis 2000 war Lütkes Bürgermeisterin der Stadt Köln.
Am 28. März 2000 wurde sie in die von Heide Simonis geführte Landesregierung als Ministerin für Justiz, Frauen, Jugend und Familie und zugleich Stellvertreterin der Ministerpräsidentin des Landes Schleswig-Holstein berufen. Im Wahlkampf zur Landtagswahl im Februar 2005 wurde sie für die Flucht des Gefangenen Christian Bogner am 26. Oktober 2004 aus der Justizvollzugsanstalt Lübeck und dessen anschließenden Mord an einem Gärtner verantwortlich gemacht. Rücktrittsforderungen lehnte Lütkes ab, obwohl ihr Ministerium laut Gewerkschaft der Polizei schon lange über Sicherheitsdefizite wegen Personalmangels im betroffenen Gefängnis informiert gewesen sei. Der Fall sorgte für Zündstoff, da sie stattdessen Disziplinaruntersuchungen gegen Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt einleitete.
Seit der missglückten Wiederwahl von Heide Simonis am 17. März 2005 war sie nur noch geschäftsführend im Amt. Nach der anschließenden Bildung einer Großen Koalition und der Wahl von Peter Harry Carstensen (CDU) zum Ministerpräsidenten schied sie am 27. April 2005 aus der Landesregierung aus.
Am 11. April 2008 wurde Lütkes zur Schatzmeisterin von UNICEF Deutschland gewählt, nachdem sie seit 2003 Mitglied im Deutschen Komitee für UNICEF gewesen war.
Am 21. Juli 2010 wurde sie zur Nachfolgerin des Düsseldorfer Regierungspräsidenten Jürgen Büssow (SPD)<ref>Vorlage:Toter Link/Corewdr.de/themen/kurzmeldungen/2010/07/16/neue_chefs_der_bezirksregierungen (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> bestimmt. Per Verfügung vom 17. August 2010 trat sie das Amt am folgenden Tag an.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. ( vom 5. September 2016 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref> Am 30. August 2017 wurde sie in den Ruhestand verabschiedet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. ( vom 11. Oktober 2017 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. Pressemitteilung der Bezirksregierung Düsseldorf vom 30. August 2017, abgerufen am 11. Oktober 2017.</ref> Ihr folgte Birgitta Radermacher (CDU) nach.
Nach der Landtagswahl in Thüringen 2019 sahen Linke, SPD und Grüne, die eine Minderheitsregierung unter Bodo Ramelow anstrebten, Lütkes als Ministerin für Justiz und Bürgerbeteiligung vor.<ref name=":0">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Die Wahl Ramelows zum Ministerpräsidenten scheiterte allerdings, weil zunächst Thomas Kemmerich gewählt wurde, was zur Regierungskrise in Thüringen 2020 führte. Als nach dessen Rücktritt die rot-rot-grüne Minderheitsregierung dann tatsächlich gebildet werden konnte, wurde statt Lütkes Dirk Adams Minister für Migration, Justiz und Verbraucherschutz.<ref>Süddeutsche Zeitung: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Seit 2006 ist sie Vorstandsmitglied des Deutschen Kinderhilfswerks (DKHW), zuletzt als Vizepräsidentin. Seit Januar 2026 ist sie Präsidentin des DKHW.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Kabinett
Einzelnachweise
<references />
Literatur
- Anne Lütkes in: Internationales Biographisches Archiv 22/2007 vom 2. Juni 2007, im Munzinger-Archiv (Zugriff für angemeldete Benutzer)
Weblinks
- Website von Annemarie Lütkes (nicht erreichbar)
- Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. im Landtagsinformationssystem Schleswig-Holstein (LIS-SH)
- Lebenslauf von Anne Lütkes (archivierte Version, pdf)
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Wilhelm Kuklinski | Hermann Lüdemann | Bruno Diekmann | Wilhelm Käber | Waldemar Kraft | Paul Pagel | Waldemar Kraft | Paul Pagel | Hans-Adolf Asbach | Carl-Anton Schaefer | Bernhard Leverenz | Helmut Lemke | Hartwig Schlegelberger | Ernst Engelbrecht-Greve | Henning Schwarz | Marianne Tidick | Eva Rühmkorf | Günther Jansen | Heide Simonis | Hans Peter Bull | Ekkehard Wienholtz | Rainder Steenblock | Annemarie Lütkes | Ute Erdsiek-Rave | Christian von Boetticher | Heiner Garg | Robert Habeck (Erster Stellvertreter) und Anke Spoorendonk (Zweite Stellvertreterin) | Robert Habeck (Erster Stellvertreter) und Heiner Garg (Zweiter Stellvertreter) | Monika Heinold (Erste Stellvertreterin) und Heiner Garg (Zweiter Stellvertreter) | Monika Heinold | Aminata Touré
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Gottfried Kuhnt | Rudolf Katz | Otto Wittenburg | Waldemar Kraft | Carl-Anton Schaefer | Bernhard Leverenz | Gerhard Gaul | Claus-Joachim von Heydebreck | Henning Schwarz | Karl Eduard Claussen | Heiko Hoffmann | Klaus Klingner | Gerd Walter | Annemarie Lütkes | Uwe Döring | Peter Harry Carstensen | Emil Schmalfuß | Anke Spoorendonk | Sabine Sütterlin-Waack | Claus Christian Claussen | Kerstin von der Decken
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Gisela Böhrk | Angelika Birk | Annemarie Lütkes | Ute Erdsiek-Rave | Jörn Biel | Emil Schmalfuß | Kristin Alheit | Sabine Sütterlin-Waack | Claus Christian Claussen | Aminata Touré
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Philipp von Pestel (1816–1831) |
Franz Edmund Josef von Schmitz-Grollenburg (1831–1834) |
Anton zu Stolberg-Wernigerode (1834–1837) |
Adolph von Spiegel-Borlinghausen (1837–1848) |
Friedrich von Spankeren (1849–1850) |
Leo von Massenbach (1850–1866) |
Friedrich von Kühlwetter (1866–1871) |
Alexander von Götz und Schwanenflies (1871) |
August von Ende (1872–1876) |
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Eberhard von der Recke von der Horst (1889–1895) |
Georg von Rheinbaben (1896–1899) |
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Wilhelm Burandt (1941–1944) |
Eggert Reeder (1944–1945)
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Annemarie Lütkes (2010–2017) |
Birgitta Radermacher (2017–2022) |
Thomas Schürmann (seit 2022)
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lütkes, Annemarie |
| ALTERNATIVNAMEN | Lütkes, Anne |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), MdL, Regierungspräsidentin (Düsseldorf) |
| GEBURTSDATUM | 24. Juni 1948 |
| GEBURTSORT | Bergisch Gladbach |
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